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Tomas Sauter Tranceactivity

Hochintelligente Ansätze abseits des Mainstreams, die das Zeug haben, die Musikwelt zu revolutionieren.  
Suite101.de/D 12.2010

Eine Außergewöhnlichen musikalische Reise.Tolle Bassläufe, schnelle Drums, sphärische Sounds und eine eingängige Lead-Gitarre. Ein Hammer!! 
Hörspiegel.de/D 12.2010


Seine Gitarre zählt zu den heiss gespieltesten der Schweizer Jazz- und Avantgardeszene. 
Kulturtipp /CH 1.2011


Kargheit und Verdichtung
Ein Gitarre-Bass-Schlagzeug-Trio ist eine Besetzung, die musikalisch alles bedeuten kann, von traditionellem Jazz bis Noise, Am¬bient und mehr. Die Klanggebirge der Schweizer Tomas Sauter Tranceactivity lassen die eigentliche Besetzung schnell vergessen.
Von Angela Ballhorn
Tomas Sauters Trio besteht seit seinen Tagen an der Jazzschule Luzern; dass er mit dem Bassisten Urban Lienert und Schlagzeuger Christoph Staudenmann seit 15 Jahren zusammenspielt, macht die Musik dieser Band überhaupt möglich. So komplexe Musik, die mit Sounds, ungewohnten Formen und teils freier Tonalität experimentiert, ist ohne das gegenseitige Vertrauen der Musiker nicht zu machen. Zumal in dieser Qualität.
Findling heißt ihr neues Album, ein Titel, der gewissermaßen mehr als Programm ist, schließlich ist ein Findling ein einzelner großer Stein, den Gletscherverschiebungen dahin gebracht haben, wo er liegt. »Die erste Veröffentlichung Fluo [ 1998] war stilistisch noch viel breiter als Findling«, sagt Sauter. »Die zweite, Flora [2004], war schon konsequenter im Sound des Trios und seinem Klangkosmos.«
Durch die Art und Weise, wie die Musik konzipiert ist, ist das kollektive Spiel der Band ausschlaggebender für ihren so dichten Sound als die Einzelleistung eines Solisten. Im Gegensatz zu einem »normalen« Gitarrentrio bringt bei Tranceactivity der Einsatz von Effekten und Loops den speziellen Charakter in die Kompositionen. »Tranceactivity ist eine typische Kreativformation, in der viel geprobt und getüftelt werden muss, um zu einem Resultat wie Findling zu kommen«, erklärt Sauter. »Damit eine Band wie diese funktioniert, braucht es Musiker, die mitdenken und die Musik aktiv mitgestalten wollen.«
Muskelspiel ist dem Gitarristen in diesem Konzept ebenso wenig wichtig, wie als Solist vor einer Rhythmusgruppe zu stehen. Als Hauptlieferant der Kompositionen gibt er die Richtung vor, und meist klingen die Stücke, die er zu den Proben mitnimmt, schließlich so, wie er es sich vorgestellt hat. »Auf der anderen Seite können mal Stücke ganz wegfallen, weil sie nicht funktionieren wollen«, räumt er sein. »Aber ich habe in der Regel einen relativ großen Vorrat an Stücken, und was in einer Band nicht funktioniert, geht vielleicht in einer anderen Besetzung!«
Die Aufnahmen gingen - schwer vorstellbar, wenn man das Resultat hört - schnell vonstatten. Von der Grundcharakteristik her war alles :klar, mit der Dynamik hingegen wurde experimentiert. »Grundsätzlich ist Findling eine Live-Aufnahme, ein paar Percussion-Sounds sind das Einzige, das im Overdubverfahren eingespielt wurde«, erklärt Sauter. »All die orchestralen Loops, bei denen man nicht mehr recht weiß, was zuerst war, wurden live im Studio eingespielt.«
Die Bandbreite der Sounds ist beeindruckend: Vom cleanen Jazzgitarre-Sound bis hin zu Geräuschen oder Lärm-Loops, bei denen das Instrument nicht mehr erkennbar ist, findet sich alles wieder. »Uns ist die Klangbreite wichtig. Eigentlich ist ein Gitarrentrio eine intime Sache«, meint Sauter, »die man aber über Loops ins Orchestrale verdichten kann. Bei uns wechselt es zwischen sehr karg und sehr dicht.«
Zu Recht nennt Tomas Sauter seine Band ein »Klanglabor«. Die Dominanz von Komposition und Form, die sonst im Jazz üblich ist, wird gebrochen, ein Sound kann Leitmotiv werden und eine Stimmung etablieren. Viele von Sauters Kompositionen sind modal oder tonal ganz frei, ihm geht es eher um Spannungsbögen, nicht um harmonische Kadenen: »Wir gehen auf musikalische Entdeckungsreisen und versuchen, die gewohnten ästhetischen Konventionen zu verändern. Dafür haben wir Attribute aus E- und Rockmusik mit Jazz verschmolzen und eine einzigartige Musik geschaffen.«
»Ich habe mich mit allen Gitarristen des Jazz befasst, von Charlie Christian über Django Reinhardt, Jim Hall, John Abercrombie, bei dem ich studiert habe, bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Am ehesten sind für uns wohl die Jimi Hendrix Experience und David Torn Einflüsse. Hendrix ist vor allem für die Mischung aus Struktur und ekstatischem Loslassen ein Vorbild. Und da ziehen wir - Urban und Christoph als sehr angefressene Rhythmusmenschen, die komplexe Beats schätzen, und ich - an einem Strang.«
Jazzthetik/D, 12.2010

Eigenwillige Musik 
Das Trio des Schweizer Gitarristen Tomas Sauter geht sehr experimentell, klangverspielt zur Sache, integriert Loops und Samples in das Zusammenspiel vonwarmer Jazzgitarre E-bzw. A-Bass und Drums/Percussion. Eigenwillige Musik, die immer zwischen sehr free wirkenden und klar arrangierten/komponierten Strukturen wechselt.
Lothar Trampert , Gitarre & Bass/D, 06. 2011

Ein radikaler Monolith
Neun Jahre ist es her, dass Tomas Sauten mit seinem Projekt Tranceactivity ein Album veröffentlicht hat. Nun ist "Findling" (Catwalk/JaKla/Alive) da, aber die kleine Ewigkeit kommt dem Urheber gar nicht so lang vor. Denn der umtriebige Schweizer hat in der Zwischenzeit in New York gelebt, das filigrane "Indian Summen" im Duo mit Daniel Schläppi sowie ein Quartett-Album veröffentlicht, eine Dozentur an der Hochschule in Bern angenommen, ein Label gegründet, ist "mit dem Velo durch Indien gefahren und Vater geworden". Und das sind nur Auszüge aus dem Schaffen des Gitarristen und Komponisten. Sauters Trio mit dem Bassisten Urban Lienert und Schlagwerker Christoph Staudenmann ist alles andere als eine gewöhnliche Gitarrenband, Tranceactivity "ist ein Klanglabor", sagt Sauter. Und in dem brodelt es gewaltig: "Das Repertoire reicht von trashigen LoFi-Grooves, abgefahrenen odd meters über Free bis zu dröhnenden Verzerren-Orgien." Treffender lässt sich nicht schildern, was in diesem Trio abgeht. Die Musiker arbeiten mit akustischen und elektronischen Mitteln, sie arbeiten mit Komplexität und Schlichtheit. Expressive und leise Töne, sphärische und chaotische Elemente finden ihren Platz im Konzept der Band, wobei das Atmosphärische im Vordergrund steht. Dazu trägt Sauters Gitarrenmaschinerie gewaltig bei, denn neben maßgeschneidertem Stereo-Setup mit Loops setzt er auf "Resonanzfilter, Ringmodulator, Delays, Whammy und Bitcrusher", und mit diesen erweiterten Soundalternativen geht Sauten sehr bewusst um. "Ich habe die meisten Stücke komponiert und in meinem Heimstudio das Sounddesign vorproduziert. Für ,Findling` habe ich viel mit Sounds und Grooves experimentiert. Auf dieser Basis haben wir in unzähligen Proben bandtaugliche Versionen erarbeitet. Auf allen bisherigen CDs sind auch Tunes von Christoph Staudenmann. Daneben spielen wir auch freie Improvisationen, die interessante Stimmungen zeichnen und die komponierten Stücke kontrastieren." Frei improvisiert oder lange probiert: Tranceactivity ist ein radikaler Soundmonolith, der wie ein Findling, wie ein erratischer Block durch weite Dimensionen wandert.
Jazzthing/D, 2.2011

Spannende Geschichten erzählen. Tomas Sauters Tranceactivity legt ihr drittes Album in zwölf Jahren vor
In seiner Sprache wimmelt es von Verzerrgeräten, Routers, Delays, Whammy-Pedalen, Ringmodulatoren, Low Pass Filters und Bitcrushers. Er erzählt für Otto-Normaljazzgitarrist kryptische Sachen wie "Außerdem habe ich eine Patchbay auf der Bühne, da es im Handel leider keine Switcher gibt, welche meine Effektgeräte entsprechend routen können." Der da so redet, ist der Schweizer Gitarrist Tomas Sauten, 37, als es um das neue Album "Findling" [Catwalk CW 110007-2] geht, die dritte CD, die das Trio "Tranceactivity" mit ihm, Urban Lienert, eb, db, und Christoph Staudenmann, dr, perc, seit dem "Fluo"-Debüt 1998 eingespielt hat. Was Tranceactivity vorführt, sei eine "musikalische Hochrisikodisziplin", lernen wir, denn: "Wir bewegen uns in Gefilden, in denen man auch abstürzen kann."
Gefragt, was an der Musik dieses Trios tatsächlich neu sei, sagt Tomas: " Wir verschmelzen Attribute aus Electronica mit interaktiven Spielkonzepten aus dem Jazz. Mittels live eingespielten Loops kann ich außerdem den Klangkörper des Trios verdichten und in orchestrale Dimensionen katapultieren." Allem elektronischen Fachchinesisch zum Trotz stammten "sämtliche Sounds am Ende von Gitarre, Bass und Schlagzeug." Und, fügt er an, "es erscheint mir wichtig, zu erwähnen, dass die Band live ohne Abstriche so klingt wie auf der CD."
14 Stücke sind das, Ausnotiertes, kollektiv und einzeln Improvisiertes, teils faszinierende, teils irritierende Interaktionen von Instrumenten und Maschinen, bizarre Experimente, gleichsam aus den Stücken heraus wachsende Synthesen aus Natur- und Maschinenklängen, mal mitten drin, mal irgendwo an der Peripherie des Jazz - Konzeption und Vision im Schulterschluss. Und, vor allem, kollektive Hommage an die "Klangkultur", das Zentralanliegen aller Sauten-Projekte, bei denen zudem "die Kreation im Augenblick im Fokus" stünde und es darum ginge, "im jeweiligen Kontext eine spannende musikalische Geschichte zu erzählen".
"Tranceactivity" und der unbekümmerte Sprachalltag des Kreativelektronikers sind freilich nur ein Aspekt dieses vielfacettigen Bielers, der schon als Zehnjährigen zur Gitarre kam. Aufgewachsen mit der Musik von Villa-Lobos, Hendrix, Metheny, Frisell und Scofield, studierte er an der Jazzschule Luzern, und schon seit zwölf Jahren unterrichtet er an der Abteilung Jazz Pop Rock des Bieler Konservatoriums. 2002/3 setzte er in New York seine Studien bis zum Master of Music fort und kann auf John Abercrombie und Hal Galper als Lehrer verweisen. Seit 2004 wirkt der begehrte und reisefreudige Side- und Frontman, der eine beachtliche Diskografie vorweisen kann, als Dozent für Jazzgitarre an der Berner HdK.
Am 26. Februar gastierte Tomas neben Howard Alden auf dem 10. Internationalen Gitarrenfestival im Theätre de Poche in Biel-Bienne mit Eigenkompositionen, auf der Konzertgitarre der zeitgenössischen Klassik nahe, mit der speziell für ihn gefertigten Lowden-Baritongitarre mit Werken, die "Improvisationsteile haben und mehr wie ein Jazztune funktionieren." Schon das weist hin auf Sauters Vielseitigkeit, die Unmöglichkeit, ihn festzulegen. Hier also Tranceactivity, für Tomas "ein Klanglabor, in dem wir uns auf musikalische Entdeckungsreisen begeben und dabei gewohnte ästhetische Dimensionen sprengen", mit einem Repertoire, das "eine bunte Palette verschiedener Stücke umfasst, die von trashigen LoFi-Grooves, abgefahrenen Odd-Meters und Free bis zu dröhnenden Verzerrerorgien reichen." Und dort der konzertierende Sologitarrist.
Hier das Tomas Sauten Quartei, dessen Spektrum von modernem Jazz über Free Jazz bis zu "Groovemusik" reicht und dort das vorzügliche Duo, eine "kammermusikalisch kontemplative Formation" mit dem Bassisten Daniel Schläppi. Das Album "Indian Summen" (2006) ist jedenfalls exzellenter akustischer Kammer-Jazz und damit das andere Extrem zu den utopistischen Exkursionen von Tranceactivity. Und dann ist da noch das nicht minder exzellente Trio Sauter/Schläppi/ Rossy, mit Jorge Rossy, einem "unglaublichen Musiker am Schlagzeug, mit dem man sich nicht lange über stilistische Fragen unterhalten" müsse, "weil er sehr geschmackssicher und im Studio ein absoluter Profi" sei. Diese höchst bemerkenswerte Trias wird im Herbst ein Album vorlegen, das bestens geeignet ist, auch letzte Zweifel im Umgang mit dem "Thema Sauter" auszuräumen.
Der Mann in Biel spricht eben viele Sprachen. Und er beherrscht sie alle.
Alexander Schmitz, Jazz Podium/D, 03.2011


Ein Heidenspass - völlig neuer Sound. Eine der interessantesten Keimzellen zwischen elektronischen Sounds und Jazz heißt "Findling". Komponist und Gitarrist Tomas Sauter ist einerseits ein Studiofrickler, jedoch das neue Album ist keine Kopfgeburt, sondern organisch entstandene Musik, die mit vielen elektronischen Zusätzen angereichert ist. Ihm zur Seite stehen Christoph Staudenmann, Schlagzeug, und Urban Lienert am Bass. Das Trio genießt schon seit langem Kultstatus in der Schweiz und hat in gemeinsamen 15 Jahren einen unverwechselbaren Klangkosmos entworfen. Sauter hat es geschafft, handgemachte Improvisationen mit elektronischen Spielereien zu verbinden und einen eigenen charaktervollen völlig neuen Sound zu kreieren. "Findling" verzückt nachhaltig und beglückt zudem auch mit rhythmischen Schlenkern und melodischen Spuren. Jedes einzelne Mitglied des Trios ist ein Virtuose auf seinem Instrument, die mit atemberaubenden Improvisationen diesen Klangkosmos erschaffen haben. Das Album mit seinen 14 Tracks macht einen Heidenspaß , weil es nicht kühl und langweilig daherkommt. Diese Band hat noch lange nicht seine endgültige Sphäre ihres musikalischen Könnens erreicht.
Volkmar Joswig, Jazz Podium/D, 03.2011 


Modern - Hochinteressantes Gitarrentrio
Tomas Sauters Tranceactivity ist nicht bloß wieder ein neues Gitarrentrio, sondern ein hochinteressantes, das mit Elektronik, Loops und Verfremdungen spielt. Da entstehen fremde Welten, die doch irgendwie vertraut sind, denn der Abercrombie-Schüler denkt in erster Linie an das stimmige Zusammenspiel von Gitarre, Bass und Schlagzeug - und nicht nur an glänzend blendende Effekte. Manche Stücke wirken wie Intros oder kleine Intermezzi und erinnern an Filmmusiken. Andere kommen wie abstrakte Hörbilder daher. Dann folgen trashige Einlagen. Sauters Soundteam dampft die Musik bis auf die Essentials ein.
CD Bewertung: Sehr empfehlenswert
Stereo/D, 02.2011

 
Tranceactivity’s «Findling» ist schöner wie seltener Elektrojazz, den der alte Miles heuer spielen würde, wäre er rascher von den Drogen heruntergekommen. Tomas Sauter spielt visionäre Musik, die wie auch immer gepolte Lauscher mit spitzen Ohren sich unbedingt auf den Einkaufszettel schreiben sollten.
PanProgTikum/D 1.2011

Effektvoller Spagat. Seine Gitarre zählt zu den heiss gespieltesten der Schweizer Jazz- und Avantgardeszene. Und wenn Tomas Sauter in die Saiten greift, hört halb Europa zu. Mit seinem Trio Tranceactivity wagt er jenen Spagat, der im Bandna- men anklingt. Im Austausch mit dem Bass von Urban Lienert und Christoph Staudenmanns Trommlereien zappt er von Avantcore zu Groovesounds, von kontemplativen Ambient-Scapes zu hitzigen Junglereien.
Höchstbewertung: Fünf von fünf möglichen Sternen
Frank von Niederhäusern, Kulturtipp /CH 1.2011


Hochintelligente Ansätze abseits des Mainstreams. Es ist Elementares, was uns Tomas Sauters Elektroband „Tranceactivity" mit ihrer neuen Scheibe „Findling" präsentiert. Der Gitarrist und Komponist Tomas Sauter sucht mit seinen Tranceactivity-Leuten (Urban Lienert (Bass) und Christoph Staudenmann (drums, percussion)) ganz klar das Meditative, will in Trance versetzen. Auf höchstem Niveau. Toll, wie Sauters Finger virtuos über die Saiten seiner Gitarre fliegen. Ekstatisch wummert das Schlagwerk bei allen 14 instrumentalen Stücken der knapp einstündigen Scheibe im Hintergrund. Die Musik, sie ist kontemplativ, stark experimentell geprägt. Erschienen im Label „Catwalk“; Vertrieb: JaKla/Alive. Wer die CD nicht hörenswert findet, ist nicht drin in der modernen, zeitgenössischen Musikwelt. Manchen Insider werden die präzisen Grooves, die hinreißenden Loops, die rhytmischen Low Level Passagen vom Hocker hauen. Doch, bestimmt!
Gerade die ruhigen Passagen laden ein zu ausgedehnten Schweifungen in die Phantasiewelt. Hier kann man seine Seele baumeln lassen; kann sich das Meer vorstellen; unberührte Naturen vielleicht. Dabei bleibt „Tranceactivity“ nicht nur mit ihrem neuen Album „Findling“ bodenständig, urgewaltig, dabei immer noch ästhetisch. Keiner kann sagen, Tomas Sauter und seine Jungs hätten ihr musikalisches Handwerk nicht gelernt. Sie sind schlichtweg Meister ihres Fachs. Und so präzise das Schlagzeug von Christoph Staudenmann immerfort in die Gehörgänge dringt, so unersättlich sucht die Gitarre Sauters den Ton anzugeben; so unaufgeregt sorgt das Elektrobass für die dazu passende, rhytmisierende Untermalung.

Die Scheibe setzt starke Signale gegen den Mainstream
Sage noch einer, moderne Musik bestünde nur aus pseudoanspruchsvollen Bands wie „Silbermond“ und (bestenfalls) Michael Jackson. Nein! „Tranceactivity“ von Tomas Sauter beweist, dass es abseits des Mainstreams hochintelligente Ansätze gibt, die das Zeug haben, die Musikwelt zu revolutionieren. Das sind keine Dancehits; das ist Musik für Intellektuelle. Und gerade diese Nischen gilt es in der heutigen Zeit zu fördern. Denn: Wer will schon ein flaches Gesäusel aus Shakira und „Schlag-mich-tot“?

Tomas Sauter ist ein musikalischer Multitasker – Viele Projekte
Zurück zum Thema: Tomas Sauter, der hochprofessionelle Musiker, Komponist, Arrangeur, fährt seine Schiene schon seit Jahren. Ob in kammermusikalischen Duos, experimentellen Trios, oder jazzigen Quartetten. Er ist ein schöpferischer Klangwanderer ohne Berührungsängste; musiziert selbst eindringlich wie versiert. Seine Vorbilder: Villa Lobos, Hendrix, Metheny, Frisell, Scofield. Gerade seine vielseitigen Begabungen, seine unermüdliche Suche nach dem idealen Klangbild, geben ihm etwas Verwegenes, etwas ach so Charmantes. Sein Label Catwalk tut gut daran, ihn weiter an sich zu binden. Erzeugt doch sein intensives, musikalisches Spannungsfeld eine unheimliche Progression, die, es steht oben, das Zeug hat, die moderne Musikwelt der Insider zu revolutionieren. Das Catwalk-Album „Findling“ von Tomas Sauters Band Tranceactivity wird Gehör finden. Nicht alles ist eben DJ BoBo und Fettes Brot! Glück gehabt!
Christopher Dömges, Suite 101.de/DE 22.12.2010

Aussergewöhnliche musikalische Reise. Das Trio Tomas Sauter (Gitarren, Loops), Urban Lienert (Bässe) und Christoph Staudenmann (Drums und Percussion) spielen auf ihrem Album „Tranceactivity“ eine Mischung aus klassischem Jazz, gepaart mit außergewöhnlichen Groove-, Rock- und Lounge-Passagen. Es startet mit einem Ambient-Stück, das mit digitalen Störgeräuschen und halluzinogenen Sounds zu einer außergewöhnlichen musikalischen Reise einlädt. Es folgt das eigentliche „erste Stück“: „Sky Bar“. Ein Hammer!! Tolle Bassläufe, schnelle Drums, sphärische Sounds und eine eingängige Lead-Gitarre. Das erinnert mich alles sehr an Carsten Bohn’s Bandstand.
Es folgt ein progressiver, nicht nachahmbarer Rhythmus mit erneuten digitalen Knarz- und Schramm- Geräuschen. Er langsam entwickelt sich der verhedderte Rhythmus zu einem fast rockigen Stück. Da ist Bewegung drin!
Und so verhält es sich auch mit dem Rest des Albums. Denkt man, jetzt könne ja nichts mehr kommen, überraschen einen die drei Herren aufs Neue. Dabei sind die Stücke, die eine klare „Songstruktur“ aufweisen, klar die besseren. Die Ambient-Töne oder auch die disharmonischen Free-Jazz-Abstecher sind ganz interessant und nett, stören aber zwischen den richtig guten groovigen Tracks, wie z. B. „Smalk“. Was mich ganz besonders stört, sind die Lo-fi-Knarzer, die bewusst eingesetzt werden, aber für mich einfach nur nach Kodierungsfehler klingen.
Dennoch: Top-Album! „Sky Bar“, „Smalk“ und „Mosaik“ alleine machen die CD hörenswert.
Nico Steckelberg, Hörspiegel.de/DE 25.12.2010

Zeitloses Kunstwerk. Findling heißt das neue Album von Tomas Sauter Tranceactivity und man konnte in den letzten fünfzehn Jahren als Trio eine eigene musikalische Identität kreieren, wie es nur selten der Fall ist. Die drei Schweizer Musiker um Bandkopf Tomas Sauter (Gitarre und Loops) schaffen ihren eignen klanglichen Mikrokosmos aus Jazz und Electronic mit tranceartigen Einschüben. 

Die Stücke werden zunächst einmal von Christoph Staudenmann an Schlagzeug und Percussion getragen, der selbst die komplexesten Rhythmen mit einer Leichtigkeit aus seinen Extremitäten schüttelt, dass man nur staunen kann. Urban Lienert ergänzt den Rhythmus mit seinem Bassspiel und liefert zugleich die harmonische Grundlage der Klanggeflechte auf denen sich Tomas Sauter mit seinem Gitarrenspiel und seinen Soundexperimenten austoben und diese ergänzen kann. So entstehen Klanggemälde aus einer anderen Welt, innovativ und doch jederzeit fast schon wieder von traditioneller Ästhetik und perfektem Zusammenspiel.

Tomas Sauter Tranceactivity ist es mit Findling gelungen, ein zeitloses Kunstwerk einzuspielen. Bleibt zu hoffen, dass die Hörer dies auch honorieren werden. Empfehlung!
CD Bewertung: Sehr empfehlenswert
Ingo Andruschkewitsch, musikansich.de/D 1.2011

Visionäre Musik. Da zieht man den übersehenden Peace-Klassiker "Jazz Is Dead Since '69" nach Ewigkeiten wieder hervor und erfreut sich einer von kaum einer anderen Formation je wieder aufgegriffenen Mischung aus Jazz und Elektronik, die dem alten Genre zu gegenwärtiger Relevanz verhilft sowie der Dosenmusik ihren Disco und Plastikmief nimmt - und schon wenige Tage später trudelt "Findling" ein. Tomas Sauters Ensemble macht in gleichem Maße wie seinerzeit Alex Gunia staunen, was man als echter Jazzkönner mit offenem Geist und moderner Technik alles an aufregender Musik - nicht Muzak! - fabrizieren kann.
Tranceactivity - der Künstler firmiert unter mehreren anderen Namen und in jeweils unterschiedlichen Besetzungskonstellationen, wie bitte jeder aufgeschlossene Hörer seiner Website entnimmt - haben eines der wenigen Alben eingespielt, bei denen man wahrlich fortwährend auf Unerhörtes, nie Gehörtes stößt. Das muss nicht zwangsläufig etwas mit Ambient-Willkür als Eingeständnis an die eigene Einfallslosigkeit zu tun haben, wie "Smalk" eventuell in Aussicht stellt, nur um im Kontext dann doch stichhaltig zu erscheinen. Sauters Gitarrenloops beflügeln die Band nicht zu Loopings, sondern zum sorgfältigen Aufbau intensiver Klangstudien mittels Minimalverschiebung. Folglich spritzt die vor allem anfänglich extrem zähfließende "Lava" nie aus allen Spalten, sondern träufelt die Euphorie so ähnlich wie "Mosaik" in geringen, steten Dosen ins Ohr des Hörers. Einzig "Mod" brodelt wahrlich wie "Bitches Brew" vor langer Zeit.
Die Rhyhtmusarbeit raubt den Atem nicht deshalb, weil sie vielleicht Superlative der Kategorien höher, schneller oder weiter evoziert; der berühmte Teufel steckt auch hier im Detail, weshalb Kopfhörer-Listening angesagt ist; dann hört man die bisweilen fabulöse Verzahnung von Drums und Bass - und überhaupt: Die wörtliche Übersetzung dieses Gefüges ist längst zum Genre geworden, welches anzuführen auch im Falle von "Findling" nicht abwegig erscheint. Aufmerken sollten demnach sowohl Tanzteufel als auch Akademiker, die ihrer Fantasie noch nicht gänzlich beraubt worden sind und sich allzu verbissene Nüchternheit verbieten. Wer es noisig mag, erfährt wenigstens beim kurz-kratzigen Abschluss "Nobody" Befriedigung … Ein Konsensalbum gerade deshalb, weil es keine Kompromisse eingeht?
Fazit: Tranceactivity’s "Findling" ist schöner wie seltener Elektrojazz, den der alte Miles heuer spielen würde, wäre er rascher von den Drogen heruntergekommen. Tomas Sauter spielt visionäre Musik, die wie auch immer gepolte Lauscher mit spitzen Ohren sich unbedingt auf den Einkaufszettel schreiben sollten.
Bewertung: Zwölf von fünfzehn Punkten
Andreas Schiffmann, PanProgTikum/D 1.2011

Ein neuer «Findling» aus dem Klanglabor. Der Bieler Gitarrist Tomas Sauter reaktiviert sein Trio Tranceactivity. Mit einem Album, das den Hörer auf eine weite, spannende Reise mitnimmt.
Einfach nur schön soll es dann doch nicht sein. Die ruhigen, melodiösen Klänge kontrastiert Sauter mit Verzerrung, die wie zufällig einsetzt, es tönt, als ob sein Gitarrenkabel Wackelkontakt hätte. Jeglicher Kitschverdacht wird so ausgeschlossen, auch in diesem letzten kurzen Stück, das «Nobody» heisst und das neue Album der Gruppe Tomas Sauter Tranceactivity beschliesst.
Anders würde das Stück ja gänzlich nicht ins Albumkonzept passen: Über Sounds und Effekte könne er die Dominanz von Komposition und Form brechen, wie sie im Jazz üblich sei, sagte der Bieler Gitarrist der Fachzeitschrift «Jazzthing» in einem Interview.
Alles muss passen
Das Prinzip lässt sich auch über die ganze Spielzeit des Albums erkennen. So stellt das Trio mit Sauter, Christoph Staudenmann (Schlagzeug und Perkussion) und Urban Lienert (elektrischer und akustischer Bass) frei improvisierte, Geräuschen nachspürende Tracks dem restlichen Repertoire entgegen, das mal mehr, mal weniger stark konstruiert und komponiert ist. Nicht zufällig heisst die Platte «Findling»: Der Titel sei ihm «einfach gekommen», erzählt Sauter, das Titelstück ein feines, filigranes, aber mit elektronischens Sounds gemaltes, das Archaik und moderne Urbanität verbindet – ein Ziel, das der Gitarrist mit diesem Projekt verfolgt.
Neun Jahre sind vergangen seit dem letzten Tranceactivity-Album. Sauter war vielbeschäftigt in dieser Zeit, aber doch hätte «Findling» früher veröffentlicht werden sollen. Sauter nennt die Gründe:«Zuerst waren wir künstlerisch nicht bereit, danach hatte es gesundheitliche Gründe.»
Künstlerisch nicht bereit? Bei Tranceactivity liegen die Kompositionen als Ausgangsmaterial vor, die fertige Version entsteht aber gezwungenermassen in der Band, Interaktion ist ein ganz wichtiges Element. Und dafür muss eben alles zusammenpassen:«Es ist Musik, an der man zusammen arbeiten muss, bis sie reif ist», sagt Sauter.
Mehr Konsequenz
Die Band existiert seit 15 Jahren, und sie sei in dieser Zeit «konsequenter geworden», sagt der Gitarrist, habe sich immer stärker zum «Klanglabor» entwickelt. Charakteristisch für die Kompositionen sind nicht in erster Linie Akkordfolgen, sondern Klänge, Klangfarben, Simmungen. «Unsere Musik entsteht nur in genau dieser Konstellation», sagt Sauter.
Die Band verschmelzt Einflüsse aus Electronica, Rock, E-Musik mit dem Spielkonzept des Jazz. So sehr kümmert sich Sauter aber auch nicht um die Frage, ob dies nun modern und innovativ sei: «In erster Linie muss es interessant sein.» Und obwohl die Musik vielschichtig ist, ist sie live genau so reproduzierbar. Möglich machen dies Elektronik und Loops, die den Klang verdichten und orchestral aufbauen. Es ein ganz eigenständiger Klang, jener von Tomas Sauter Tranceactivity.
Info: Tomas Sauter Tranceactivity: «Findling» (Catwalk). Sauter spielt heute abend im Théatre de Poche Sologitarre im Rahmen des Internationalen Gitarrenfestivals.
Tobias Graden, Bieler Tagblatt/CH, 02.2011

Energ(et)ische Sounds. An ambitionierten Talenten mangelt es der Schweizer Jazzszene nicht. Auch wenn der Weg zu (inter)nationaler Anerkennung kaum weniger steinig als auch schon geworden ist. Einen entschlossenen Schritt in diese Richtung getan hat das Trio des Bieler Gitarristen Tomas Sauter mit der „fluo“ überschriebenen Debüt-CD, die gemäss eigenen Angaben „Energetic Trance Jazz“ zu Gehör bringt. Der selbstbewusste Auftritt von Sauters folgerichtig „Traqnceactivity“ getauften Band beschränkt sich indes nicht auf die Image Ebene der Verpackung. Alle elf ohne Overdubs eingespielten Titel zeugen viel mehr von einem ebenso eigenwilligen wie überzeugenden Konzept, das sich keineswegs mit Luftblasen begnügt.
Mit dem gewieften E-Bassisten Urban Lienert und dem subtil mitspielenden Schlagzeuger Christoph Staudenmann gehört Sauter zu einer jungen Garde von bestens geschulten Schweizer Jazzmusikern, die ihren eigenen Stil suchen und auch finden, auch wenn Anleihen bei Guitar-Jazz-Grössen wie John Abercrombie oder Steve Khan durchaus wahrzunehmen sind. Sauters Band versteht sich auf die spannende Verschmelzung von Ambient- wie auch Drum’n’Bass- mit Jazzelementen und die improvisatorische Bearbeitung des ausnotierten Rohmaterials im Sinne kreativer Jamsessions. Zum Markenzeichen von „Tranceactivity“ gehören überdies Sauters Guitar-Loops, die den Sound um tragfähige Stimmen bereichern und das Klangspektrum des Trios wesentlich erweitern. Das Lob von Altmeister George Gruntz, erfahren in Begegnungen mit begabtem Nachwuchs, im CD Booklet kommt demnach nicht von ungefähr.
Neue Mittellandzeitung / CH, 06.08.99


Vielgesichtige verschworene Einheit
Seit drei Jahren betreibt der Gitarrist Tomas Sauter ein Trio unter dem Namen Tranceactivity. Nun präsentiert diese zwischen zeitgenössischen Trends und der Jazztradition oszillierende Combo ihre erste CD.

Komponieren scheint für Tomas Sauter einfach so zum Leben zu gehören, wie für andere Leute das Tagesschauschauen oder sonntägliche Spaziergänge im Wald. “Ich habe schon sehr früh mit dem Komponieren begonnen”, sagt der inzwischen 25 Lenze junge Absolvent der Jazzschule Luzern, “allerdings brachte ich früher die Ideen in meinem Kopf nicht immer adäquat aufs Notenpapier. Heute klappt das schon viel besser.”

Sauter ist aber alles ander als ein diktatorischer Komponist, bei der Ausgestaltung seiner Stücke dürfen seine Partner - der E-Bassist Urban Lienert und der Schlagzeuger Christoph Staudenmann, der selbst auch ein paar Stücke zum Repertoire beiträgt - ein gehöriges Wörtchen mitreden. Bei vielen Proben in einem mit Eierkartons und Wolldecken ausstaffierten Proberaum in einer ausrangierten Bieler Fabrik der Firma Biella werden die Stücke gemeinsam erarbeitet, einiges bleibt dabei auf der Strecke, es kommt zu Umstellungen und Abänderungen, man geht in die Details und feilt an Spannungsbögen. Der Besucher merkt sofort: Hier sind drei Freunde am Werk - locker und doch konzentriert, spielerisch und auch ernsthaft.

Sauters Trio segelt unter dem Namen Tranceactivity, das erste Album der Gruppe heisst “Fluo” (Brambus) und trägt als Untertitel eine dieser vielen modischen Etiketten, die zur Zeit im Umlauf sind und dem Musikliebhaber annoncieren sollen, dass sich die Musik auf der Höhe der Zeit bewegt, aber denen sonst keine allzu grosse Aussagekraft attestiert werden kann: energetic[trance]jazz. Was verbirgt sich dahinter? Eine von Jazz, Fusion und aktuellen Dancfloor-Praktiken beeinflusste, vielschichtige Gitarrentriomusik, die mit ausgetüftelten Klangflächen, progressiven Harmonien und verschlungenen Melodien aufwartet und mal von entspannten, mal von hektischen Grooves vorangetrieben wird. In den konventionellen Passagen erinnert Sauters Gitarrenspiel an Vorbilder wie Pat Metheny, Mick Goodrick oder John Abercrombie, in homöopathischen Dosen sind auch Elemente seines Lehrers Christy Doran auszumachen, dazu kommen Stücke in denen es keine herkömmlichen Improvisationsanteile mehr gibt, sondern ein dichtes Geflecht von Moods und Grooves kreiert wird, wobei Sauter hier mehr als einen Griff in die maschinelle Trickkiste wagt, die aus je zwei Loop und Delaygeräten und einem Verzerrer besteht.
Bernerwoche / CH 21.11.99

 
Nach 40 Jahren im Wind einer Karriere kann einem kaum mehr etwas so schnell umhauen. Zudem sind im Jazz die grossen Leitfiguren fast gänzlich von den Bühnen- und neuen Schallplattenflächen verschwunden. Umso erstaunter realisieren bestalltere Kollegen und ich in letzter Zeit ein überraschendes Aufkommen von jungen, talentierten und erfreulich engagierten Musikern, als Erzeuger von neuem, positiv bedrohlichem Wind! Tomas Sauter, Urban Lienert und Christoph Staudenmann gehören dazu. Aber sie sind nicht nur musikalisch technisch stark, sie formulieren gescheit in neuen Formen und wissen, nur die starke persönliche Aussage hebt über den Durchschnitt.

Hut ab! Sonst bläst ihn in der Nähe dieser drei eine imponierende Brise zum Kuckuck: Gott macht das Freude! Viel Spass Euch dreien, und natürlich allen, die zuzuhören wissen.
George Gruntz, Juli 1998

 
Neue CD mit sphärischem Groove
Die Taufe von Flora ist gelungen. Mit ihrem neuesten Silberling «Flora» beging das eher junge Trio «Tomas Sauter Tranceactivity» im recht gut besuchten Théâtre de Poche in der Bieler Altstadt eine interessante CD-Taufe.

Die Formation «Tomas Sauter Tranceactivity» besteht seit vier Jahren und tritt in ihrer aktuellen Zusammensetzung mit Tomas Sauter (Gitarre und Effekte), Urban Lienert (E-Bass) und Christoph Staudenmann (Schlagzeug) auf. Tomas Sauter und Christoph Staudenmann sind in Biel aufgewachsen und sind zur Zeit am Bieler Konservatorium als Dozenten tätig. Mit Urban Lienert verbindet sie die Stadt Luzern, wo dieser geboren wurde und Sauter sowie Staudenmann an der dortigen Jazzschule studierten. Nach dem Erstling «Fluo» von 1999 folgte nun der zweite Streich mit «Flora», die nun inhaltlich mit guter Live-Atmosphäre dem interessierten Publikum im Théâtre de Poche vorgestellt wurde.
Tonangebende Interaktion
Mit Jahrgängen von 1969 bis 1974 ist das Trio noch eher jung und knüpft musikalisch auch entsprechend an die aktuelleren Trends an. Nach eigenen Ausführungen ist ihre Musik im Bereich Live-Drum'n Bass und Ambient anzusiedeln, wobei stilistisch eine Art Energetic-Trance angestrebt wird. Im Vordergrund stehen nicht ausgeprägte Solopassagen der Triomitglieder, sondern intensiv miteinander gekoppelte Interaktion ist
tonangebend. Im Bereich der Improvisationen, für die vor allem Tomas Sauter zeichnet, wird im Bereich des sehr satten und ausgewogenen Sounds reichlich getüftelt. Insofern werden auch die elektronischen Möglichkeiten aus dem DJ-Bereich wie etwa Lowpass Filter, Ringmodulator und Loops herangezogen und weidlichst ausprobiert. Allerdings artet damit die Melodieführung nicht in eine reine Effektgerätedemonstration aus, die
Effekte werden sehr sorgsam und äusserst gezielt eingesetzt, um den in sich eher einfach strukturierten Grundthemen eine doch beachtliche eigenständig wirkende Ausgestaltung zu verleihen. Der Rhythmus ist getreu dem Drum'n-Bass-Prinzip intensiv und pulsartig aufgebaut, womit in gewisser Hinsicht eine repetitive Wirkung erzielt wird. Allerdings versteht es Christoph Staudenmann ausgezeichnet, immer wieder geschickte Variationen
einzubringen, sei es im Pulsablauf oder in der Gestaltung der Klangfarben. Dadurch erhält sein Spiel eine willkommene dynamische Note, die zum bisweilen sphärisch wirkenden Spiel von Tomas Sauter sehr gut kontrastiert. Nebst seinen erwähnten Soundtüfteleien bietet Tomas Sauter nicht nur ein grundsolides und ebenfalls variantenreiches Gitarrenspiel, sondern zeigt sich gerade auch bei seinen gut strukturierten Improvisationen sehr finderisch. Löblicherweise verzichtet er fast gänzlich auf allzu ausladende Experimente, so dass er jederzeit musikalisch präsent ist und auf seine Mitmusiker entsprechend eingehen kann. Bindeglied zwischen den pulsierenden Rhythmen und sphärischen Sounds bildet das eher unspektakulär wirkende
E-Bass-Spiel von Urban Lienert. Mit seinem sehr präsenten und soliden Bassfundament vervollständigt er nicht nur das Interaktionskonzept, sondern steuert sehr viel zum eigentlichen Groove des Trios bei. Bei genauerem Hinhören entfaltet er ähnlich wie sein Kollege am Schlagzeug eine beachtliche Feindynmaik der kleinen Variationen, die eine gute Konstanz gewährleisten, ohne dass dabei aber lange Weile aufkommen würde. Zusammenfassend darf dem Trio eine durchaus gelungene CD-Taufe bescheinigt werden, zumal auch die Lokalität für einen sehr direkten und «ungefilterten» Kontakt zur Bühne sorgte.
Bieler Tagblatt / CH 18.03.02

 
Trance steht drauf - Jazz ist drin
Wieso sich ein Dozent für Improvisation immer mehr vom Solieren entfemt; weshalb sich eine Band an der elektronischen Musik orientiert, aber keine Computer benutzen will; und warumsich eine Gruppe den Begriff «Trance» in den Namen schreibt, ohne damit etwas zu tun haben zu wollen. Wir haben nachgetragt. Bei Tomas Sauter, Gitarrist und Kopt des Jazztrios Tranceactivity.
Tranceactivity? Klingt irgendwie wie die Kombi-Aktion einer Regionalbahn, dank der billiger mit der Eisenbahn zu einem Tanzanlass dritter Klasse fahren dart, wer noch jung und modern ist. Wenn jemand aber sein jazzverwandtes Musikprojekt Tranceactivity nennt, dann will er uns darauf hinweisen, dass hier einr zu Werke geht, der sieh den Launen der Gegenwartskunst nieht verschliesst, der sich nieht zieit, ungeniert mit der Moderne zu flirten.
Atmospharen statt Soli Beim kundigen Publikum lost das Namensfragment «Trance» indes eher Panik anstatt .Gwunder aus. Trance nennt sich nämlich jene künstlerisch dubiose Spielart des Techno, die man auf Compilations bei Ex Libris kaufen kann und die gerne an Messemodeschauen zu den Darbietungen irgendwelcher Magic-Dancers gespielt wird.
Mit diesem Zweig der Trance-Musik will Tomas Sauter, der Kopf und Gitarrist des Projekts Tranceactivity, allerdings nichts zu· tun haben. «Mit Trance ist in unserem Falle eine Musik gemeint, die nicht auf geschwätzigen Soli baut, sondern in erster Linie auf Atmosphären fusst. Dabei stünden ihm Projekte wie Autechre, Photek oder die düsteren Klangschichtungen von Massive Attack naher als Ex-Libris-Trance und das kundige Publikum atmet beruhigt auf.
Neuzeit-Musik statt Modern Jazz Vor vier Jahren noch, als Tranceactivity gegründet wurde, hatte sich die Band dem modernen Jazz-TrioSound verschrieben. Gitarre (Tomas Sauter;T 0 Y, Guitarthing), Bass (Urban Lienert; Manufactur) und Schlagzeug (Christoph Staudenmann; Brink Man Ship) streiften noch auf gut bevölkerten Boulevards durch die Jazzwelt.
Erst mit der Zeit lugte man auch in den Sperrbezirken vorbel,liess sich von Patterns der elektronischen Musik inspirieren, adaptierte diese ins Jazzhandwerk, und Sauter reicherte sein Gitarren-Inventar mit allerhand neuzeitlicpen Effektgeräten an.
Handwerk statt Computer Heute kreist die Musik von Tranceactivity urn Psychedelik, Art-Rock, Jazz und die repetitive Rhythmik heutiger Club-Musik; bleibt bloss die Frage, weshalb Sauter und seine Mannen nicht wirklich der elektronischen Musik· frönen: «Ich produziere selber Musik am Computer», sagt Sauter dazu, «doch im Gegensatz zu dieser konstruierten Musik gibt es bei Tranceactivity Improvisation und Interaktion. Es sind Musiker am Werk, die miteinander agieren. Wir bewegen uns an der Schnittstelle zwischen elektronischer und gespielter Musik und versuchen von beiden Seiten die wichtigen Parameter herauszudestillieren. KlangIich entsteht dabei eine Ästhetik, die eher in der elektronischen Musik anzusiedeln ist, der Zugang zur Musik jedoch kommt aus dem Jazz und der Improvisation.»
Energetik statt Improvisation Ausufernde Soli sind auf der angesprochenen CD «Flora» nur selten zu vernehmen. Ein Umstand, der für Sauter - immerhin Dozent für Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater·in Biel keine ungewöhnliche Entwicklung darstellt: «Ich entferne mich bei Tranceactivity vielleieht von der melodischen Improvisation, dafür stehen aber andere Parameter wie Spannungsbögen, Sounds und die Energetik im Vordergrund. Ausserdem lässt es sieh auch auf zwei Tonen improvisieren»,
Ein hübsches Pfllinzchen ist daraus erwachsen, kultiviert von einem Trio, das sich erfinderisch nach neuen Methoden der musikalischen Zuchtkunst umschaut.
Berner Woche / CH 7.-13.03.02


 
Mit Flora legt das Trio Tranceactivity um den Bieler Gitarristen Tomas Sauter bereits sein zweites Album vor. Diesmal ist das Ganze der Pflanzenwelt gewidmet, die Stücke heissen Chlorophyll, Fungus, Trees oder Weed, Kernstück des Albums ist jedoch die Plankton-Trilogie. Wiederum bewegt sich das Trio im Bereich des zeitgenössischen Jazz, raffiniert werden verzwickte Drum’n’Bass-Beats ins jazzige Ambiente eingeflochten und spannende Klangflächen konstruiert. Sauter arbeitet gerne mit Effekten und Loops, mit denen er das klangliche Repertoire der Trioformation dezent erweitert. Beeindruckend ist das Interplay mit der Rhythmusgruppe, die mit dem E-Bassisten Urban Lienert und dem Schlagzeuger Christoph Staudenmann hervorragend besetzt ist. Sauter seinerseits überzeugt mit variantemreichem Spiel und gutem Geschmack für Sounds. leider wird das Trio momentan kaum live zu erleben sein, ist doch Sauter für ein Jahr nach New York emigriert. Bewertung: Vier von fünf möglichen Achtelsnoten: “unbedingt reinhören”
Jazztimes / CH 01/2003


Pour ce second opus, le jeune guitariste Thomas Sauter nous convoque à un régénérant bain musical. Il est entouré d’Urban Lienert à la basse et de Christoph Staudenmann à la batterie avec qui il développe un sens aiguë de l’équilibre.
Les compositions sont pour la plupart du guitariste. Le trio déploie une palette de sons étendue qui puise sa richesse dans un alliage de musiques électroniques et acoustiques. La fluidité est telle qu’on a parfois l’impression d’être en présence d’instruments soufflant.
Inspiré respirant, ce trio sait jouer des silences et ciseler une belle matière sonore. Artistes à suivre...
Jazzbreak.com / F, 2003


Flora del trio Tomas Sauter Tranceactivity (Altrisuoni) è un ottimo album di un gruppo svizzero forse poco noto (aveva comunque già pubblicato un CD per la Brambus Records) ma decisamente interessante.
I tre si concentrano nell’esplorazione della parte più sperimentale associata alla groove music (che loro chiamano trance activity). I brani emergono da piccole intuizioni, spesso più legate ai timbri e alle manipolazioni ritmiche che non alle componenti tematiche. Il chitarrista Tomas Sauter non è certamente un mostro di tecnica, ma sa usare bene tutte le sue capacità per governare un suono che da minimale spesso si fa impetuoso e aggressivo, per poi tornare ad essere quieto e pensoso, immerso nei loop e nelle stratificazioni ritmiche che non si vergognano di prendere a prestito piccoli rumori e grumosità pescati nell’ambiente circostante.
Il bassista Urban Lienert e il batterista Christoph Staudenmann formano una copia molto affiatata, capace di fornire la giusta circolarità al ritmo, con un approccio che spesso fa pensare alle coppie più affiatate della musica drum ‘n’ bass. I dodici brani sono per la maggior parte composti dal chitarrista, ma non mancano due composizioni scritte dal batterista e quattro accreditate al gruppo. Da tenere d’occhio.
All About Jazz / I, 2003


Les choses sont claires tout de suite, c’est le guitariste le patron, il fait tout le travail. Et ce travail évoque irrésistiblement celui de Pat Metheny, avec un certain amour du joli son et un mélange sans solution de continuité de guitare acoustique et de sophistication électronique. Réticent d’abord, je me suis laissé emporter par l’élan, la sincerité, la qualité de jeu, la capacité du trio à se renouveler de morceau en morceau et à construire le disque. Ils alternent des morceaux mélodiques, joués avec une rigueur proche de celle d’interprètes classiques au service d’une oeuvre, et des morceaux improvisés plus courts, presque bruitistes. Si la recette n’est pas nouvelle, elle fonctionne ici à merveille.
Improjazz / F, 22.05.03

 
Der erste Teil des Titels der CD ist treffend gewählt: Der monoton-nervöse Rhythmusteppich á la Drum’n’Bass, die dazu im Kontrast stehenden tiefkühlen Bassgrooves, die psychedelisch-epischen Verzerrungen der Stromgitarre: All dies kann uns in Trance versetzen. Und ist insofern zeitgemäß exakt auf dem Punkt. Wir brauchen heilende Ritualmusik, die uns von unserem Intellekt befreit. Wenn simple, aber effektive Verzahnung zu einem integrierten Ganzen führt, dann können wir sogar auf herkömmliche “Virtuosität” verzichten, die doch immer wieder einer solchen Einheit im Wege steht. Und: Diese Art von Monotonie hat nichts mit langweiliger Einfallslosigkeit zu tun. Deshalb hat man neben “klassischen” Jazzrock-Passagen auch nette kleine Themen eingestreut, richtig zum Mitsingen, teilweise auch zum Entspannen. Und das ganze mit viel Improvisation gewürzt. Vielleicht erklärt das den zweite Teil des Titels der CD: Flora. Monotonie der Trance gegen pflanzlich-musikalisches Wuchern? Aha, deswegen die Grassamen in der Juwelbox!
Geocities.com, Stubenrauch / CH, 11.02

 
Da dieses Ensemble Ambient-Sounds mit Drum & Bass und Jazzelementen kombiniert, fand es für sich den Stilbegriff des Energetic-Trance-Jazz. Tomas Sauter und seine Band Tranceactivity entwickeln dabei ein eigenständiges musikalisches Vokabular. Ihre Musik ist eine erfrischende Mischung aus Improvisation und Komposition, die Sounds reichen von Ambient über Minimal Pattems bis zu Industriegeräuschen...
Swiss Music News / CH, 29.08.03

 
Trancejazz – innovativ und dynamisch
Mit ihrer trendigen lazzkonzeption, die live gespielte Musik geschickt mit Samples, Drum'n' Bass-und Ambient-Rhythmen verknüpft, tritt das Trio um den jungen Bieter Gitarristen Tomas Sauter am kommenden Samstag in der qltner Vario Bar auf.
Indem zu einem Standardwerk gewordenen «Grossen Jazzbuch» des verstorbenen deutschen Jazzpapsts Joachim-Ernst Berendt wird Jazz ab 1980 als «postmoderner Jazz» ausgewiesen. Diese grobe Klassifikation, die gerade wegen ihrer Einfachheit verwirren mag, kann für einmal anhand eines Schweizer Gitarrentrios (was hierzulande auch eher eine Seltenheit ist) konkretisiert werden. Denn die Musik von Tomas Sauter Tranceactivity, weIche der Verein Jazz in Olten am Samstagin derVario Barpräsentiert,folgt im weitesten Sinne dem Credo der Postmoderne: «anything goes».
Nicht der Tradition verpflichtet Tomas Sauter (Gitarre, Loops), Urban Lienert (E-Bass) und Christoph Staudenmann (Drums, SampIes) sind drei junge Musiker -keiner ist über 32 Jahre alt -, die bestens ausgebildet sind und die Jazzgeschichte kennen. Doch sie alle waren es müde, die abgetrampelten 'Pfade derTradition(alisten) weiterzugehen, so wie es viele ihrer Berufskollegen, tun. Die Interpretation von Standards nach konventionellen Mustern (Thema -Solo -Thema) oder von «standardadaptierten Eigenkompositionen langweilt. Vielmehr haben sich die drei mit der konmerziellen Pop und Dancemusik der jahrtausendwende auseinandergesett, haben die Schnittstelle zwischen akustischer und elektronischer, cotmputergenerierter Musik gesucht und erforscht.
Der Bandname «Tranceactivity» ist somit durchaus programmatisch zu verstehen. Stilistisch könnte die Musik
von Sauters innovativem Trio als Live Drum 'n' Bass und Ambient bezeichnet werden - auch wenn die Basis nach wie vor der Jazz bildet. Jedenfalls hat man sich von langen geschwätzigen Einzetsoli abgewendet. Niemandem muss mehr bewiesen werden, dass man technisch versiert ist.Vielmehr stehen Interplay, Kollektivimprovisation, weit angelegte Spannungsbogen von hoher Intensität oder atmosphärische Klangbilder im Zentrum. Da kann ein Tune seinen Charakter und seine Struktur auch einmal über einen Sound oder ein einfaches, endlos wiederholtes Pattern (anstelle einer konventionellen einprägsamen Melodie) erhalten. Neben den verdichteten Grooves im Grenzbereich zwischen Konserve und live gespielter Musik bleibt eine ausgeprägte
Dynamik aber stets erhalten. Beeindruckend ist, wie insbesondere Sauter dank den Live-Gitarrenloops für Mehr
stimmigkeit sorgt und wie ungezwungen Staudenmann den Computer einsetzt und dadurch für anregende Poly
rhythmikbürgt, die jedoch derTanzbarkeit der Musik keinen Abbruch tut.
Äusserst konstruktiv Analysiert man die Hintergründe und Ideen der Konzeption von Tranceactivity, so werden die zahlreichen Bezüge zu Epochen der Jazzgeschichte deutlich und in diesem Sinne kann auch von postmodernem Jazz gesprochen werden. Kollektivimprovisationen erinnern an New Orleans, Mingus, Freejazz; die langen Spannungsbogen ohne exzessive Soli an die Zeit des Cool Jazz; das repetitive für Einpräg
samkeit sorgende Element an den Hardbop/Souljazz.
Ein derartiger Umgang mit der Jazztradition ist in einer Zeit, in der der Neokonservativismus die Jazzszene dominiert äusserst konstruktiv und begrüssenswert und man darf das samstägliche Konzert, der übrigens bereits seit drei Jahren existierenden Band, mit Spannung erwarten.
Oltener Tagblatt / CH, 12.01

 
Atmosphärische Klangbilder mit Sogwirkung
Mehr Grooves und· Elektronik: „Tranceactivity“ ist alles andere als ein klassisches Gitarrentrio.
„Tranceactivity“ besteht aus Musikern, die ihr Handwerk an der Jazz Schule Luzern gelernt haben: Doch bei Tomas Sauter (guitar, loops), Urban Lienert (bass) und ChristophStaudenmann (drums; electronics) ist vom Jazz nicht mehr viel übrig geblieben. Das Trio gibt im Kulturwerk l18 das letzte Konzert in der Reihe Megaphon,die in diesem Herbst mit Bands wie Erik Truffaz, Kubus oder Manufacrur für einige Höhepunkte gesorgt hat.

Schon immer mit einem grossen Anteil «Space» versehen, hat sich die Musik von Tranceactivity neuerdings noch deutlicher auf Sounds, Grooves und Moods ausgerichtet. «Zumindest im Proberaum experimentieren wir zurzeit mit ziemlich ausgefreakten Sachen», sagt Tomas Sauter. Er selber hat begonnen, mit Ringmodulator und anderem DJ Equipment zu arbeiten. Und auch der Schlagzeuger Christoph Staudenmann bringt in jüngster Zeit elektronische Zutaten ins Spiel.
Die Musik von Tranceactivity entfaltet sich in betont Trancemässigen Stücken, in denen Drum-'n'Bass-Rhythmen und andere Grooves die Kicks angeben. Die Musiker verzichten auf ausgedehnte Soli. Stattdessen erzeugen sie im Kollektiv atmosphärische Klangbilder mit gutem Sog.
Ihre erste CD ist letztes Jahr auf Brambus erschienen.
Luzerner Zeitung / CH, 12.99