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Tomas Sauter/Daniel Schläppi/Jorge Rossy

«Diese Klänge sind mild, luftig und wunderschön ohne Störfaktoren. Das eidgenössische Bass-Gitarre-Duo Daniel Schläppi und Tomas Sauter, ergänzt um den aus Bands von Brad Mehldau und Carla Bley bekannten spanischen Schlagzeuger Jorge Rossy, ergibt ein ideales Trio des Wohlklangs voller subtiler Finesse. ‹Wonderland› hiess vor zwei Jahren ihr berückendes Debüt, das sie nun auf gleicher Höhe fortsetzen. Unbeflissen, souverän und in ausgewogener Spielkultur improvisieren sie eng verschränkt ohne die Räume zuzustellen über 14 Eigenkompositionen. Sau-ter mal auf der elektrischen, mal auf der akustischen Gitarre, Rossy als dezenter Meister der Nu-ancen und Schläppi mal dunkel aus dem Hintergrund steuernd, mal als Solist: hinreissend.»
Ulrich Steinmetzger, Leipziger Volkszeitung / D, 30.11.2013


«Gitarre, Bass, Drums und jede Menge Spielfreude. Das sind die Zutaten von Tomas Sauters, Daniel Schläppis und Jorge Rossys neuem Album ‹Perceptions›. Die einzelnen Stücke sind immer mal wieder durch kürzere Intermezzi (Passagen) miteinander verbunden. Den Auftakt macht das leicht beschwingte und melodiebetonte Stück ‹Fritz›, das durch eine wunderschöne elektrische (aber clean gespielte) Gitarre getragen wird. Bass und Percs schmiegen sich geradezu an. ‹El Paso›, Track 2 des Album beginnt virtuos und deutlich weniger zugänglich mit einem akustischen Gitarrenintro, das von einer fingerfliegend schnell gespielten Akkord-Schlacht abgelöst wird. Das Schlagzeug treibt hier den Groove voran, der Bass ist stets auf den Punkt, nimmt sich jedoch meist zurück. Natürlich nur bis zu seinem Solo-Part.
Diese beiden ersten Stücke und ihre Unterschiedlichkeit sind repräsentativ für das gesamte Al-bum. Es brechen hier und da immer mal wieder verschiedene Genres durch die jazzige Oberfläche und geben ‹Perceptions› dadurch eine bunt gefärbte Tiefe. Ob Blues, Latin, Western Music, Swing oder Pop/Rock, wer genau hinhört, wird bestimmt auch noch mehr als das finden.
Ein Album, das Entdecker sucht.»
Nico Steckelberg, Hoerspiegel / D, 24.11.2013


Prädikat: K K K K K … Nicht zu toppen
«Tomas Sauter an der Gitarre, Daniel Schläppi am Bass und Jorge Rossy an den Drums ‒ das ist die wunderbare Besetzung des Albums ‹Perceptions›, das im November 2013 auf dem Label CATWALK erschienen ist. Das Trio machte bereits 2011 mit seinem Debüt-Album Wonderland auf sich aufmerksam, ein Tonträger, der von der Fachwelt ausgesprochen positiv aufgenommen wurde. Vor allem für Gitarren-Aficionados bieten die drei Musiker nun auch in ‹Perceptions› aus-gesprochen leichtfüssige und bemerkenswerte Arrangements.
‹Perceptions› deutet auf die Dichte und Fülle der menschlichen Wahrnehmung hin. Beeindru-ckend ist vor allem das virtuose Spiel der Musiker. Die Kompositionen indessen erweisen sich in allen Tracks als ausgesprochen gehaltvoll, sie treiben trotz ihrer Einfachheit nie ins Triviale ab und tragen bisweilen einen fast balladesken Charakter.
Schläppi ist ein international renommierter Bandleader und ein Jazz-Musiker der Extraklasse. Auch die beiden kongenialen Kollegen in ‹Perceptions›, Rossy und Sauter, sind bekannt für ihre ausgesuchten und inspirierten Aufnahmen. Sauter und Schläppi haben bereits eine Reihe Konzerte im Duo gespielt und zwei gemeinsame CDs herausgebracht.
Jorge Rossy ist ein Ausnahmemusiker ‒ seine rhythmische Originalität kann man nur mit dem Prädikat ‹unverwechselbar› bezeichnen. Das Zusammenspiel der Musiker gestaltet sich auf die-sem Tonträger immer kompakt und intelligent, der Hörer vermag gewissermassen diesen ganz speziellen Bandsound schon nach kurzer Zeit intuitiv zu lesen, ohne dass hierdurch irgendwann Stereotypen erzeugt würden. Das ist an sich eine grossartige Leistung. So perlt das Interplay durch Stile und Formen, entwirft ein breites Spektrum von Variabilitäten, wobei das oft anspruchsvolle Material erstaunlich federleicht umgesetzt wird.
Das zentrale Tanzmotiv setzt gleich in den ersten Takten ein, Fritz lässt an Folk- und Westernmu-sik denken. El Paso widersetzt sich dem Klischee des Opernballs, das Stück The Big Decent atmet einen ruhigen und tiefen Bluescharakter, der sich dem Hörer aber nie anbiedert. Die Klangarchi-tektur dieser Aufnahmen nimmt einen von Anfang bis zum Schluss in Bann. Im Titelstück ‹Per-ceptions› präsentieren Schlagzeug und Bass und Gitarre in gemeinsamer Durchführung ihren erst-klassigen Sound, bieten betörende Harmonien und Improvisationen, die lange im Ohr bleiben.
‹Perceptions› schafft einen grossartigen Klang, auf dieser Platte ist Daniel Schläppis Handschrift ebenso zu spüren wie das musikalische Inspirationsvermögen von Tomas Sauter und Jorge Rossy, den kongenialen Kollegen. Es ist eben das Trio, das harmonisierende Zusammenspiel der Drei, das den Charme dieser Scheibe ausmacht. Das besonders Faszinierende dieses Albums aber ist die Tatsache, dass sich die drei Virtuosen nicht eitel im Handwerklichen verlieren, sondern über ihr Können hinaus und immer auf dieser Grundlage neue Klangräume erschaffen.»
Jo Balle, Kultura Extra / D, 24.11.2013


«Die beiden Schweizer Tomas Sauter (g) und Daniel Schläppi (b) und der spanische Drummer Jorge Rossy (bekannt aus dem Brad Mehldau Trio) schliessen mit dieser CD an ihr viel beachtetes Debüt ‹Wonderland› (2011) an, wobei zunächst die Tonqualität und die Luftigkeit der Interpretation auffallen. Es beginnt mit etwas Americana-Flair, dann kommt ein schneller Walzer, dann ein bluesiger Shuffle und so weiter – all das mit feinem Gespür für Groove, aber ohne ‹Draufdrücken› gespielt. Wenn Sauter von der elektrischen an die akustische Gitarre wechselt, bekommt die Musik einen Schuss Ry-Cooder-Feeling und scheint plötzlich direkt aus dem amerikanischen Süd-westen zu kommen. Rossy, der sonst zurckhaltend agiert, gibt dem Titeltrack ‹Perceptions› Feuer unterm Hintern, Schläppi zeigt einmal mehr, was für ein subtiler und kollegialer Bassist er ist. Ein Gitarrentrio der besonderen Art.»
Martin Schuster, Concerto A / 02.2014


«Nach langjähriger Duo-Arbeit haben sich Tomas Sauter und Daniel Schläppi mit dem Schlagzeuger Jorge Rossy zusammengetan, wovon bereits eine CD kündet. Das zweite Album bietet eine Fortsetzung an exemplarischem Interplay. So wie der Titel vielfältige Wahrnehmungsmög-lichkeiten voraussetzt, so variabel agiert das Trio. Alles fängt ganz harmlos an, wenn der Kontra-bass getragen den Melodielinien der Gitarre folgt. Doch dann werden die Melodien verziert und ausgeschmückt, mit Improvisationen versehen: eine neue musikalische Welt tut sich auf. Die bei-den Schweizer Tomas Sauter und Daniel Schläppi, von Jorge Rossy rhythmisch unterstützt, be-wegen sich stilsicher in diesen Gefilden zwischen Jazz und Klassik, zwischen Folk und Blues. In intimen Dia- und Triologen werden Sauters Kompositionen (jeweils eine haben die beiden Mit-streiter beigesteuert), präsentiert, allseits Wohlgefühle auslösend. Wenn der kammermusikalische Rahmen allerdings aufgebrochen wird, Gitarre und Bass sich aneinander reiben, kommt Spannung auf. Schläppi glänzt mit Glissandi und anderen Basskunststücken, Rossy mit subtiler Besenarbeit. Einzelne ‹Passagen› genannte Improvisationen bilden sinnige Überleitungen zu den einzelnen Stücken, die allesamt ein organisches Ganzes bilden.»
Jazzpodium / D, 02.2014


«Nach ihrem Erstlingswerk ‹Wonderland› (2011) kommt nun das neue, abendfüllende, gemein-same Album von Gitarrist Tomas Sauter, Bassist Daniel Schläppi und Schlagzeuger Jorge Rossy – ‹Perceptions›.
Auffällig daran ist zunächst mal das bewusst behäbige Tempo des immerhin 14 Songs langen Sets. Erdig, organisch und bis zur Oberkante angefüllt mit Wärme und Wohlbehagen macht sich das Trio auf, dem allzu oft viel zu unterkühlten mitteleuropäischen Jazz seine Seele zurück zu geben.
Stilistisch arbeitet das Trio immer wieder auch ohne Berührungsängste zu Singer/Songwriter oder Folk, was dem Song übergreifenden Sound von ‹Perceptions› bei aller Akkuratesse im musikali-schen Bereich einen sehr griffigen, nachvollziehbaren und glaubhaften Charakter verleiht, der insbesondere für in der Regel Kopf gesteuerte Musikgenres wie Jazz immer wichtiger wird.
Gefühlt geht die erdverbundene Spielweise und die unausgesprochene Chemie von Tomas Sauter, der das Material zu ‹Perceptions› schrieb, und Daniel Schläppi und Jorge Rossy hier sogar soweit, dass tatsächlich immer wieder ein Soul-Gefühl aufkommt, das bis zum letzten Song zarten Be-stand hat und zwischendurch immer mal wieder an Fahrt aufnimmt.
Die Haptik und Optik des Albums ist ganz diesen Klangfarben und dem beseelten Inhalt von ‹Perceptions› angeglichen – ein gerade in Zeiten von immer namenloser werdender Musik im Zeichen von Download, mp3, iPod, Streaming und Cloud ein wichtiger Bestandteil des kleinen, feinen und gerade wegen seiner natürlichen Ruhephasen alle Sinne schärfenden Gesamtkunstwer-kes ‹Perceptions› von Tomas Sauter, Daniel Schläppi und Jorge Rossy.
Produziert hat das neue Album der Drei übrigens Jazz-Routinier (alle drei haben eine langjährige, erfolgreiche Historie im internationalen Jazz-Geschäft) Gérard de Haro in den legendären franzö-sischen La Buissonne-Studios.
Das Schweizer Trio Tomas Sauter, Daniel Schläppi und Jorge Rossy legt mit ‹Perceptions› nach ihrem Debütalbum als Trio ‹Wonderland› noch einmal eine Schüppe nach: Organischer, in sich ruhender, tief beseelter Jazz der Extraklasse, der völlig ohne jede Attitüde oder aufgesetztem Pseudo-Zeitgeist auskommt und in seiner erdigen Tiefenentspanntheit oft mehr an Soul als an Jazz erinnert – zum Heulen schön, das.»
Holger S. Jansen, Soultrainonline / D, 06.2014


«Ecco una magnifica sorpesa che ci viene offerta da questo stupendo trio composto dal chitarrista Tomas Sauter, dal contrabbassista Daniel Schläppi e dal batterista Jorge Rossy. La loro musica é fresca, accattivante e intrisa di una buona dose di intimità. I brani del disco si susseguono pi-acevolmente e le improvvisazioni non scadono mai nelle trappole di quella banalità he spesso conducono alla noia. Tre ottimi musicisti che producono vera arte.»
Fonoteca Swiss Jazz News / CH. 25.02. 2014


«Frühlingstag, Wunderland
Die Musik des Gitarristen Tomas Sauter und des Bassisten Daniel Schläppi ist von einer Art, dass sie leicht übersehen oder überhört wird. Das liegt an ihrer Qualität. Sie drängt sich keinem auf, springt niemandem, wham bang, ins Gesicht. Kein Zufall, dass die beiden gleich bei ihrer ersten Zusammenarbeit, dem Album ‹Indian Summer› (2006), eine naturbezogen jahreszeitliche Metapher als Titel und einen Blütenzweig als Cover wählten. Sauter/Schläppi geht es ums Organische, um eine Kunst, die eher gewachsen ist als gemacht. Nimmt man sie wahr, scheint es, als wäre sie schon immer da gewesen, wie ein Stück Landschaft, das durch den besonderen Ausschnitt zur Kunst wird. Was, versteht sich, nur die halbe Wahrheit ist. Die andere besteht aus Arbeit, Erfindung, Technik, Erfahrung. In Sauters Gitarrenspiel schwingt die ganze Geschichte der Gitarre, inner- und ausserhalb des Jazz, von schnellfingerigen swingenden Pizzicati aus der Linie Charlie Christian-Wes Montgomery-John Scofield über versponnen Lyrisches aus der Schule Jim Hall-John Abercrombie-Bill Frisell (zumal die Folk-Einsprengsel des letzteren gleissen wiederholt auf), bis, selbstverständlich, zu Querschlägen und Elektrolandschaften in memoriam Jimi Hendrix.
Und doch ist, in seinen Kompositionen, in seinem Spiel, Sauter immer ganz himself. Nicht anders als Schläppi, der sich, ein Kuriosum, in seiner Musik ebenso mit Fundamentalem befasst wie ausserhalb (er ist promovierter Historiker, Fachgebiet: ältere Schweizer Geschichte). Den beiden ist in diesem Jahr ein besonders poetisch blühendes Duo-Album geglückt, ‹First Day in Spring›, eine subtile, behutsame Folge von ‹Stücken nach der Natur›, durchsetzt von kleinen Anekdoten. Und soeben haben sie die intime Introspektion ins Trio geweitet, durch den Zuzug des Drummers Jorge Rossy, dessen nerviges und feines Schlagzeug wir von der Zusammenarbeit mit Brad Mehldau kennen. Eine wunderbare Scheibe, mit Kabinettstücken wie der ‹Giant Steps›-Travestie ‹Minor And Major Steps› und, mir besonders lieb, herzergreifend Balladeskem. World class made in Switzerland.»
Peter Rüedi, Weltwoche, 27.10.2011

Wunderschöne Fortsetzung des Frühjahrs-Vergnügens
«Kein Jahr nach der wunderschönen Duo-CD ‹First Day In Spring› ist zum Sauter/Schläppi-Duo nun Jorge Rossy gestossen, um für eine nicht minder wunderschöne Fortsetzung des Frühjahrs-Vergnügens zu trommeln. Weit weg von seinen Tranceactivity-Aktivitäten auf ‹Findling› (auch schon 2011) produziert der Bieler Tomas Sauter mit den Seinen in der Tat ein ‹Wonderland›, wie es Gitarren-Aficionados sich nicht schöner wünschen könnten. Es fängt an in dem langen, langsamen ‹The Samt But Not The Same›, einem Paradebeispiel dramatisch klugen Aufbaus und endet in dem akustischen ‹Petit Dance›, der, obwohl gar nicht so simpel, gar nicht mehr aus dem Gehörgang will. Dazwischen lauter Preziosen, die elegante, nie kühle Diktion in ‹Eos› mit langen, meisterhaft von gebrochenen Akkorden durchsetzten Linien, in denen alles durchdacht aber nie zerdacht. ‹Blue Demon› wird zwischen treibenden Flageoletts und wohldosiertem Einsatz klangerweiternder Mittel eine Mini-Exkursion durch die Geschichte der nichtklassischen Gitarre. ‹No Sleep Till Wonderland› ist 2/3 Sauter und 1/3 Frisell; ‹First Day in Spring› ist ein hauchzartes, hinreissend schönes Trio-Remake des Titelstücks des Duo-Albums. Als Pendant zu den improvisierten ‹Anecdotes IV‒VI› hier drei ‹Crossings›, je ein Feature fürs Duo, für Rossy und für Schläppi. ‹Minor And Major Steps› nutzt das Prinzip Giant Steps lediglich als Folie für eine perfekten Neobop-Chaser; und ‹Puiki› bietet noch einmal federleichten Swing für eine weitere wunderschöne Ballade. ‹Wonderland› ‒ ein Wunderland.»
Alexander Schmitz, Jazzpodium / D, 12.2011

«Neue Dimension ... hochklassig»
Jazzthetik / D, 12.2011

«Im Trio noch atmosphärischer
Die beiden Berner Jazzer Tomas Sauter und Daniel Schläppi bilden seit Jahren ein symbiotisches Klanggespann, das sich der Suche nach schönen Sounds und dem perfekten Klang verschrieben hat. Als Duo spielten der Gitarrist und der Bassist – beide auch sonst viel beschäftigt – bereits zwei CDs ein. Nun haben sie den Aufbruch gewagt und sich mit Drummer Jorge Rossy zum Trio erweitert. Und der katalanische, in Basel unterrichtende Schlagwerker – bekannt etwa vom Brad Mehldau Trio und Aufnahmen mit Chick Corea oder Danilo Perez – wirkt als Katalysator. Der balladesken, entschleunigten Musik des Berner Gespanns gibt er nicht nur ein rhythmisches Fundament, er verleiht ihr eine atmosphärische, gleichsam fassbare Körperhaftigkeit.»
Radio DRS Kulturtipp, Nr. 25, 11.2011

Wonderland
«Der Titel beschreibt trefflich die Orte, an die diese wundervolle Musik entführt. Das Schweizer Gitarre-Bass-Duo Sauter/Schläppi hat in der Vergangenheit auf seinem eigenen Label Catwalk durchweg berückende CDs von hoher Klang- und Spielkultur vorgelegt und kommt nun mit dem einstigen Brad Mehldau-Schlagzeuger Jorge Rossy auf einem neuen Gipfel an. Was sie zu dritt an Atmosphären zaubern, mutet so souverän leicht an, dass die handwerklichen Finessen der Instrumentalisten wie selbstverständlich in einem grossen linden Fluss aufgehen. Wohlfühlstimmung von weitem, nie banalem Format wächst so, kontemplative Musik, die mal verstärkt, mal rein akustisch, mal mit angezogenem Tempo, mal balladesk relaxt nicht nur Gitarrennerds einlädt zum Versinken.»
Leipziger Volkszeitung, 12.2011

«Der Schweizer Tomas Sauter ist einer jener jungen Gitarristen, die diesen zeitlosen, unverstellten, ja: fast spröden Ton pflegen. Beim Studium mit John Abercrombie lernte Sauter das Mehr des Weniger kennen, die Transparenz und Leichtigkeit überzeugender Phrasierungen im Dialog mit gerade einmal ausreichend Akkordstruktur, um Kompositionen schlüssige Gerüste zu bauen. Doch Sauter kann mehr: flirrende Dissonanzen und angezerrte Echoriffs so lange in den Raum stellen, bis sie sich zu atmosphärischen Soundbildern verdichten. Schwärmt hier jemand? Jawoll, und zwar so unverschämt, dass er fast Daniel Schläppi und Jorge Rossy unterschlagen hätte, den Motor dieses ungemein attraktiven Trios. ‹Wonderland› hat herzzerreissende Balladenmomente zu bieten, nervöse Uptemporocker und überraschende Akustikpreziosen – und Nichtgitarristen dürfen das Album ungestraft auch einfach nur schön finden.»
kulturnews.de / D, 11.2011

Betörend leichtfüssiger Tanz durch die Genres
«Aller guten Dinge sind drei. Offenbar lautete so der Vorsatz des Schweizer Gitarristen Tomas Sauter für 2011. Drei CDs hat er in diesem Jahr herausgebracht – und die letzte ist so etwas die Krönung seiner ungewöhnlichen Veröffentlichungstaktik. ‹Wonderland› zieht gewissermassen die Summe aus den beiden vorangegangenen Sauter-CDs in diesem Kalenderjahr. Zeigte sich der Eidgenosse auf der Einspielung ‹Findling› noch als Klangforscher mit Sinn für Loops, Resonanzfilter und Ringmodulatoren, so schlug er mit der feinnervigen Duo-Aufnahme ‹First Day In Spring› den Weg ein, der direkt zu ‹Wonderland› führt.
Hier wie da ist Kontrabassist Daniel Schläppi der verlässliche Komplize des wandlungsfähigen Gitarristen. Hinzu kommt nun Schlagzeuger Jorge Rossy, der für die Trio-Konstellation als langjähriger Partner von Brad Mehldau bestens qualifiziert ist. Sauter, Schläppi und Rossy durchmessen bei ihrem Trip durchs Wunderland die verschiedensten Gefilde. Swingender, melodiös eigenständiger Gitarren-Trio-Postbop gehört zum Exkursionsgebiet genauso wie der akustische Kammerjazz eines Ralph Towner, vor Jimi Hendrix wird sich mit flirrenden Flageoletts verbeugt, und sogar John Coltrane erfährt mit einer höchst eigenständigen Bearbeitung von ‹Giant Steps› eine Huldigung.
Das grösste Wunder ist aber, wie selbstlos sich die drei Instrumentalisten in den Dienst der Musik stellen. Die mag harmonisch und metrisch stellenweise höchst komplex sein – aber das Ergebnis ist kein Eierkopfjazz, sondern ein betörend leichtfüssiger Tanz durch die Genres.»
Josef Engels, Rondomagazin / D, 07.01.2012


«Kammermusikalisches Jazzereignis … den europäischen Jazz manifestierendes Werk»
Westzeit / D, 11.2011

 Gekonnte musikalische Bewusstseinserweiterung
«Zeitlos schönes musikalisches Wunderland […] ‹Wonderland› haben Tomas Sauter, Gitarre, Daniel Schläppi, Bass, und Jorge Rossy, Drums, ihr Album betitelt. Das Wundersame und Wundervolle liegt in dem freien Lauf der musikalischen Intuition, aus dem ein Bandsound und ein Zusammenspiel wie aus einem Guss entstehen. Bei diesen drei Schweizern hört man, wie in der Zurücknahme des eigenen Egos im Kollektiv etwas unaufdringlich Souveränes wachsen kann. Keine virtuose Kraftmeierei ist hier am Werk, die drei entschweben zusammen in ein atmosphärisches Wunderland des Jazz mit trancigen Tönen. Das ist gekonnte musikalische Bewusstseinserweiterung.»
Michael Seyfert, Kulturradio rbb / D, 10.01.2012

In diesem Ausmass seltene künstlerische Selbstbestimmung
«Die bislang letzte CATWALK-Produktion ist ‹Wonderland›, auf welcher mit dem langjährigen Schlagzeuger von Brad Mehldau, Jorge Rossy, erstmals ein grosser internationaler Name für eine CATWALK-CD verpflichtet werden konnte. […]
Es ist faszinierend, wie nachhaltig sich die Musik des Zweigespanns Sauter-Schläppi durch die Hinzuziehung von Jorge Rossy verändert hat. Die Formel, die ‹Wonderland› zugrunde liegt, ist nicht zwei plus eins, sondern drei, wobei drei für ein Trio steht, in dem der Bass vom intim flüsternden Gesprächspartner zum rhythmischen Rückgrad der Band mutiert ist, die sich wiederum ‹gitarrenlastiger› anhört.»
Jazz’n’more / CH , 01.2012