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Tomas Sauter "Double Life"

Der Bass schlägt wie das Herz
Der 1974 in Zürich geborene Jazzmusiker Tomas Sauter ist uns bisher vor allem als Gitarrist begegnet – beispielsweise im Duo mit dem Bassisten Daniel Schläppi. Gitarre unterrichtet er denn auch an der Hochschule der Künste in Bern. Seine zweite Liebe gilt indes dem elektrischen Bass. Mit ihm präsentiert er sich auf seiner jüngsten Produktion als Leader. Das Album «Mind Reader» hat er im Quartett mit dem kalifornischen Trompeter Ralph Alessi, der mit «Quiver» gerade sein ECM-Debüt gegeben
hat, mit Luzius Schuler an den Keyboards und Dominik Burkhalter am Schlagzeug vorgelegt. Bei den zehn Stücken des Albums handelt es sich um Kompositionen Sauters oder um – meist sehr kurze –Improvisationen des Quartetts. Die Musik erinnert an den Fusion-Jazz der frühen siebziger Jahre. Sie holt
auch Leute ab, die keine eingefleischten Jazzfans sind. Das liegt zum einen an den prägnanten Bass-Riffs – Sauter legt sich nicht als Solo-Virtuose ins Zeug, sondern spielt meist Ostinato-Figuren im Dienst der Sache –,zum andern an der gelassenen Freude, mit der Luzius Schuler auf dem Fender-Rhodes-Piano spielt. Wir hören satte Grooves und schwebende Collagen, wir freuen uns am Fünfvierteltakt des Titelstücks und den «Bendings» von Tomas Sauters Bass. Und über all dem liegt Ralph Alessis an Miles Davis erinnernde Trompete. Wunderbar! (pap.)
NZZ am Sonntag / CH 13.3.2016 
Der Schweizer Gitarrist, Komponist und Bandleader Tomas Sauter führt jetzt auch "offiziell" ein Doppelleben, hat er doch den E-Bass als für ihn wesentliches Instrument "entdeckt" und als Ergebnis seiner Erkundungen mit seinem Quartett die Aufnahme "Double Life" veröffentlicht. Mit seinem Landsleuten, dem Keyboarder Luzius Schuler (an dem Fender Rhodes) und dem Schlagwerker Dominik Burkhalter und Ralph Alessi als ergänzendem Melodieführer an der Trompeter (in der finalen "Deep Conversation" ebenfalls am E-Bass) hat Sauter herausfordernde Mitreisende für seine Kompositionen in den Bandwaggon geholt, in dem der Klang der Fender Rhodes von Luzius Schuler die Richtung bestimmt. Man darf sich wohlig an jene damals revolutionäre Jazz-Zeit der Trompeten-Ikone erinnern, wie sie etwas der brodelnde Sound der "Bitches Brew" damals hervorrief, der heute nach wie vor einen frischen Eindruck zwischen zeitloser Aufbruchsstimmung und Nostalgie hinterlässt, Ralph Alessi gelingt es dabei auf subtile Weise, bei der Premiere des Quartetts - als durchaus würdiger moderner Nachfahre jener Miles-Ära - die finalen Farbtöne zu setzen. (tho)
Concerto 01 / 2015, 4 von 5 Sternen

"Eigentlich ist er studierter Jazzgitarrist. Aber Tomas Sauter führt ein Doppelleben. Das lebt der Schweizer genüsslich aus. Denn auf "Double Life" (Catwalk/Haromnia Mund) spielt Sauter ausschließlich auf dem E-Bass. Und überzeugt dabei als melodiöser Pulsgeber von einem Dutzend eigener Songs. Samtig und tänzerisch sind seine Linien. Mit seinem Quartett spielt der Mann aus Zürich einen erfrischenden, groovegeladenen und dabei doch oft auch entspannten FusionJazz mit Klasse." (cg)
Recklinghäuser Zeitung / D, 03.02.2015
 
Den Schweizer Tomas Saurer kannte man bisher als dezent dynamischen Gitarristen. Nun springt er aus der alten Ordnung und erweist sich als formidabler E-Bassist, der seinem Faible für den verflossenen Jazzrock à la Joe Zawinul und Miles Davies die Sporen gibt. Das ist die eine Überraschung dieser herrlich durchpulsenden Quartett-CD. Die andere ist, dass sich der bis dato eher introvertiert neue amerikanische Trompeterstar Ralph Alessi in diesem Kontext hörbar wohlfühlt. Geschmeidig lässt der Newcomer Luzius Schuler das Fender Rhodes perlen, wozu der Bass marschiert, die Richtung gibt un darunter Drummer Dominik Burkhalter seine Rhythmen schichtet. Nostalgie ist das auch. Viel mehr aber noch ein schönes Update einer inzwischen historischen Musik für die Clubs von heute. (uste)
Leipziger Volkszeitung / D, 24./25.01.2015

"Double Life" wirkt im ersten Moment kühl und lässig, was damit zu tun hat, dass die Musik ausgesprochen Groove-betont ist. Gleichzeitig, und deshalb lohnt sich ein genaueres Hinhören, passiert zwischen den Protagonisten sehr viel Spannendes, wobei sich insbesondere das Mittun von [Ralph] Alessi als Glücksfall erweist."
Jazz N' More / CH, 01/02 2015

"Sich als Rückgrat im Hintergrund zu bewegen und die Band zusammenzuhalten, erfordert halt eine andere Herangehensweise. Auf dem Sauterschen Fundament breitet der junge Keyboarder Luzius Schuler seine variantenreichen Sounds und Muster aus und Ralph Alessi stählt die Atmo mit kühler Trompete. Manches erinnert an das Miles-Davis-Gebrodel der frühen 1970er, lakonische Sci-Fi-Soundtracks und frühen Funk, bei dem der Dummer Dominik Burkhalter die Retro-Kiste jedoch draußen lässt."
Jazzting / D, 02/03 2015

The immediate impulse is to press replay
Tomas Sauter, known heretofore as a fine guitarist, leads a quartet—Ralph Alessi, trumpet and bass; Luzius Schuler, electric keyboards; Dominik Burkhalter, drums—as an electric bassist on the intriguing album, Double Life.
For those who are always looking for, and expecting, new sounds, this session will shock in how retro it sounds. The overall vibe is, superficially, 'soft groove' atmospheric background music projecting the image of low lights, glasses of wine and an overstuffed sofa—and it can be listened to in that way. The tunes/themes/grooves are simple harmonically, usually starting with a section which oscillates between two tonal areas supported by repetitive bass figures and light drumming, overlaid with electric keyboard or trumpet solos, leading to a turnaround and starting over. The overall energy level is low, tempos are moderate with just enough bump to tap your foot, and the drumming is unobtrusive.

However, the description above, which might indicate less than engrossing music (who needs Barry White lite?), is only a deception and listening a little more deeply uncovers layers of deeper musicianship.

First, the sound that Sauter uses as his bass voice is sharp, centered and the antithesis of flabby, but with a deep overdrive zip. Second, the bass vamps many times use phrase lengths that play against the meter, complicating the rhythmic feel; the downbeat of the bass line intro of "Heat Conversion" cannot be found until everyone else has entered. Third, Sauter is just as sensitive a player on the bass as he is on guitar, and manages to float, doing some quite complicated fingering at times, while he provides a deep bottom for Schuler and Alessi.

Both Alessi's and Schuler's solos jump in and out of both the rhythm and the harmony enough to surprise the ear without shaking the free from the groove. For his part, Burkhalter plays lightly, but incisively, providing an infectious rhythmic groove without being overbearing.
Quite a few tracks have melodies that will stick in the mind and the cumulative effect is to be drawn in, slowly but surely. The flame of intensity is of a slow burn, of glowing embers, rather than that of a blowtorch. A standout track is "As Night Falls" which is pure sound painting, with Alessi atmospherically floating above a somewhat ominous bass line that is softened by luxurious keyboard harmony. Alessi originally studied bass as well as trumpet and "Deep Conversation" finds Alessi joining Sauter on bass in an improvised musical discussion which is a most appropriate ending.
The album's hour playtime flies by without a moment that feels rushed, and the immediate impulse is to press replay, to listen more closely, if not to let the grooves do their work.
Budd Kopman, Jazzpublisher, All about Jazz / US, 12.2014


Tomas Sauter/Daniel Schläppi/Jorge Rossy

«Diese Klänge sind mild, luftig und wunderschön ohne Störfaktoren. Das eidgenössische Bass-Gitarre-Duo Daniel Schläppi und Tomas Sauter, ergänzt um den aus Bands von Brad Mehldau und Carla Bley bekannten spanischen Schlagzeuger Jorge Rossy, ergibt ein ideales Trio des Wohlklangs voller subtiler Finesse. ‹Wonderland› hiess vor zwei Jahren ihr berückendes Debüt, das sie nun auf gleicher Höhe fortsetzen. Unbeflissen, souverän und in ausgewogener Spielkultur improvisieren sie eng verschränkt ohne die Räume zuzustellen über 14 Eigenkompositionen. Sau-ter mal auf der elektrischen, mal auf der akustischen Gitarre, Rossy als dezenter Meister der Nu-ancen und Schläppi mal dunkel aus dem Hintergrund steuernd, mal als Solist: hinreissend.»
Ulrich Steinmetzger, Leipziger Volkszeitung / D, 30.11.2013


«Gitarre, Bass, Drums und jede Menge Spielfreude. Das sind die Zutaten von Tomas Sauters, Daniel Schläppis und Jorge Rossys neuem Album ‹Perceptions›. Die einzelnen Stücke sind immer mal wieder durch kürzere Intermezzi (Passagen) miteinander verbunden. Den Auftakt macht das leicht beschwingte und melodiebetonte Stück ‹Fritz›, das durch eine wunderschöne elektrische (aber clean gespielte) Gitarre getragen wird. Bass und Percs schmiegen sich geradezu an. ‹El Paso›, Track 2 des Album beginnt virtuos und deutlich weniger zugänglich mit einem akustischen Gitarrenintro, das von einer fingerfliegend schnell gespielten Akkord-Schlacht abgelöst wird. Das Schlagzeug treibt hier den Groove voran, der Bass ist stets auf den Punkt, nimmt sich jedoch meist zurück. Natürlich nur bis zu seinem Solo-Part.
Diese beiden ersten Stücke und ihre Unterschiedlichkeit sind repräsentativ für das gesamte Al-bum. Es brechen hier und da immer mal wieder verschiedene Genres durch die jazzige Oberfläche und geben ‹Perceptions› dadurch eine bunt gefärbte Tiefe. Ob Blues, Latin, Western Music, Swing oder Pop/Rock, wer genau hinhört, wird bestimmt auch noch mehr als das finden.
Ein Album, das Entdecker sucht.»
Nico Steckelberg, Hoerspiegel / D, 24.11.2013


Prädikat: K K K K K … Nicht zu toppen
«Tomas Sauter an der Gitarre, Daniel Schläppi am Bass und Jorge Rossy an den Drums ‒ das ist die wunderbare Besetzung des Albums ‹Perceptions›, das im November 2013 auf dem Label CATWALK erschienen ist. Das Trio machte bereits 2011 mit seinem Debüt-Album Wonderland auf sich aufmerksam, ein Tonträger, der von der Fachwelt ausgesprochen positiv aufgenommen wurde. Vor allem für Gitarren-Aficionados bieten die drei Musiker nun auch in ‹Perceptions› aus-gesprochen leichtfüssige und bemerkenswerte Arrangements.
‹Perceptions› deutet auf die Dichte und Fülle der menschlichen Wahrnehmung hin. Beeindru-ckend ist vor allem das virtuose Spiel der Musiker. Die Kompositionen indessen erweisen sich in allen Tracks als ausgesprochen gehaltvoll, sie treiben trotz ihrer Einfachheit nie ins Triviale ab und tragen bisweilen einen fast balladesken Charakter.
Schläppi ist ein international renommierter Bandleader und ein Jazz-Musiker der Extraklasse. Auch die beiden kongenialen Kollegen in ‹Perceptions›, Rossy und Sauter, sind bekannt für ihre ausgesuchten und inspirierten Aufnahmen. Sauter und Schläppi haben bereits eine Reihe Konzerte im Duo gespielt und zwei gemeinsame CDs herausgebracht.
Jorge Rossy ist ein Ausnahmemusiker ‒ seine rhythmische Originalität kann man nur mit dem Prädikat ‹unverwechselbar› bezeichnen. Das Zusammenspiel der Musiker gestaltet sich auf die-sem Tonträger immer kompakt und intelligent, der Hörer vermag gewissermassen diesen ganz speziellen Bandsound schon nach kurzer Zeit intuitiv zu lesen, ohne dass hierdurch irgendwann Stereotypen erzeugt würden. Das ist an sich eine grossartige Leistung. So perlt das Interplay durch Stile und Formen, entwirft ein breites Spektrum von Variabilitäten, wobei das oft anspruchsvolle Material erstaunlich federleicht umgesetzt wird.
Das zentrale Tanzmotiv setzt gleich in den ersten Takten ein, Fritz lässt an Folk- und Westernmu-sik denken. El Paso widersetzt sich dem Klischee des Opernballs, das Stück The Big Decent atmet einen ruhigen und tiefen Bluescharakter, der sich dem Hörer aber nie anbiedert. Die Klangarchi-tektur dieser Aufnahmen nimmt einen von Anfang bis zum Schluss in Bann. Im Titelstück ‹Per-ceptions› präsentieren Schlagzeug und Bass und Gitarre in gemeinsamer Durchführung ihren erst-klassigen Sound, bieten betörende Harmonien und Improvisationen, die lange im Ohr bleiben.
‹Perceptions› schafft einen grossartigen Klang, auf dieser Platte ist Daniel Schläppis Handschrift ebenso zu spüren wie das musikalische Inspirationsvermögen von Tomas Sauter und Jorge Rossy, den kongenialen Kollegen. Es ist eben das Trio, das harmonisierende Zusammenspiel der Drei, das den Charme dieser Scheibe ausmacht. Das besonders Faszinierende dieses Albums aber ist die Tatsache, dass sich die drei Virtuosen nicht eitel im Handwerklichen verlieren, sondern über ihr Können hinaus und immer auf dieser Grundlage neue Klangräume erschaffen.»
Jo Balle, Kultura Extra / D, 24.11.2013


«Die beiden Schweizer Tomas Sauter (g) und Daniel Schläppi (b) und der spanische Drummer Jorge Rossy (bekannt aus dem Brad Mehldau Trio) schliessen mit dieser CD an ihr viel beachtetes Debüt ‹Wonderland› (2011) an, wobei zunächst die Tonqualität und die Luftigkeit der Interpretation auffallen. Es beginnt mit etwas Americana-Flair, dann kommt ein schneller Walzer, dann ein bluesiger Shuffle und so weiter – all das mit feinem Gespür für Groove, aber ohne ‹Draufdrücken› gespielt. Wenn Sauter von der elektrischen an die akustische Gitarre wechselt, bekommt die Musik einen Schuss Ry-Cooder-Feeling und scheint plötzlich direkt aus dem amerikanischen Süd-westen zu kommen. Rossy, der sonst zurckhaltend agiert, gibt dem Titeltrack ‹Perceptions› Feuer unterm Hintern, Schläppi zeigt einmal mehr, was für ein subtiler und kollegialer Bassist er ist. Ein Gitarrentrio der besonderen Art.»
Martin Schuster, Concerto A / 02.2014


«Nach langjähriger Duo-Arbeit haben sich Tomas Sauter und Daniel Schläppi mit dem Schlagzeuger Jorge Rossy zusammengetan, wovon bereits eine CD kündet. Das zweite Album bietet eine Fortsetzung an exemplarischem Interplay. So wie der Titel vielfältige Wahrnehmungsmög-lichkeiten voraussetzt, so variabel agiert das Trio. Alles fängt ganz harmlos an, wenn der Kontra-bass getragen den Melodielinien der Gitarre folgt. Doch dann werden die Melodien verziert und ausgeschmückt, mit Improvisationen versehen: eine neue musikalische Welt tut sich auf. Die bei-den Schweizer Tomas Sauter und Daniel Schläppi, von Jorge Rossy rhythmisch unterstützt, be-wegen sich stilsicher in diesen Gefilden zwischen Jazz und Klassik, zwischen Folk und Blues. In intimen Dia- und Triologen werden Sauters Kompositionen (jeweils eine haben die beiden Mit-streiter beigesteuert), präsentiert, allseits Wohlgefühle auslösend. Wenn der kammermusikalische Rahmen allerdings aufgebrochen wird, Gitarre und Bass sich aneinander reiben, kommt Spannung auf. Schläppi glänzt mit Glissandi und anderen Basskunststücken, Rossy mit subtiler Besenarbeit. Einzelne ‹Passagen› genannte Improvisationen bilden sinnige Überleitungen zu den einzelnen Stücken, die allesamt ein organisches Ganzes bilden.»
Jazzpodium / D, 02.2014


«Nach ihrem Erstlingswerk ‹Wonderland› (2011) kommt nun das neue, abendfüllende, gemein-same Album von Gitarrist Tomas Sauter, Bassist Daniel Schläppi und Schlagzeuger Jorge Rossy – ‹Perceptions›.
Auffällig daran ist zunächst mal das bewusst behäbige Tempo des immerhin 14 Songs langen Sets. Erdig, organisch und bis zur Oberkante angefüllt mit Wärme und Wohlbehagen macht sich das Trio auf, dem allzu oft viel zu unterkühlten mitteleuropäischen Jazz seine Seele zurück zu geben.
Stilistisch arbeitet das Trio immer wieder auch ohne Berührungsängste zu Singer/Songwriter oder Folk, was dem Song übergreifenden Sound von ‹Perceptions› bei aller Akkuratesse im musikali-schen Bereich einen sehr griffigen, nachvollziehbaren und glaubhaften Charakter verleiht, der insbesondere für in der Regel Kopf gesteuerte Musikgenres wie Jazz immer wichtiger wird.
Gefühlt geht die erdverbundene Spielweise und die unausgesprochene Chemie von Tomas Sauter, der das Material zu ‹Perceptions› schrieb, und Daniel Schläppi und Jorge Rossy hier sogar soweit, dass tatsächlich immer wieder ein Soul-Gefühl aufkommt, das bis zum letzten Song zarten Be-stand hat und zwischendurch immer mal wieder an Fahrt aufnimmt.
Die Haptik und Optik des Albums ist ganz diesen Klangfarben und dem beseelten Inhalt von ‹Perceptions› angeglichen – ein gerade in Zeiten von immer namenloser werdender Musik im Zeichen von Download, mp3, iPod, Streaming und Cloud ein wichtiger Bestandteil des kleinen, feinen und gerade wegen seiner natürlichen Ruhephasen alle Sinne schärfenden Gesamtkunstwer-kes ‹Perceptions› von Tomas Sauter, Daniel Schläppi und Jorge Rossy.
Produziert hat das neue Album der Drei übrigens Jazz-Routinier (alle drei haben eine langjährige, erfolgreiche Historie im internationalen Jazz-Geschäft) Gérard de Haro in den legendären franzö-sischen La Buissonne-Studios.
Das Schweizer Trio Tomas Sauter, Daniel Schläppi und Jorge Rossy legt mit ‹Perceptions› nach ihrem Debütalbum als Trio ‹Wonderland› noch einmal eine Schüppe nach: Organischer, in sich ruhender, tief beseelter Jazz der Extraklasse, der völlig ohne jede Attitüde oder aufgesetztem Pseudo-Zeitgeist auskommt und in seiner erdigen Tiefenentspanntheit oft mehr an Soul als an Jazz erinnert – zum Heulen schön, das.»
Holger S. Jansen, Soultrainonline / D, 06.2014


«Ecco una magnifica sorpesa che ci viene offerta da questo stupendo trio composto dal chitarrista Tomas Sauter, dal contrabbassista Daniel Schläppi e dal batterista Jorge Rossy. La loro musica é fresca, accattivante e intrisa di una buona dose di intimità. I brani del disco si susseguono pi-acevolmente e le improvvisazioni non scadono mai nelle trappole di quella banalità he spesso conducono alla noia. Tre ottimi musicisti che producono vera arte.»
Fonoteca Swiss Jazz News / CH. 25.02. 2014


«Frühlingstag, Wunderland
Die Musik des Gitarristen Tomas Sauter und des Bassisten Daniel Schläppi ist von einer Art, dass sie leicht übersehen oder überhört wird. Das liegt an ihrer Qualität. Sie drängt sich keinem auf, springt niemandem, wham bang, ins Gesicht. Kein Zufall, dass die beiden gleich bei ihrer ersten Zusammenarbeit, dem Album ‹Indian Summer› (2006), eine naturbezogen jahreszeitliche Metapher als Titel und einen Blütenzweig als Cover wählten. Sauter/Schläppi geht es ums Organische, um eine Kunst, die eher gewachsen ist als gemacht. Nimmt man sie wahr, scheint es, als wäre sie schon immer da gewesen, wie ein Stück Landschaft, das durch den besonderen Ausschnitt zur Kunst wird. Was, versteht sich, nur die halbe Wahrheit ist. Die andere besteht aus Arbeit, Erfindung, Technik, Erfahrung. In Sauters Gitarrenspiel schwingt die ganze Geschichte der Gitarre, inner- und ausserhalb des Jazz, von schnellfingerigen swingenden Pizzicati aus der Linie Charlie Christian-Wes Montgomery-John Scofield über versponnen Lyrisches aus der Schule Jim Hall-John Abercrombie-Bill Frisell (zumal die Folk-Einsprengsel des letzteren gleissen wiederholt auf), bis, selbstverständlich, zu Querschlägen und Elektrolandschaften in memoriam Jimi Hendrix.
Und doch ist, in seinen Kompositionen, in seinem Spiel, Sauter immer ganz himself. Nicht anders als Schläppi, der sich, ein Kuriosum, in seiner Musik ebenso mit Fundamentalem befasst wie ausserhalb (er ist promovierter Historiker, Fachgebiet: ältere Schweizer Geschichte). Den beiden ist in diesem Jahr ein besonders poetisch blühendes Duo-Album geglückt, ‹First Day in Spring›, eine subtile, behutsame Folge von ‹Stücken nach der Natur›, durchsetzt von kleinen Anekdoten. Und soeben haben sie die intime Introspektion ins Trio geweitet, durch den Zuzug des Drummers Jorge Rossy, dessen nerviges und feines Schlagzeug wir von der Zusammenarbeit mit Brad Mehldau kennen. Eine wunderbare Scheibe, mit Kabinettstücken wie der ‹Giant Steps›-Travestie ‹Minor And Major Steps› und, mir besonders lieb, herzergreifend Balladeskem. World class made in Switzerland.»
Peter Rüedi, Weltwoche, 27.10.2011

Wunderschöne Fortsetzung des Frühjahrs-Vergnügens
«Kein Jahr nach der wunderschönen Duo-CD ‹First Day In Spring› ist zum Sauter/Schläppi-Duo nun Jorge Rossy gestossen, um für eine nicht minder wunderschöne Fortsetzung des Frühjahrs-Vergnügens zu trommeln. Weit weg von seinen Tranceactivity-Aktivitäten auf ‹Findling› (auch schon 2011) produziert der Bieler Tomas Sauter mit den Seinen in der Tat ein ‹Wonderland›, wie es Gitarren-Aficionados sich nicht schöner wünschen könnten. Es fängt an in dem langen, langsamen ‹The Samt But Not The Same›, einem Paradebeispiel dramatisch klugen Aufbaus und endet in dem akustischen ‹Petit Dance›, der, obwohl gar nicht so simpel, gar nicht mehr aus dem Gehörgang will. Dazwischen lauter Preziosen, die elegante, nie kühle Diktion in ‹Eos› mit langen, meisterhaft von gebrochenen Akkorden durchsetzten Linien, in denen alles durchdacht aber nie zerdacht. ‹Blue Demon› wird zwischen treibenden Flageoletts und wohldosiertem Einsatz klangerweiternder Mittel eine Mini-Exkursion durch die Geschichte der nichtklassischen Gitarre. ‹No Sleep Till Wonderland› ist 2/3 Sauter und 1/3 Frisell; ‹First Day in Spring› ist ein hauchzartes, hinreissend schönes Trio-Remake des Titelstücks des Duo-Albums. Als Pendant zu den improvisierten ‹Anecdotes IV‒VI› hier drei ‹Crossings›, je ein Feature fürs Duo, für Rossy und für Schläppi. ‹Minor And Major Steps› nutzt das Prinzip Giant Steps lediglich als Folie für eine perfekten Neobop-Chaser; und ‹Puiki› bietet noch einmal federleichten Swing für eine weitere wunderschöne Ballade. ‹Wonderland› ‒ ein Wunderland.»
Alexander Schmitz, Jazzpodium / D, 12.2011

«Neue Dimension ... hochklassig»
Jazzthetik / D, 12.2011

«Im Trio noch atmosphärischer
Die beiden Berner Jazzer Tomas Sauter und Daniel Schläppi bilden seit Jahren ein symbiotisches Klanggespann, das sich der Suche nach schönen Sounds und dem perfekten Klang verschrieben hat. Als Duo spielten der Gitarrist und der Bassist – beide auch sonst viel beschäftigt – bereits zwei CDs ein. Nun haben sie den Aufbruch gewagt und sich mit Drummer Jorge Rossy zum Trio erweitert. Und der katalanische, in Basel unterrichtende Schlagwerker – bekannt etwa vom Brad Mehldau Trio und Aufnahmen mit Chick Corea oder Danilo Perez – wirkt als Katalysator. Der balladesken, entschleunigten Musik des Berner Gespanns gibt er nicht nur ein rhythmisches Fundament, er verleiht ihr eine atmosphärische, gleichsam fassbare Körperhaftigkeit.»
Radio DRS Kulturtipp, Nr. 25, 11.2011

Wonderland
«Der Titel beschreibt trefflich die Orte, an die diese wundervolle Musik entführt. Das Schweizer Gitarre-Bass-Duo Sauter/Schläppi hat in der Vergangenheit auf seinem eigenen Label Catwalk durchweg berückende CDs von hoher Klang- und Spielkultur vorgelegt und kommt nun mit dem einstigen Brad Mehldau-Schlagzeuger Jorge Rossy auf einem neuen Gipfel an. Was sie zu dritt an Atmosphären zaubern, mutet so souverän leicht an, dass die handwerklichen Finessen der Instrumentalisten wie selbstverständlich in einem grossen linden Fluss aufgehen. Wohlfühlstimmung von weitem, nie banalem Format wächst so, kontemplative Musik, die mal verstärkt, mal rein akustisch, mal mit angezogenem Tempo, mal balladesk relaxt nicht nur Gitarrennerds einlädt zum Versinken.»
Leipziger Volkszeitung, 12.2011

«Der Schweizer Tomas Sauter ist einer jener jungen Gitarristen, die diesen zeitlosen, unverstellten, ja: fast spröden Ton pflegen. Beim Studium mit John Abercrombie lernte Sauter das Mehr des Weniger kennen, die Transparenz und Leichtigkeit überzeugender Phrasierungen im Dialog mit gerade einmal ausreichend Akkordstruktur, um Kompositionen schlüssige Gerüste zu bauen. Doch Sauter kann mehr: flirrende Dissonanzen und angezerrte Echoriffs so lange in den Raum stellen, bis sie sich zu atmosphärischen Soundbildern verdichten. Schwärmt hier jemand? Jawoll, und zwar so unverschämt, dass er fast Daniel Schläppi und Jorge Rossy unterschlagen hätte, den Motor dieses ungemein attraktiven Trios. ‹Wonderland› hat herzzerreissende Balladenmomente zu bieten, nervöse Uptemporocker und überraschende Akustikpreziosen – und Nichtgitarristen dürfen das Album ungestraft auch einfach nur schön finden.»
kulturnews.de / D, 11.2011

Betörend leichtfüssiger Tanz durch die Genres
«Aller guten Dinge sind drei. Offenbar lautete so der Vorsatz des Schweizer Gitarristen Tomas Sauter für 2011. Drei CDs hat er in diesem Jahr herausgebracht – und die letzte ist so etwas die Krönung seiner ungewöhnlichen Veröffentlichungstaktik. ‹Wonderland› zieht gewissermassen die Summe aus den beiden vorangegangenen Sauter-CDs in diesem Kalenderjahr. Zeigte sich der Eidgenosse auf der Einspielung ‹Findling› noch als Klangforscher mit Sinn für Loops, Resonanzfilter und Ringmodulatoren, so schlug er mit der feinnervigen Duo-Aufnahme ‹First Day In Spring› den Weg ein, der direkt zu ‹Wonderland› führt.
Hier wie da ist Kontrabassist Daniel Schläppi der verlässliche Komplize des wandlungsfähigen Gitarristen. Hinzu kommt nun Schlagzeuger Jorge Rossy, der für die Trio-Konstellation als langjähriger Partner von Brad Mehldau bestens qualifiziert ist. Sauter, Schläppi und Rossy durchmessen bei ihrem Trip durchs Wunderland die verschiedensten Gefilde. Swingender, melodiös eigenständiger Gitarren-Trio-Postbop gehört zum Exkursionsgebiet genauso wie der akustische Kammerjazz eines Ralph Towner, vor Jimi Hendrix wird sich mit flirrenden Flageoletts verbeugt, und sogar John Coltrane erfährt mit einer höchst eigenständigen Bearbeitung von ‹Giant Steps› eine Huldigung.
Das grösste Wunder ist aber, wie selbstlos sich die drei Instrumentalisten in den Dienst der Musik stellen. Die mag harmonisch und metrisch stellenweise höchst komplex sein – aber das Ergebnis ist kein Eierkopfjazz, sondern ein betörend leichtfüssiger Tanz durch die Genres.»
Josef Engels, Rondomagazin / D, 07.01.2012


«Kammermusikalisches Jazzereignis … den europäischen Jazz manifestierendes Werk»
Westzeit / D, 11.2011

 Gekonnte musikalische Bewusstseinserweiterung
«Zeitlos schönes musikalisches Wunderland […] ‹Wonderland› haben Tomas Sauter, Gitarre, Daniel Schläppi, Bass, und Jorge Rossy, Drums, ihr Album betitelt. Das Wundersame und Wundervolle liegt in dem freien Lauf der musikalischen Intuition, aus dem ein Bandsound und ein Zusammenspiel wie aus einem Guss entstehen. Bei diesen drei Schweizern hört man, wie in der Zurücknahme des eigenen Egos im Kollektiv etwas unaufdringlich Souveränes wachsen kann. Keine virtuose Kraftmeierei ist hier am Werk, die drei entschweben zusammen in ein atmosphärisches Wunderland des Jazz mit trancigen Tönen. Das ist gekonnte musikalische Bewusstseinserweiterung.»
Michael Seyfert, Kulturradio rbb / D, 10.01.2012

In diesem Ausmass seltene künstlerische Selbstbestimmung
«Die bislang letzte CATWALK-Produktion ist ‹Wonderland›, auf welcher mit dem langjährigen Schlagzeuger von Brad Mehldau, Jorge Rossy, erstmals ein grosser internationaler Name für eine CATWALK-CD verpflichtet werden konnte. […]
Es ist faszinierend, wie nachhaltig sich die Musik des Zweigespanns Sauter-Schläppi durch die Hinzuziehung von Jorge Rossy verändert hat. Die Formel, die ‹Wonderland› zugrunde liegt, ist nicht zwei plus eins, sondern drei, wobei drei für ein Trio steht, in dem der Bass vom intim flüsternden Gesprächspartner zum rhythmischen Rückgrad der Band mutiert ist, die sich wiederum ‹gitarrenlastiger› anhört.»
Jazz’n’more / CH , 01.2012


Tomas Sauter Tranceactivity

Hochintelligente Ansätze abseits des Mainstreams, die das Zeug haben, die Musikwelt zu revolutionieren.  
Suite101.de/D 12.2010

Eine Außergewöhnlichen musikalische Reise.Tolle Bassläufe, schnelle Drums, sphärische Sounds und eine eingängige Lead-Gitarre. Ein Hammer!! 
Hörspiegel.de/D 12.2010


Seine Gitarre zählt zu den heiss gespieltesten der Schweizer Jazz- und Avantgardeszene. 
Kulturtipp /CH 1.2011


Kargheit und Verdichtung
Ein Gitarre-Bass-Schlagzeug-Trio ist eine Besetzung, die musikalisch alles bedeuten kann, von traditionellem Jazz bis Noise, Am¬bient und mehr. Die Klanggebirge der Schweizer Tomas Sauter Tranceactivity lassen die eigentliche Besetzung schnell vergessen.
Von Angela Ballhorn
Tomas Sauters Trio besteht seit seinen Tagen an der Jazzschule Luzern; dass er mit dem Bassisten Urban Lienert und Schlagzeuger Christoph Staudenmann seit 15 Jahren zusammenspielt, macht die Musik dieser Band überhaupt möglich. So komplexe Musik, die mit Sounds, ungewohnten Formen und teils freier Tonalität experimentiert, ist ohne das gegenseitige Vertrauen der Musiker nicht zu machen. Zumal in dieser Qualität.
Findling heißt ihr neues Album, ein Titel, der gewissermaßen mehr als Programm ist, schließlich ist ein Findling ein einzelner großer Stein, den Gletscherverschiebungen dahin gebracht haben, wo er liegt. »Die erste Veröffentlichung Fluo [ 1998] war stilistisch noch viel breiter als Findling«, sagt Sauter. »Die zweite, Flora [2004], war schon konsequenter im Sound des Trios und seinem Klangkosmos.«
Durch die Art und Weise, wie die Musik konzipiert ist, ist das kollektive Spiel der Band ausschlaggebender für ihren so dichten Sound als die Einzelleistung eines Solisten. Im Gegensatz zu einem »normalen« Gitarrentrio bringt bei Tranceactivity der Einsatz von Effekten und Loops den speziellen Charakter in die Kompositionen. »Tranceactivity ist eine typische Kreativformation, in der viel geprobt und getüftelt werden muss, um zu einem Resultat wie Findling zu kommen«, erklärt Sauter. »Damit eine Band wie diese funktioniert, braucht es Musiker, die mitdenken und die Musik aktiv mitgestalten wollen.«
Muskelspiel ist dem Gitarristen in diesem Konzept ebenso wenig wichtig, wie als Solist vor einer Rhythmusgruppe zu stehen. Als Hauptlieferant der Kompositionen gibt er die Richtung vor, und meist klingen die Stücke, die er zu den Proben mitnimmt, schließlich so, wie er es sich vorgestellt hat. »Auf der anderen Seite können mal Stücke ganz wegfallen, weil sie nicht funktionieren wollen«, räumt er sein. »Aber ich habe in der Regel einen relativ großen Vorrat an Stücken, und was in einer Band nicht funktioniert, geht vielleicht in einer anderen Besetzung!«
Die Aufnahmen gingen - schwer vorstellbar, wenn man das Resultat hört - schnell vonstatten. Von der Grundcharakteristik her war alles :klar, mit der Dynamik hingegen wurde experimentiert. »Grundsätzlich ist Findling eine Live-Aufnahme, ein paar Percussion-Sounds sind das Einzige, das im Overdubverfahren eingespielt wurde«, erklärt Sauter. »All die orchestralen Loops, bei denen man nicht mehr recht weiß, was zuerst war, wurden live im Studio eingespielt.«
Die Bandbreite der Sounds ist beeindruckend: Vom cleanen Jazzgitarre-Sound bis hin zu Geräuschen oder Lärm-Loops, bei denen das Instrument nicht mehr erkennbar ist, findet sich alles wieder. »Uns ist die Klangbreite wichtig. Eigentlich ist ein Gitarrentrio eine intime Sache«, meint Sauter, »die man aber über Loops ins Orchestrale verdichten kann. Bei uns wechselt es zwischen sehr karg und sehr dicht.«
Zu Recht nennt Tomas Sauter seine Band ein »Klanglabor«. Die Dominanz von Komposition und Form, die sonst im Jazz üblich ist, wird gebrochen, ein Sound kann Leitmotiv werden und eine Stimmung etablieren. Viele von Sauters Kompositionen sind modal oder tonal ganz frei, ihm geht es eher um Spannungsbögen, nicht um harmonische Kadenen: »Wir gehen auf musikalische Entdeckungsreisen und versuchen, die gewohnten ästhetischen Konventionen zu verändern. Dafür haben wir Attribute aus E- und Rockmusik mit Jazz verschmolzen und eine einzigartige Musik geschaffen.«
»Ich habe mich mit allen Gitarristen des Jazz befasst, von Charlie Christian über Django Reinhardt, Jim Hall, John Abercrombie, bei dem ich studiert habe, bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Am ehesten sind für uns wohl die Jimi Hendrix Experience und David Torn Einflüsse. Hendrix ist vor allem für die Mischung aus Struktur und ekstatischem Loslassen ein Vorbild. Und da ziehen wir - Urban und Christoph als sehr angefressene Rhythmusmenschen, die komplexe Beats schätzen, und ich - an einem Strang.«
Jazzthetik/D, 12.2010

Eigenwillige Musik 
Das Trio des Schweizer Gitarristen Tomas Sauter geht sehr experimentell, klangverspielt zur Sache, integriert Loops und Samples in das Zusammenspiel vonwarmer Jazzgitarre E-bzw. A-Bass und Drums/Percussion. Eigenwillige Musik, die immer zwischen sehr free wirkenden und klar arrangierten/komponierten Strukturen wechselt.
Lothar Trampert , Gitarre & Bass/D, 06. 2011

Ein radikaler Monolith
Neun Jahre ist es her, dass Tomas Sauten mit seinem Projekt Tranceactivity ein Album veröffentlicht hat. Nun ist "Findling" (Catwalk/JaKla/Alive) da, aber die kleine Ewigkeit kommt dem Urheber gar nicht so lang vor. Denn der umtriebige Schweizer hat in der Zwischenzeit in New York gelebt, das filigrane "Indian Summen" im Duo mit Daniel Schläppi sowie ein Quartett-Album veröffentlicht, eine Dozentur an der Hochschule in Bern angenommen, ein Label gegründet, ist "mit dem Velo durch Indien gefahren und Vater geworden". Und das sind nur Auszüge aus dem Schaffen des Gitarristen und Komponisten. Sauters Trio mit dem Bassisten Urban Lienert und Schlagwerker Christoph Staudenmann ist alles andere als eine gewöhnliche Gitarrenband, Tranceactivity "ist ein Klanglabor", sagt Sauter. Und in dem brodelt es gewaltig: "Das Repertoire reicht von trashigen LoFi-Grooves, abgefahrenen odd meters über Free bis zu dröhnenden Verzerren-Orgien." Treffender lässt sich nicht schildern, was in diesem Trio abgeht. Die Musiker arbeiten mit akustischen und elektronischen Mitteln, sie arbeiten mit Komplexität und Schlichtheit. Expressive und leise Töne, sphärische und chaotische Elemente finden ihren Platz im Konzept der Band, wobei das Atmosphärische im Vordergrund steht. Dazu trägt Sauters Gitarrenmaschinerie gewaltig bei, denn neben maßgeschneidertem Stereo-Setup mit Loops setzt er auf "Resonanzfilter, Ringmodulator, Delays, Whammy und Bitcrusher", und mit diesen erweiterten Soundalternativen geht Sauten sehr bewusst um. "Ich habe die meisten Stücke komponiert und in meinem Heimstudio das Sounddesign vorproduziert. Für ,Findling` habe ich viel mit Sounds und Grooves experimentiert. Auf dieser Basis haben wir in unzähligen Proben bandtaugliche Versionen erarbeitet. Auf allen bisherigen CDs sind auch Tunes von Christoph Staudenmann. Daneben spielen wir auch freie Improvisationen, die interessante Stimmungen zeichnen und die komponierten Stücke kontrastieren." Frei improvisiert oder lange probiert: Tranceactivity ist ein radikaler Soundmonolith, der wie ein Findling, wie ein erratischer Block durch weite Dimensionen wandert.
Jazzthing/D, 2.2011

Spannende Geschichten erzählen. Tomas Sauters Tranceactivity legt ihr drittes Album in zwölf Jahren vor
In seiner Sprache wimmelt es von Verzerrgeräten, Routers, Delays, Whammy-Pedalen, Ringmodulatoren, Low Pass Filters und Bitcrushers. Er erzählt für Otto-Normaljazzgitarrist kryptische Sachen wie "Außerdem habe ich eine Patchbay auf der Bühne, da es im Handel leider keine Switcher gibt, welche meine Effektgeräte entsprechend routen können." Der da so redet, ist der Schweizer Gitarrist Tomas Sauten, 37, als es um das neue Album "Findling" [Catwalk CW 110007-2] geht, die dritte CD, die das Trio "Tranceactivity" mit ihm, Urban Lienert, eb, db, und Christoph Staudenmann, dr, perc, seit dem "Fluo"-Debüt 1998 eingespielt hat. Was Tranceactivity vorführt, sei eine "musikalische Hochrisikodisziplin", lernen wir, denn: "Wir bewegen uns in Gefilden, in denen man auch abstürzen kann."
Gefragt, was an der Musik dieses Trios tatsächlich neu sei, sagt Tomas: " Wir verschmelzen Attribute aus Electronica mit interaktiven Spielkonzepten aus dem Jazz. Mittels live eingespielten Loops kann ich außerdem den Klangkörper des Trios verdichten und in orchestrale Dimensionen katapultieren." Allem elektronischen Fachchinesisch zum Trotz stammten "sämtliche Sounds am Ende von Gitarre, Bass und Schlagzeug." Und, fügt er an, "es erscheint mir wichtig, zu erwähnen, dass die Band live ohne Abstriche so klingt wie auf der CD."
14 Stücke sind das, Ausnotiertes, kollektiv und einzeln Improvisiertes, teils faszinierende, teils irritierende Interaktionen von Instrumenten und Maschinen, bizarre Experimente, gleichsam aus den Stücken heraus wachsende Synthesen aus Natur- und Maschinenklängen, mal mitten drin, mal irgendwo an der Peripherie des Jazz - Konzeption und Vision im Schulterschluss. Und, vor allem, kollektive Hommage an die "Klangkultur", das Zentralanliegen aller Sauten-Projekte, bei denen zudem "die Kreation im Augenblick im Fokus" stünde und es darum ginge, "im jeweiligen Kontext eine spannende musikalische Geschichte zu erzählen".
"Tranceactivity" und der unbekümmerte Sprachalltag des Kreativelektronikers sind freilich nur ein Aspekt dieses vielfacettigen Bielers, der schon als Zehnjährigen zur Gitarre kam. Aufgewachsen mit der Musik von Villa-Lobos, Hendrix, Metheny, Frisell und Scofield, studierte er an der Jazzschule Luzern, und schon seit zwölf Jahren unterrichtet er an der Abteilung Jazz Pop Rock des Bieler Konservatoriums. 2002/3 setzte er in New York seine Studien bis zum Master of Music fort und kann auf John Abercrombie und Hal Galper als Lehrer verweisen. Seit 2004 wirkt der begehrte und reisefreudige Side- und Frontman, der eine beachtliche Diskografie vorweisen kann, als Dozent für Jazzgitarre an der Berner HdK.
Am 26. Februar gastierte Tomas neben Howard Alden auf dem 10. Internationalen Gitarrenfestival im Theätre de Poche in Biel-Bienne mit Eigenkompositionen, auf der Konzertgitarre der zeitgenössischen Klassik nahe, mit der speziell für ihn gefertigten Lowden-Baritongitarre mit Werken, die "Improvisationsteile haben und mehr wie ein Jazztune funktionieren." Schon das weist hin auf Sauters Vielseitigkeit, die Unmöglichkeit, ihn festzulegen. Hier also Tranceactivity, für Tomas "ein Klanglabor, in dem wir uns auf musikalische Entdeckungsreisen begeben und dabei gewohnte ästhetische Dimensionen sprengen", mit einem Repertoire, das "eine bunte Palette verschiedener Stücke umfasst, die von trashigen LoFi-Grooves, abgefahrenen Odd-Meters und Free bis zu dröhnenden Verzerrerorgien reichen." Und dort der konzertierende Sologitarrist.
Hier das Tomas Sauten Quartei, dessen Spektrum von modernem Jazz über Free Jazz bis zu "Groovemusik" reicht und dort das vorzügliche Duo, eine "kammermusikalisch kontemplative Formation" mit dem Bassisten Daniel Schläppi. Das Album "Indian Summen" (2006) ist jedenfalls exzellenter akustischer Kammer-Jazz und damit das andere Extrem zu den utopistischen Exkursionen von Tranceactivity. Und dann ist da noch das nicht minder exzellente Trio Sauter/Schläppi/ Rossy, mit Jorge Rossy, einem "unglaublichen Musiker am Schlagzeug, mit dem man sich nicht lange über stilistische Fragen unterhalten" müsse, "weil er sehr geschmackssicher und im Studio ein absoluter Profi" sei. Diese höchst bemerkenswerte Trias wird im Herbst ein Album vorlegen, das bestens geeignet ist, auch letzte Zweifel im Umgang mit dem "Thema Sauter" auszuräumen.
Der Mann in Biel spricht eben viele Sprachen. Und er beherrscht sie alle.
Alexander Schmitz, Jazz Podium/D, 03.2011


Ein Heidenspass - völlig neuer Sound. Eine der interessantesten Keimzellen zwischen elektronischen Sounds und Jazz heißt "Findling". Komponist und Gitarrist Tomas Sauter ist einerseits ein Studiofrickler, jedoch das neue Album ist keine Kopfgeburt, sondern organisch entstandene Musik, die mit vielen elektronischen Zusätzen angereichert ist. Ihm zur Seite stehen Christoph Staudenmann, Schlagzeug, und Urban Lienert am Bass. Das Trio genießt schon seit langem Kultstatus in der Schweiz und hat in gemeinsamen 15 Jahren einen unverwechselbaren Klangkosmos entworfen. Sauter hat es geschafft, handgemachte Improvisationen mit elektronischen Spielereien zu verbinden und einen eigenen charaktervollen völlig neuen Sound zu kreieren. "Findling" verzückt nachhaltig und beglückt zudem auch mit rhythmischen Schlenkern und melodischen Spuren. Jedes einzelne Mitglied des Trios ist ein Virtuose auf seinem Instrument, die mit atemberaubenden Improvisationen diesen Klangkosmos erschaffen haben. Das Album mit seinen 14 Tracks macht einen Heidenspaß , weil es nicht kühl und langweilig daherkommt. Diese Band hat noch lange nicht seine endgültige Sphäre ihres musikalischen Könnens erreicht.
Volkmar Joswig, Jazz Podium/D, 03.2011 


Modern - Hochinteressantes Gitarrentrio
Tomas Sauters Tranceactivity ist nicht bloß wieder ein neues Gitarrentrio, sondern ein hochinteressantes, das mit Elektronik, Loops und Verfremdungen spielt. Da entstehen fremde Welten, die doch irgendwie vertraut sind, denn der Abercrombie-Schüler denkt in erster Linie an das stimmige Zusammenspiel von Gitarre, Bass und Schlagzeug - und nicht nur an glänzend blendende Effekte. Manche Stücke wirken wie Intros oder kleine Intermezzi und erinnern an Filmmusiken. Andere kommen wie abstrakte Hörbilder daher. Dann folgen trashige Einlagen. Sauters Soundteam dampft die Musik bis auf die Essentials ein.
CD Bewertung: Sehr empfehlenswert
Stereo/D, 02.2011

 
Tranceactivity’s «Findling» ist schöner wie seltener Elektrojazz, den der alte Miles heuer spielen würde, wäre er rascher von den Drogen heruntergekommen. Tomas Sauter spielt visionäre Musik, die wie auch immer gepolte Lauscher mit spitzen Ohren sich unbedingt auf den Einkaufszettel schreiben sollten.
PanProgTikum/D 1.2011

Effektvoller Spagat. Seine Gitarre zählt zu den heiss gespieltesten der Schweizer Jazz- und Avantgardeszene. Und wenn Tomas Sauter in die Saiten greift, hört halb Europa zu. Mit seinem Trio Tranceactivity wagt er jenen Spagat, der im Bandna- men anklingt. Im Austausch mit dem Bass von Urban Lienert und Christoph Staudenmanns Trommlereien zappt er von Avantcore zu Groovesounds, von kontemplativen Ambient-Scapes zu hitzigen Junglereien.
Höchstbewertung: Fünf von fünf möglichen Sternen
Frank von Niederhäusern, Kulturtipp /CH 1.2011


Hochintelligente Ansätze abseits des Mainstreams. Es ist Elementares, was uns Tomas Sauters Elektroband „Tranceactivity" mit ihrer neuen Scheibe „Findling" präsentiert. Der Gitarrist und Komponist Tomas Sauter sucht mit seinen Tranceactivity-Leuten (Urban Lienert (Bass) und Christoph Staudenmann (drums, percussion)) ganz klar das Meditative, will in Trance versetzen. Auf höchstem Niveau. Toll, wie Sauters Finger virtuos über die Saiten seiner Gitarre fliegen. Ekstatisch wummert das Schlagwerk bei allen 14 instrumentalen Stücken der knapp einstündigen Scheibe im Hintergrund. Die Musik, sie ist kontemplativ, stark experimentell geprägt. Erschienen im Label „Catwalk“; Vertrieb: JaKla/Alive. Wer die CD nicht hörenswert findet, ist nicht drin in der modernen, zeitgenössischen Musikwelt. Manchen Insider werden die präzisen Grooves, die hinreißenden Loops, die rhytmischen Low Level Passagen vom Hocker hauen. Doch, bestimmt!
Gerade die ruhigen Passagen laden ein zu ausgedehnten Schweifungen in die Phantasiewelt. Hier kann man seine Seele baumeln lassen; kann sich das Meer vorstellen; unberührte Naturen vielleicht. Dabei bleibt „Tranceactivity“ nicht nur mit ihrem neuen Album „Findling“ bodenständig, urgewaltig, dabei immer noch ästhetisch. Keiner kann sagen, Tomas Sauter und seine Jungs hätten ihr musikalisches Handwerk nicht gelernt. Sie sind schlichtweg Meister ihres Fachs. Und so präzise das Schlagzeug von Christoph Staudenmann immerfort in die Gehörgänge dringt, so unersättlich sucht die Gitarre Sauters den Ton anzugeben; so unaufgeregt sorgt das Elektrobass für die dazu passende, rhytmisierende Untermalung.

Die Scheibe setzt starke Signale gegen den Mainstream
Sage noch einer, moderne Musik bestünde nur aus pseudoanspruchsvollen Bands wie „Silbermond“ und (bestenfalls) Michael Jackson. Nein! „Tranceactivity“ von Tomas Sauter beweist, dass es abseits des Mainstreams hochintelligente Ansätze gibt, die das Zeug haben, die Musikwelt zu revolutionieren. Das sind keine Dancehits; das ist Musik für Intellektuelle. Und gerade diese Nischen gilt es in der heutigen Zeit zu fördern. Denn: Wer will schon ein flaches Gesäusel aus Shakira und „Schlag-mich-tot“?

Tomas Sauter ist ein musikalischer Multitasker – Viele Projekte
Zurück zum Thema: Tomas Sauter, der hochprofessionelle Musiker, Komponist, Arrangeur, fährt seine Schiene schon seit Jahren. Ob in kammermusikalischen Duos, experimentellen Trios, oder jazzigen Quartetten. Er ist ein schöpferischer Klangwanderer ohne Berührungsängste; musiziert selbst eindringlich wie versiert. Seine Vorbilder: Villa Lobos, Hendrix, Metheny, Frisell, Scofield. Gerade seine vielseitigen Begabungen, seine unermüdliche Suche nach dem idealen Klangbild, geben ihm etwas Verwegenes, etwas ach so Charmantes. Sein Label Catwalk tut gut daran, ihn weiter an sich zu binden. Erzeugt doch sein intensives, musikalisches Spannungsfeld eine unheimliche Progression, die, es steht oben, das Zeug hat, die moderne Musikwelt der Insider zu revolutionieren. Das Catwalk-Album „Findling“ von Tomas Sauters Band Tranceactivity wird Gehör finden. Nicht alles ist eben DJ BoBo und Fettes Brot! Glück gehabt!
Christopher Dömges, Suite 101.de/DE 22.12.2010

Aussergewöhnliche musikalische Reise. Das Trio Tomas Sauter (Gitarren, Loops), Urban Lienert (Bässe) und Christoph Staudenmann (Drums und Percussion) spielen auf ihrem Album „Tranceactivity“ eine Mischung aus klassischem Jazz, gepaart mit außergewöhnlichen Groove-, Rock- und Lounge-Passagen. Es startet mit einem Ambient-Stück, das mit digitalen Störgeräuschen und halluzinogenen Sounds zu einer außergewöhnlichen musikalischen Reise einlädt. Es folgt das eigentliche „erste Stück“: „Sky Bar“. Ein Hammer!! Tolle Bassläufe, schnelle Drums, sphärische Sounds und eine eingängige Lead-Gitarre. Das erinnert mich alles sehr an Carsten Bohn’s Bandstand.
Es folgt ein progressiver, nicht nachahmbarer Rhythmus mit erneuten digitalen Knarz- und Schramm- Geräuschen. Er langsam entwickelt sich der verhedderte Rhythmus zu einem fast rockigen Stück. Da ist Bewegung drin!
Und so verhält es sich auch mit dem Rest des Albums. Denkt man, jetzt könne ja nichts mehr kommen, überraschen einen die drei Herren aufs Neue. Dabei sind die Stücke, die eine klare „Songstruktur“ aufweisen, klar die besseren. Die Ambient-Töne oder auch die disharmonischen Free-Jazz-Abstecher sind ganz interessant und nett, stören aber zwischen den richtig guten groovigen Tracks, wie z. B. „Smalk“. Was mich ganz besonders stört, sind die Lo-fi-Knarzer, die bewusst eingesetzt werden, aber für mich einfach nur nach Kodierungsfehler klingen.
Dennoch: Top-Album! „Sky Bar“, „Smalk“ und „Mosaik“ alleine machen die CD hörenswert.
Nico Steckelberg, Hörspiegel.de/DE 25.12.2010

Zeitloses Kunstwerk. Findling heißt das neue Album von Tomas Sauter Tranceactivity und man konnte in den letzten fünfzehn Jahren als Trio eine eigene musikalische Identität kreieren, wie es nur selten der Fall ist. Die drei Schweizer Musiker um Bandkopf Tomas Sauter (Gitarre und Loops) schaffen ihren eignen klanglichen Mikrokosmos aus Jazz und Electronic mit tranceartigen Einschüben. 

Die Stücke werden zunächst einmal von Christoph Staudenmann an Schlagzeug und Percussion getragen, der selbst die komplexesten Rhythmen mit einer Leichtigkeit aus seinen Extremitäten schüttelt, dass man nur staunen kann. Urban Lienert ergänzt den Rhythmus mit seinem Bassspiel und liefert zugleich die harmonische Grundlage der Klanggeflechte auf denen sich Tomas Sauter mit seinem Gitarrenspiel und seinen Soundexperimenten austoben und diese ergänzen kann. So entstehen Klanggemälde aus einer anderen Welt, innovativ und doch jederzeit fast schon wieder von traditioneller Ästhetik und perfektem Zusammenspiel.

Tomas Sauter Tranceactivity ist es mit Findling gelungen, ein zeitloses Kunstwerk einzuspielen. Bleibt zu hoffen, dass die Hörer dies auch honorieren werden. Empfehlung!
CD Bewertung: Sehr empfehlenswert
Ingo Andruschkewitsch, musikansich.de/D 1.2011

Visionäre Musik. Da zieht man den übersehenden Peace-Klassiker "Jazz Is Dead Since '69" nach Ewigkeiten wieder hervor und erfreut sich einer von kaum einer anderen Formation je wieder aufgegriffenen Mischung aus Jazz und Elektronik, die dem alten Genre zu gegenwärtiger Relevanz verhilft sowie der Dosenmusik ihren Disco und Plastikmief nimmt - und schon wenige Tage später trudelt "Findling" ein. Tomas Sauters Ensemble macht in gleichem Maße wie seinerzeit Alex Gunia staunen, was man als echter Jazzkönner mit offenem Geist und moderner Technik alles an aufregender Musik - nicht Muzak! - fabrizieren kann.
Tranceactivity - der Künstler firmiert unter mehreren anderen Namen und in jeweils unterschiedlichen Besetzungskonstellationen, wie bitte jeder aufgeschlossene Hörer seiner Website entnimmt - haben eines der wenigen Alben eingespielt, bei denen man wahrlich fortwährend auf Unerhörtes, nie Gehörtes stößt. Das muss nicht zwangsläufig etwas mit Ambient-Willkür als Eingeständnis an die eigene Einfallslosigkeit zu tun haben, wie "Smalk" eventuell in Aussicht stellt, nur um im Kontext dann doch stichhaltig zu erscheinen. Sauters Gitarrenloops beflügeln die Band nicht zu Loopings, sondern zum sorgfältigen Aufbau intensiver Klangstudien mittels Minimalverschiebung. Folglich spritzt die vor allem anfänglich extrem zähfließende "Lava" nie aus allen Spalten, sondern träufelt die Euphorie so ähnlich wie "Mosaik" in geringen, steten Dosen ins Ohr des Hörers. Einzig "Mod" brodelt wahrlich wie "Bitches Brew" vor langer Zeit.
Die Rhyhtmusarbeit raubt den Atem nicht deshalb, weil sie vielleicht Superlative der Kategorien höher, schneller oder weiter evoziert; der berühmte Teufel steckt auch hier im Detail, weshalb Kopfhörer-Listening angesagt ist; dann hört man die bisweilen fabulöse Verzahnung von Drums und Bass - und überhaupt: Die wörtliche Übersetzung dieses Gefüges ist längst zum Genre geworden, welches anzuführen auch im Falle von "Findling" nicht abwegig erscheint. Aufmerken sollten demnach sowohl Tanzteufel als auch Akademiker, die ihrer Fantasie noch nicht gänzlich beraubt worden sind und sich allzu verbissene Nüchternheit verbieten. Wer es noisig mag, erfährt wenigstens beim kurz-kratzigen Abschluss "Nobody" Befriedigung … Ein Konsensalbum gerade deshalb, weil es keine Kompromisse eingeht?
Fazit: Tranceactivity’s "Findling" ist schöner wie seltener Elektrojazz, den der alte Miles heuer spielen würde, wäre er rascher von den Drogen heruntergekommen. Tomas Sauter spielt visionäre Musik, die wie auch immer gepolte Lauscher mit spitzen Ohren sich unbedingt auf den Einkaufszettel schreiben sollten.
Bewertung: Zwölf von fünfzehn Punkten
Andreas Schiffmann, PanProgTikum/D 1.2011

Ein neuer «Findling» aus dem Klanglabor. Der Bieler Gitarrist Tomas Sauter reaktiviert sein Trio Tranceactivity. Mit einem Album, das den Hörer auf eine weite, spannende Reise mitnimmt.
Einfach nur schön soll es dann doch nicht sein. Die ruhigen, melodiösen Klänge kontrastiert Sauter mit Verzerrung, die wie zufällig einsetzt, es tönt, als ob sein Gitarrenkabel Wackelkontakt hätte. Jeglicher Kitschverdacht wird so ausgeschlossen, auch in diesem letzten kurzen Stück, das «Nobody» heisst und das neue Album der Gruppe Tomas Sauter Tranceactivity beschliesst.
Anders würde das Stück ja gänzlich nicht ins Albumkonzept passen: Über Sounds und Effekte könne er die Dominanz von Komposition und Form brechen, wie sie im Jazz üblich sei, sagte der Bieler Gitarrist der Fachzeitschrift «Jazzthing» in einem Interview.
Alles muss passen
Das Prinzip lässt sich auch über die ganze Spielzeit des Albums erkennen. So stellt das Trio mit Sauter, Christoph Staudenmann (Schlagzeug und Perkussion) und Urban Lienert (elektrischer und akustischer Bass) frei improvisierte, Geräuschen nachspürende Tracks dem restlichen Repertoire entgegen, das mal mehr, mal weniger stark konstruiert und komponiert ist. Nicht zufällig heisst die Platte «Findling»: Der Titel sei ihm «einfach gekommen», erzählt Sauter, das Titelstück ein feines, filigranes, aber mit elektronischens Sounds gemaltes, das Archaik und moderne Urbanität verbindet – ein Ziel, das der Gitarrist mit diesem Projekt verfolgt.
Neun Jahre sind vergangen seit dem letzten Tranceactivity-Album. Sauter war vielbeschäftigt in dieser Zeit, aber doch hätte «Findling» früher veröffentlicht werden sollen. Sauter nennt die Gründe:«Zuerst waren wir künstlerisch nicht bereit, danach hatte es gesundheitliche Gründe.»
Künstlerisch nicht bereit? Bei Tranceactivity liegen die Kompositionen als Ausgangsmaterial vor, die fertige Version entsteht aber gezwungenermassen in der Band, Interaktion ist ein ganz wichtiges Element. Und dafür muss eben alles zusammenpassen:«Es ist Musik, an der man zusammen arbeiten muss, bis sie reif ist», sagt Sauter.
Mehr Konsequenz
Die Band existiert seit 15 Jahren, und sie sei in dieser Zeit «konsequenter geworden», sagt der Gitarrist, habe sich immer stärker zum «Klanglabor» entwickelt. Charakteristisch für die Kompositionen sind nicht in erster Linie Akkordfolgen, sondern Klänge, Klangfarben, Simmungen. «Unsere Musik entsteht nur in genau dieser Konstellation», sagt Sauter.
Die Band verschmelzt Einflüsse aus Electronica, Rock, E-Musik mit dem Spielkonzept des Jazz. So sehr kümmert sich Sauter aber auch nicht um die Frage, ob dies nun modern und innovativ sei: «In erster Linie muss es interessant sein.» Und obwohl die Musik vielschichtig ist, ist sie live genau so reproduzierbar. Möglich machen dies Elektronik und Loops, die den Klang verdichten und orchestral aufbauen. Es ein ganz eigenständiger Klang, jener von Tomas Sauter Tranceactivity.
Info: Tomas Sauter Tranceactivity: «Findling» (Catwalk). Sauter spielt heute abend im Théatre de Poche Sologitarre im Rahmen des Internationalen Gitarrenfestivals.
Tobias Graden, Bieler Tagblatt/CH, 02.2011

Energ(et)ische Sounds. An ambitionierten Talenten mangelt es der Schweizer Jazzszene nicht. Auch wenn der Weg zu (inter)nationaler Anerkennung kaum weniger steinig als auch schon geworden ist. Einen entschlossenen Schritt in diese Richtung getan hat das Trio des Bieler Gitarristen Tomas Sauter mit der „fluo“ überschriebenen Debüt-CD, die gemäss eigenen Angaben „Energetic Trance Jazz“ zu Gehör bringt. Der selbstbewusste Auftritt von Sauters folgerichtig „Traqnceactivity“ getauften Band beschränkt sich indes nicht auf die Image Ebene der Verpackung. Alle elf ohne Overdubs eingespielten Titel zeugen viel mehr von einem ebenso eigenwilligen wie überzeugenden Konzept, das sich keineswegs mit Luftblasen begnügt.
Mit dem gewieften E-Bassisten Urban Lienert und dem subtil mitspielenden Schlagzeuger Christoph Staudenmann gehört Sauter zu einer jungen Garde von bestens geschulten Schweizer Jazzmusikern, die ihren eigenen Stil suchen und auch finden, auch wenn Anleihen bei Guitar-Jazz-Grössen wie John Abercrombie oder Steve Khan durchaus wahrzunehmen sind. Sauters Band versteht sich auf die spannende Verschmelzung von Ambient- wie auch Drum’n’Bass- mit Jazzelementen und die improvisatorische Bearbeitung des ausnotierten Rohmaterials im Sinne kreativer Jamsessions. Zum Markenzeichen von „Tranceactivity“ gehören überdies Sauters Guitar-Loops, die den Sound um tragfähige Stimmen bereichern und das Klangspektrum des Trios wesentlich erweitern. Das Lob von Altmeister George Gruntz, erfahren in Begegnungen mit begabtem Nachwuchs, im CD Booklet kommt demnach nicht von ungefähr.
Neue Mittellandzeitung / CH, 06.08.99


Vielgesichtige verschworene Einheit
Seit drei Jahren betreibt der Gitarrist Tomas Sauter ein Trio unter dem Namen Tranceactivity. Nun präsentiert diese zwischen zeitgenössischen Trends und der Jazztradition oszillierende Combo ihre erste CD.

Komponieren scheint für Tomas Sauter einfach so zum Leben zu gehören, wie für andere Leute das Tagesschauschauen oder sonntägliche Spaziergänge im Wald. “Ich habe schon sehr früh mit dem Komponieren begonnen”, sagt der inzwischen 25 Lenze junge Absolvent der Jazzschule Luzern, “allerdings brachte ich früher die Ideen in meinem Kopf nicht immer adäquat aufs Notenpapier. Heute klappt das schon viel besser.”

Sauter ist aber alles ander als ein diktatorischer Komponist, bei der Ausgestaltung seiner Stücke dürfen seine Partner - der E-Bassist Urban Lienert und der Schlagzeuger Christoph Staudenmann, der selbst auch ein paar Stücke zum Repertoire beiträgt - ein gehöriges Wörtchen mitreden. Bei vielen Proben in einem mit Eierkartons und Wolldecken ausstaffierten Proberaum in einer ausrangierten Bieler Fabrik der Firma Biella werden die Stücke gemeinsam erarbeitet, einiges bleibt dabei auf der Strecke, es kommt zu Umstellungen und Abänderungen, man geht in die Details und feilt an Spannungsbögen. Der Besucher merkt sofort: Hier sind drei Freunde am Werk - locker und doch konzentriert, spielerisch und auch ernsthaft.

Sauters Trio segelt unter dem Namen Tranceactivity, das erste Album der Gruppe heisst “Fluo” (Brambus) und trägt als Untertitel eine dieser vielen modischen Etiketten, die zur Zeit im Umlauf sind und dem Musikliebhaber annoncieren sollen, dass sich die Musik auf der Höhe der Zeit bewegt, aber denen sonst keine allzu grosse Aussagekraft attestiert werden kann: energetic[trance]jazz. Was verbirgt sich dahinter? Eine von Jazz, Fusion und aktuellen Dancfloor-Praktiken beeinflusste, vielschichtige Gitarrentriomusik, die mit ausgetüftelten Klangflächen, progressiven Harmonien und verschlungenen Melodien aufwartet und mal von entspannten, mal von hektischen Grooves vorangetrieben wird. In den konventionellen Passagen erinnert Sauters Gitarrenspiel an Vorbilder wie Pat Metheny, Mick Goodrick oder John Abercrombie, in homöopathischen Dosen sind auch Elemente seines Lehrers Christy Doran auszumachen, dazu kommen Stücke in denen es keine herkömmlichen Improvisationsanteile mehr gibt, sondern ein dichtes Geflecht von Moods und Grooves kreiert wird, wobei Sauter hier mehr als einen Griff in die maschinelle Trickkiste wagt, die aus je zwei Loop und Delaygeräten und einem Verzerrer besteht.
Bernerwoche / CH 21.11.99

 
Nach 40 Jahren im Wind einer Karriere kann einem kaum mehr etwas so schnell umhauen. Zudem sind im Jazz die grossen Leitfiguren fast gänzlich von den Bühnen- und neuen Schallplattenflächen verschwunden. Umso erstaunter realisieren bestalltere Kollegen und ich in letzter Zeit ein überraschendes Aufkommen von jungen, talentierten und erfreulich engagierten Musikern, als Erzeuger von neuem, positiv bedrohlichem Wind! Tomas Sauter, Urban Lienert und Christoph Staudenmann gehören dazu. Aber sie sind nicht nur musikalisch technisch stark, sie formulieren gescheit in neuen Formen und wissen, nur die starke persönliche Aussage hebt über den Durchschnitt.

Hut ab! Sonst bläst ihn in der Nähe dieser drei eine imponierende Brise zum Kuckuck: Gott macht das Freude! Viel Spass Euch dreien, und natürlich allen, die zuzuhören wissen.
George Gruntz, Juli 1998

 
Neue CD mit sphärischem Groove
Die Taufe von Flora ist gelungen. Mit ihrem neuesten Silberling «Flora» beging das eher junge Trio «Tomas Sauter Tranceactivity» im recht gut besuchten Théâtre de Poche in der Bieler Altstadt eine interessante CD-Taufe.

Die Formation «Tomas Sauter Tranceactivity» besteht seit vier Jahren und tritt in ihrer aktuellen Zusammensetzung mit Tomas Sauter (Gitarre und Effekte), Urban Lienert (E-Bass) und Christoph Staudenmann (Schlagzeug) auf. Tomas Sauter und Christoph Staudenmann sind in Biel aufgewachsen und sind zur Zeit am Bieler Konservatorium als Dozenten tätig. Mit Urban Lienert verbindet sie die Stadt Luzern, wo dieser geboren wurde und Sauter sowie Staudenmann an der dortigen Jazzschule studierten. Nach dem Erstling «Fluo» von 1999 folgte nun der zweite Streich mit «Flora», die nun inhaltlich mit guter Live-Atmosphäre dem interessierten Publikum im Théâtre de Poche vorgestellt wurde.
Tonangebende Interaktion
Mit Jahrgängen von 1969 bis 1974 ist das Trio noch eher jung und knüpft musikalisch auch entsprechend an die aktuelleren Trends an. Nach eigenen Ausführungen ist ihre Musik im Bereich Live-Drum'n Bass und Ambient anzusiedeln, wobei stilistisch eine Art Energetic-Trance angestrebt wird. Im Vordergrund stehen nicht ausgeprägte Solopassagen der Triomitglieder, sondern intensiv miteinander gekoppelte Interaktion ist
tonangebend. Im Bereich der Improvisationen, für die vor allem Tomas Sauter zeichnet, wird im Bereich des sehr satten und ausgewogenen Sounds reichlich getüftelt. Insofern werden auch die elektronischen Möglichkeiten aus dem DJ-Bereich wie etwa Lowpass Filter, Ringmodulator und Loops herangezogen und weidlichst ausprobiert. Allerdings artet damit die Melodieführung nicht in eine reine Effektgerätedemonstration aus, die
Effekte werden sehr sorgsam und äusserst gezielt eingesetzt, um den in sich eher einfach strukturierten Grundthemen eine doch beachtliche eigenständig wirkende Ausgestaltung zu verleihen. Der Rhythmus ist getreu dem Drum'n-Bass-Prinzip intensiv und pulsartig aufgebaut, womit in gewisser Hinsicht eine repetitive Wirkung erzielt wird. Allerdings versteht es Christoph Staudenmann ausgezeichnet, immer wieder geschickte Variationen
einzubringen, sei es im Pulsablauf oder in der Gestaltung der Klangfarben. Dadurch erhält sein Spiel eine willkommene dynamische Note, die zum bisweilen sphärisch wirkenden Spiel von Tomas Sauter sehr gut kontrastiert. Nebst seinen erwähnten Soundtüfteleien bietet Tomas Sauter nicht nur ein grundsolides und ebenfalls variantenreiches Gitarrenspiel, sondern zeigt sich gerade auch bei seinen gut strukturierten Improvisationen sehr finderisch. Löblicherweise verzichtet er fast gänzlich auf allzu ausladende Experimente, so dass er jederzeit musikalisch präsent ist und auf seine Mitmusiker entsprechend eingehen kann. Bindeglied zwischen den pulsierenden Rhythmen und sphärischen Sounds bildet das eher unspektakulär wirkende
E-Bass-Spiel von Urban Lienert. Mit seinem sehr präsenten und soliden Bassfundament vervollständigt er nicht nur das Interaktionskonzept, sondern steuert sehr viel zum eigentlichen Groove des Trios bei. Bei genauerem Hinhören entfaltet er ähnlich wie sein Kollege am Schlagzeug eine beachtliche Feindynmaik der kleinen Variationen, die eine gute Konstanz gewährleisten, ohne dass dabei aber lange Weile aufkommen würde. Zusammenfassend darf dem Trio eine durchaus gelungene CD-Taufe bescheinigt werden, zumal auch die Lokalität für einen sehr direkten und «ungefilterten» Kontakt zur Bühne sorgte.
Bieler Tagblatt / CH 18.03.02

 
Trance steht drauf - Jazz ist drin
Wieso sich ein Dozent für Improvisation immer mehr vom Solieren entfemt; weshalb sich eine Band an der elektronischen Musik orientiert, aber keine Computer benutzen will; und warumsich eine Gruppe den Begriff «Trance» in den Namen schreibt, ohne damit etwas zu tun haben zu wollen. Wir haben nachgetragt. Bei Tomas Sauter, Gitarrist und Kopt des Jazztrios Tranceactivity.
Tranceactivity? Klingt irgendwie wie die Kombi-Aktion einer Regionalbahn, dank der billiger mit der Eisenbahn zu einem Tanzanlass dritter Klasse fahren dart, wer noch jung und modern ist. Wenn jemand aber sein jazzverwandtes Musikprojekt Tranceactivity nennt, dann will er uns darauf hinweisen, dass hier einr zu Werke geht, der sieh den Launen der Gegenwartskunst nieht verschliesst, der sich nieht zieit, ungeniert mit der Moderne zu flirten.
Atmospharen statt Soli Beim kundigen Publikum lost das Namensfragment «Trance» indes eher Panik anstatt .Gwunder aus. Trance nennt sich nämlich jene künstlerisch dubiose Spielart des Techno, die man auf Compilations bei Ex Libris kaufen kann und die gerne an Messemodeschauen zu den Darbietungen irgendwelcher Magic-Dancers gespielt wird.
Mit diesem Zweig der Trance-Musik will Tomas Sauter, der Kopf und Gitarrist des Projekts Tranceactivity, allerdings nichts zu· tun haben. «Mit Trance ist in unserem Falle eine Musik gemeint, die nicht auf geschwätzigen Soli baut, sondern in erster Linie auf Atmosphären fusst. Dabei stünden ihm Projekte wie Autechre, Photek oder die düsteren Klangschichtungen von Massive Attack naher als Ex-Libris-Trance und das kundige Publikum atmet beruhigt auf.
Neuzeit-Musik statt Modern Jazz Vor vier Jahren noch, als Tranceactivity gegründet wurde, hatte sich die Band dem modernen Jazz-TrioSound verschrieben. Gitarre (Tomas Sauter;T 0 Y, Guitarthing), Bass (Urban Lienert; Manufactur) und Schlagzeug (Christoph Staudenmann; Brink Man Ship) streiften noch auf gut bevölkerten Boulevards durch die Jazzwelt.
Erst mit der Zeit lugte man auch in den Sperrbezirken vorbel,liess sich von Patterns der elektronischen Musik inspirieren, adaptierte diese ins Jazzhandwerk, und Sauter reicherte sein Gitarren-Inventar mit allerhand neuzeitlicpen Effektgeräten an.
Handwerk statt Computer Heute kreist die Musik von Tranceactivity urn Psychedelik, Art-Rock, Jazz und die repetitive Rhythmik heutiger Club-Musik; bleibt bloss die Frage, weshalb Sauter und seine Mannen nicht wirklich der elektronischen Musik· frönen: «Ich produziere selber Musik am Computer», sagt Sauter dazu, «doch im Gegensatz zu dieser konstruierten Musik gibt es bei Tranceactivity Improvisation und Interaktion. Es sind Musiker am Werk, die miteinander agieren. Wir bewegen uns an der Schnittstelle zwischen elektronischer und gespielter Musik und versuchen von beiden Seiten die wichtigen Parameter herauszudestillieren. KlangIich entsteht dabei eine Ästhetik, die eher in der elektronischen Musik anzusiedeln ist, der Zugang zur Musik jedoch kommt aus dem Jazz und der Improvisation.»
Energetik statt Improvisation Ausufernde Soli sind auf der angesprochenen CD «Flora» nur selten zu vernehmen. Ein Umstand, der für Sauter - immerhin Dozent für Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater·in Biel keine ungewöhnliche Entwicklung darstellt: «Ich entferne mich bei Tranceactivity vielleieht von der melodischen Improvisation, dafür stehen aber andere Parameter wie Spannungsbögen, Sounds und die Energetik im Vordergrund. Ausserdem lässt es sieh auch auf zwei Tonen improvisieren»,
Ein hübsches Pfllinzchen ist daraus erwachsen, kultiviert von einem Trio, das sich erfinderisch nach neuen Methoden der musikalischen Zuchtkunst umschaut.
Berner Woche / CH 7.-13.03.02


 
Mit Flora legt das Trio Tranceactivity um den Bieler Gitarristen Tomas Sauter bereits sein zweites Album vor. Diesmal ist das Ganze der Pflanzenwelt gewidmet, die Stücke heissen Chlorophyll, Fungus, Trees oder Weed, Kernstück des Albums ist jedoch die Plankton-Trilogie. Wiederum bewegt sich das Trio im Bereich des zeitgenössischen Jazz, raffiniert werden verzwickte Drum’n’Bass-Beats ins jazzige Ambiente eingeflochten und spannende Klangflächen konstruiert. Sauter arbeitet gerne mit Effekten und Loops, mit denen er das klangliche Repertoire der Trioformation dezent erweitert. Beeindruckend ist das Interplay mit der Rhythmusgruppe, die mit dem E-Bassisten Urban Lienert und dem Schlagzeuger Christoph Staudenmann hervorragend besetzt ist. Sauter seinerseits überzeugt mit variantemreichem Spiel und gutem Geschmack für Sounds. leider wird das Trio momentan kaum live zu erleben sein, ist doch Sauter für ein Jahr nach New York emigriert. Bewertung: Vier von fünf möglichen Achtelsnoten: “unbedingt reinhören”
Jazztimes / CH 01/2003


Pour ce second opus, le jeune guitariste Thomas Sauter nous convoque à un régénérant bain musical. Il est entouré d’Urban Lienert à la basse et de Christoph Staudenmann à la batterie avec qui il développe un sens aiguë de l’équilibre.
Les compositions sont pour la plupart du guitariste. Le trio déploie une palette de sons étendue qui puise sa richesse dans un alliage de musiques électroniques et acoustiques. La fluidité est telle qu’on a parfois l’impression d’être en présence d’instruments soufflant.
Inspiré respirant, ce trio sait jouer des silences et ciseler une belle matière sonore. Artistes à suivre...
Jazzbreak.com / F, 2003


Flora del trio Tomas Sauter Tranceactivity (Altrisuoni) è un ottimo album di un gruppo svizzero forse poco noto (aveva comunque già pubblicato un CD per la Brambus Records) ma decisamente interessante.
I tre si concentrano nell’esplorazione della parte più sperimentale associata alla groove music (che loro chiamano trance activity). I brani emergono da piccole intuizioni, spesso più legate ai timbri e alle manipolazioni ritmiche che non alle componenti tematiche. Il chitarrista Tomas Sauter non è certamente un mostro di tecnica, ma sa usare bene tutte le sue capacità per governare un suono che da minimale spesso si fa impetuoso e aggressivo, per poi tornare ad essere quieto e pensoso, immerso nei loop e nelle stratificazioni ritmiche che non si vergognano di prendere a prestito piccoli rumori e grumosità pescati nell’ambiente circostante.
Il bassista Urban Lienert e il batterista Christoph Staudenmann formano una copia molto affiatata, capace di fornire la giusta circolarità al ritmo, con un approccio che spesso fa pensare alle coppie più affiatate della musica drum ‘n’ bass. I dodici brani sono per la maggior parte composti dal chitarrista, ma non mancano due composizioni scritte dal batterista e quattro accreditate al gruppo. Da tenere d’occhio.
All About Jazz / I, 2003


Les choses sont claires tout de suite, c’est le guitariste le patron, il fait tout le travail. Et ce travail évoque irrésistiblement celui de Pat Metheny, avec un certain amour du joli son et un mélange sans solution de continuité de guitare acoustique et de sophistication électronique. Réticent d’abord, je me suis laissé emporter par l’élan, la sincerité, la qualité de jeu, la capacité du trio à se renouveler de morceau en morceau et à construire le disque. Ils alternent des morceaux mélodiques, joués avec une rigueur proche de celle d’interprètes classiques au service d’une oeuvre, et des morceaux improvisés plus courts, presque bruitistes. Si la recette n’est pas nouvelle, elle fonctionne ici à merveille.
Improjazz / F, 22.05.03

 
Der erste Teil des Titels der CD ist treffend gewählt: Der monoton-nervöse Rhythmusteppich á la Drum’n’Bass, die dazu im Kontrast stehenden tiefkühlen Bassgrooves, die psychedelisch-epischen Verzerrungen der Stromgitarre: All dies kann uns in Trance versetzen. Und ist insofern zeitgemäß exakt auf dem Punkt. Wir brauchen heilende Ritualmusik, die uns von unserem Intellekt befreit. Wenn simple, aber effektive Verzahnung zu einem integrierten Ganzen führt, dann können wir sogar auf herkömmliche “Virtuosität” verzichten, die doch immer wieder einer solchen Einheit im Wege steht. Und: Diese Art von Monotonie hat nichts mit langweiliger Einfallslosigkeit zu tun. Deshalb hat man neben “klassischen” Jazzrock-Passagen auch nette kleine Themen eingestreut, richtig zum Mitsingen, teilweise auch zum Entspannen. Und das ganze mit viel Improvisation gewürzt. Vielleicht erklärt das den zweite Teil des Titels der CD: Flora. Monotonie der Trance gegen pflanzlich-musikalisches Wuchern? Aha, deswegen die Grassamen in der Juwelbox!
Geocities.com, Stubenrauch / CH, 11.02

 
Da dieses Ensemble Ambient-Sounds mit Drum & Bass und Jazzelementen kombiniert, fand es für sich den Stilbegriff des Energetic-Trance-Jazz. Tomas Sauter und seine Band Tranceactivity entwickeln dabei ein eigenständiges musikalisches Vokabular. Ihre Musik ist eine erfrischende Mischung aus Improvisation und Komposition, die Sounds reichen von Ambient über Minimal Pattems bis zu Industriegeräuschen...
Swiss Music News / CH, 29.08.03

 
Trancejazz – innovativ und dynamisch
Mit ihrer trendigen lazzkonzeption, die live gespielte Musik geschickt mit Samples, Drum'n' Bass-und Ambient-Rhythmen verknüpft, tritt das Trio um den jungen Bieter Gitarristen Tomas Sauter am kommenden Samstag in der qltner Vario Bar auf.
Indem zu einem Standardwerk gewordenen «Grossen Jazzbuch» des verstorbenen deutschen Jazzpapsts Joachim-Ernst Berendt wird Jazz ab 1980 als «postmoderner Jazz» ausgewiesen. Diese grobe Klassifikation, die gerade wegen ihrer Einfachheit verwirren mag, kann für einmal anhand eines Schweizer Gitarrentrios (was hierzulande auch eher eine Seltenheit ist) konkretisiert werden. Denn die Musik von Tomas Sauter Tranceactivity, weIche der Verein Jazz in Olten am Samstagin derVario Barpräsentiert,folgt im weitesten Sinne dem Credo der Postmoderne: «anything goes».
Nicht der Tradition verpflichtet Tomas Sauter (Gitarre, Loops), Urban Lienert (E-Bass) und Christoph Staudenmann (Drums, SampIes) sind drei junge Musiker -keiner ist über 32 Jahre alt -, die bestens ausgebildet sind und die Jazzgeschichte kennen. Doch sie alle waren es müde, die abgetrampelten 'Pfade derTradition(alisten) weiterzugehen, so wie es viele ihrer Berufskollegen, tun. Die Interpretation von Standards nach konventionellen Mustern (Thema -Solo -Thema) oder von «standardadaptierten Eigenkompositionen langweilt. Vielmehr haben sich die drei mit der konmerziellen Pop und Dancemusik der jahrtausendwende auseinandergesett, haben die Schnittstelle zwischen akustischer und elektronischer, cotmputergenerierter Musik gesucht und erforscht.
Der Bandname «Tranceactivity» ist somit durchaus programmatisch zu verstehen. Stilistisch könnte die Musik
von Sauters innovativem Trio als Live Drum 'n' Bass und Ambient bezeichnet werden - auch wenn die Basis nach wie vor der Jazz bildet. Jedenfalls hat man sich von langen geschwätzigen Einzetsoli abgewendet. Niemandem muss mehr bewiesen werden, dass man technisch versiert ist.Vielmehr stehen Interplay, Kollektivimprovisation, weit angelegte Spannungsbogen von hoher Intensität oder atmosphärische Klangbilder im Zentrum. Da kann ein Tune seinen Charakter und seine Struktur auch einmal über einen Sound oder ein einfaches, endlos wiederholtes Pattern (anstelle einer konventionellen einprägsamen Melodie) erhalten. Neben den verdichteten Grooves im Grenzbereich zwischen Konserve und live gespielter Musik bleibt eine ausgeprägte
Dynamik aber stets erhalten. Beeindruckend ist, wie insbesondere Sauter dank den Live-Gitarrenloops für Mehr
stimmigkeit sorgt und wie ungezwungen Staudenmann den Computer einsetzt und dadurch für anregende Poly
rhythmikbürgt, die jedoch derTanzbarkeit der Musik keinen Abbruch tut.
Äusserst konstruktiv Analysiert man die Hintergründe und Ideen der Konzeption von Tranceactivity, so werden die zahlreichen Bezüge zu Epochen der Jazzgeschichte deutlich und in diesem Sinne kann auch von postmodernem Jazz gesprochen werden. Kollektivimprovisationen erinnern an New Orleans, Mingus, Freejazz; die langen Spannungsbogen ohne exzessive Soli an die Zeit des Cool Jazz; das repetitive für Einpräg
samkeit sorgende Element an den Hardbop/Souljazz.
Ein derartiger Umgang mit der Jazztradition ist in einer Zeit, in der der Neokonservativismus die Jazzszene dominiert äusserst konstruktiv und begrüssenswert und man darf das samstägliche Konzert, der übrigens bereits seit drei Jahren existierenden Band, mit Spannung erwarten.
Oltener Tagblatt / CH, 12.01

 
Atmosphärische Klangbilder mit Sogwirkung
Mehr Grooves und· Elektronik: „Tranceactivity“ ist alles andere als ein klassisches Gitarrentrio.
„Tranceactivity“ besteht aus Musikern, die ihr Handwerk an der Jazz Schule Luzern gelernt haben: Doch bei Tomas Sauter (guitar, loops), Urban Lienert (bass) und ChristophStaudenmann (drums; electronics) ist vom Jazz nicht mehr viel übrig geblieben. Das Trio gibt im Kulturwerk l18 das letzte Konzert in der Reihe Megaphon,die in diesem Herbst mit Bands wie Erik Truffaz, Kubus oder Manufacrur für einige Höhepunkte gesorgt hat.

Schon immer mit einem grossen Anteil «Space» versehen, hat sich die Musik von Tranceactivity neuerdings noch deutlicher auf Sounds, Grooves und Moods ausgerichtet. «Zumindest im Proberaum experimentieren wir zurzeit mit ziemlich ausgefreakten Sachen», sagt Tomas Sauter. Er selber hat begonnen, mit Ringmodulator und anderem DJ Equipment zu arbeiten. Und auch der Schlagzeuger Christoph Staudenmann bringt in jüngster Zeit elektronische Zutaten ins Spiel.
Die Musik von Tranceactivity entfaltet sich in betont Trancemässigen Stücken, in denen Drum-'n'Bass-Rhythmen und andere Grooves die Kicks angeben. Die Musiker verzichten auf ausgedehnte Soli. Stattdessen erzeugen sie im Kollektiv atmosphärische Klangbilder mit gutem Sog.
Ihre erste CD ist letztes Jahr auf Brambus erschienen.
Luzerner Zeitung / CH, 12.99

 

Tomas Sauter/ Daniel Schläppi

«Indian Summer is a wonderful recording. Great compositions, and playing, from two players who create a beautiful sound together. Not only is the playing great, but the recorded sound of the instuments, makes it a pleasure to listen to. I hope to many times.»
John Abercrombie, 12.2005


«Frühlingstag, Wunderland
Die Musik des Gitarristen Tomas Sauter und des Bassisten Daniel Schläppi ist von einer Art, dass sie leicht übersehen oder überhört wird. Das liegt an ihrer Qualität. Sie drängt sich keinem auf, springt niemandem, wham bang, ins Gesicht. Kein Zufall, dass die beiden gleich bei ihrer ersten Zusammenarbeit, dem Album ‹Indian Summer› (2006), eine naturbezogen jahreszeitliche Metapher als Titel und einen Blütenzweig als Cover wählten. Sauter/Schläppi geht es ums Organische, um eine Kunst, die eher gewachsen ist als gemacht. Nimmt man sie wahr, scheint es, als wäre sie schon immer da gewesen, wie ein Stück Landschaft, das durch den besonderen Ausschnitt zur Kunst wird. Was, versteht sich, nur die halbe Wahrheit ist. Die andere besteht aus Arbeit, Erfindung, Technik, Erfahrung. In Sauters Gitarrenspiel schwingt die ganze Geschichte der Gitarre, inner- und ausserhalb des Jazz, von schnellfingerigen swingenden Pizzicati aus der Linie Charlie Christian-Wes Montgomery-John Scofield über versponnen Lyrisches aus der Schule Jim Hall-John Abercrombie-Bill Frisell (zumal die Folk-Einsprengsel des letzteren gleissen wiederholt auf), bis, selbstverständlich, zu Querschlägen und Elektrolandschaften in memoriam Jimi Hendrix.
Und doch ist, in seinen Kompositionen, in seinem Spiel, Sauter immer ganz himself. Nicht anders als Schläppi, der sich, ein Kuriosum, in seiner Musik ebenso mit Fundamentalem befasst wie ausserhalb (er ist promovierter Historiker, Fachgebiet: ältere Schweizer Geschichte). Den beiden ist in diesem Jahr ein besonders poetisch blühendes Duo-Album geglückt, ‹First Day in Spring›, eine subtile, behutsame Folge von ‹Stücken nach der Natur›, durchsetzt von kleinen Anekdoten. Und soeben haben sie die intime Introspektion ins Trio geweitet, durch den Zuzug des Drummers Jorge Rossy, dessen nerviges und feines Schlagzeug wir von der Zusammenarbeit mit Brad Mehldau kennen. Eine wunderbare Scheibe, mit Kabinettstücken wie der ‹Giant Steps›-Travestie ‹Minor And Major Steps› und, mir besonders lieb, herzergreifend Balladeskem. World class made in Switzerland.»
Peter Rüedi, Weltwoche, 27.10.2011

«Blühende Bäume
Im Jahr 2006 machten der Gitarrist Tomas Sauter und der Bassist Daniel Schläppi mit dem stimmungsvollen Duo-Album ‹Indian Summer› auf sich aufmerksam. Nun haben die beiden Schweizer wiederum zusammengefunden, und erneut überzeugen ihr filigranes Spiel, ihre poetische Innigkeit, ihre souveräne Technik. ‹First Day In Spring› umfasst elf Kompositionen von Tomas Sauter, dazu sieben kürzere, als ‹Anecdotes› bezeichnete Stücke, für die meist beide Instrumentalisten verantwortlich zeichnen. Die Musik für zehn Saiten, die ohne lang angehaltene Noten und vielstimmige Akkorde auskommen muss, wirkt ausgesprochen luftig, aber dennoch substanziell. Beliebig ist sie in keinem Augenblick. Vielmehr ist ihr eine meditative Strenge eigen, die sie öfter als durchkomponiert denn als frei improvisiert erscheinen lässt. Hier finden sich zwei Solisten, die in anderen Kontexten ihre stilistische Offenheit immer wieder bewiesen haben, zum hellwachen Zweigespräch. Zur Musik kommt die hervorragende Aufnahmequalität. Für sie zeichnet der durch seine Arbeit für ECM bekannt gewordene Tonmeister Gérard de Haro verantwortlich. Eingespielt wurde das Album im südfranzösischen Pernes-les-Fontaines. Das Ergebnis: Kammerjazz ohne Fehl und Tadel.»
Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 24.04.2011

Spiegel Online Kultur hört auf «First Day In Spring» kammermusikalischen Jazz, «der an ‹Beyond The Missouri Sky› von Pat Metheny und Charlie Haden erinnert, eine der erfolgreichsten CDs der vergangenen Jahre.»
Hans Hielscher, Spiegel Online Kultur / D, 09.07.2011
 
Labsal und grosses Vergnügen
«Gerade erst hat der Berner Tomas Sauter mit seiner Gruppe Tranceactivity das Album ,‹Findling› vorgelegt und sich als versierter Elektronik-Freak geoutet, der, fasziniert von den Möglichkeiten der Vertiefung, der Intensivierung des Gitarrenklangs Natur und Technik miteinander konfrontierte, da kommt er nun völlig abgespeckt im Duo-Format mit seinem Lieblingsbassisten Daniel Schläppi und kredenzt gleich 13 eigene und fünf mit Schläppi geschriebene Stücke, mal akustisch mit Nylon- oder Steelstrings, mal sanft verstärkt als ein veritabler Meister konzertanter Miniaturen, die keine Wünsche offen lassen. Sonst im Trio mit Schläppi und Drummer Jorge Rossy, umsegelt das Duo wirklich sämtliche Tiefen, in denen minderbegabte Duettanten abzusaufen pflegen.
Und 18 Stücke lang nicht ein Sekündchen zu langweilen ‒ diese Kunst beherrschen sie aus dem Effeff. ‹First Day In Spring› eröffnet als Ballade die Palette, ‹Old School› setzt das Programm als dichter Swinger fort, in dem schon deutlicher als sonstwo wird, wie souverän Tomas die raffiniert mit Superchords und Dissonanzen arbeitende neue Schule der Kreisberg & Co. beherrscht. ‹Slow Motion› ist ein ganz aufs Rhythmische konzentriertes Stück, ‹Abstracts› ist ein reifes minimalistisches Werk, das sich fugenlos ins Repertoire zeitgenössischer klassischer Gitarrenmusik einreihen könnte. Das folkloristische ‹Lost In A Book› ist ein Meisterwerk gitarristischen Erzählens, ‹Dark› intensiviert noch die harmonischen Eindrücke aus ‹Old School›, und ‹Girl’s Talk› (nicht Heftis ‹Girl Talk›) bietet eine wunderbar einfache, innige Melodie voller Wärme. Stücke wie die drei ‹Anecdotes› IV‒VI lassen grösstenteils freie gemeinsame Improvisation vermuten, das schnelle, virtuose ‹East River› bietet puren Duojazz-Genuss, die ‹Anecdote VII›› gehört verdientermassen Schläppi ganz allein, und der Ausklang mit ‹Pas De Deux› rundet das Programm noch einmal ganz klassisch-konzertant ab.
Ein Labsal. Ein kleines, grosses intimes Vergnügen. Wer bei ‹Findling› in Sachen Sauter noch unsicher war ‒ bei ‹First Day In Spring› gibt’s keinen Zweifel mehr: Tomas Sauter ist ein grossartiger Musiker, Komponist und Gitarrist.»
Alexander Schmitz, Jazzpodium / D 05.2011
 
Die hohe Kunst des Duo-Spiels!
«Die beiden Schweizer Tomas Sauter und Daniel Schläppi kommunizieren auf ihren Saiteninstrumenten aber derart offen und ideenreich, dass man beim Zuhören weitere Instrumente nicht vermisst. Jeder hört dem anderen dabei genau zu, versucht, seinem Partner Räume zu öffnen, Perspektiven anzubieten. Das kongeniale Duo arbeitet mit Stimmungen und Farben, ergeht sich in langen Melodiebögen, blinzelt zur Jazztradition, um sich dann aber wieder kammermusikalisch verträumt davon zu entfernen. Der Gitarrist Sauter und der Bassist Schläppi verstehen es mit Formen und Erwartungen zu spielen, sie zu umspielen und ihre Konversationen dabei immer luftig und leicht wirken zu lassen. Die hohe Kunst des Duo-Spiels!
Christoph Giese, Jazzthing / D 15.08.2011

«Als exotisches Gespann an Gitarre und Bass haben Tomas Sauter und Daniel Schläppi vor fünf Jahren überrascht. Ihr Debut ‹Indian Summer› wurde zum Grosserfolg bei Jazzliebhabern. Nun doppeln die beiden mit ‹First Day in Spring› nach.»
Radio DRS Kulturtipp, Nr. 10, 05.2011

Überragendes Saitenalbum
«Bereits mit ‹Indian Summer› legten Tomas Sauter und Daniel Schläppi ein überragendes Saitenalbum vor. Mit ‹First Day In Spring› tun sie der Überlegenheit in keiner Weise Abbruch. Natürlich ist das nicht überheblich gemeint – und wenn, dann nur berechtigt. Obwohl wir uns während den Stücken an Aufnahmen von Ralph Towner, Pat Metheny und John McLaughlin erinnern, ist das nur Lob und in keiner Weise ein ‹Plagiatsvorwurf›. Im Gegenteil: Wir können nur stolz sein, dass einerseits eine jüngere Generation auf den Spuren dieser grossartigen Gitarrenspieler weiterzieht, andererseits sind die beiden Musiker zwei würdige Vertreter von einer neuen Jazz-Generation in der Schweiz – eben auch im Ausland. […]
Das Geheimrezept ist wohl in der Ruhe und Bedächtigkeit zu finden, im Gegenteil von Sensation und Effekthascherei. […] Mit akustischer Gitarre und Bass haben wir ein Klangspektrum, welche sich stark vom allgemeinen Mainstream abhebt. […] Tomas Sauter und Daniel Schläppi haben sich gefunden und lassen sich hoffentlich nicht so rasch wieder gehen. Es gibt noch zwei weitere Jahreszeiten, die musikalisch erfasst werden dürfen. Aber es gibt noch ganz viele weitere Themen, die folgen müssen.»
Lukas Vogelsang, ensuite – kulturmagazin, 04.2011

Jede CATWALK-CD ein Bijou
«Fliegende Wechsel / Tomas Sauter und Daniel Schläppi zelebrieren auf ihrer neuen Duo-CD ‹First Day In Spring› die hohe Kunst des Zusammenspiels.
Auf die Beschwörung des ‹Indian Summers› bzw. Altweibersommers auf dem 2006 erschienenen Erstling folgt nun die Begrüssung des Frühlings mit ‹First Day In Spring›. Auf diesem Album setzen der Gitarrist Tomas Sauter und der Bassist Daniel Schläppi ihre zwischen kammermusikalischem Jazz und imaginärer Folklore oszillierende Zusammenarbeit fort, die sich den leisen, intimen Klängen verschrieben hat. Dies will nicht heissen, dass nicht auch mal ‹losgegroovt› würde ‒ allerdings geschieht das auf besondere Art, deren Intensität nicht vom aufgedrehten Lautstärkeregler herrührt, sondern sich aus dem Innersten der Musik selber ergibt.
Um einen unmittelbaren Eindruck von der innigen Vertrautheit der zwei Protagonisten zu gewinnen, hört man die CD am besten ‹von hinten›, d.h. man spielt das letzte programmatisch ‹Pas De Deux› betitelte Stück aus der Feder Sauters an: Die beiden Instrumente umschmeicheln sich wie zwei Katzen, wobei die Gitarre und der Bass die Leadfunktion in fliegendem Wechsel tauschen. Überhaupt verflüchtigt sich in diesem feinen Melodiegeflecht die Unterscheidung zwischen Solo und Begleitung ‒ jeder Teilhaber übernimmt beide Rollen, manchmal versetzt, zum Teil auch zugleich. Das ist Interplay, das der Vollkommenheit schon sehr nahe kommt, hör- bzw. fühlbar gemacht durch die aussergewöhnliche Qualität der Aufnahmen, die einen in die unmittelbare Nähe der beiden Instrumente versetzt. Dort lassen sich die Griffe in die Saiten, ja sogar das Schleifen über dem Griffbrett förmlich spüren.
Diese hohe Aufnahmequalität ist ein Markenzeichen von CATWALK, dem Label, auf dem ‹First Day In Spring› erschienen ist und das von Tomas Sauter und Daniel Schläppi in Eigenregie betrieben wird. Die beiden haben höchste Ansprüche an ihre Produktionen und setzen diese auch um, was sich insofern lohnt, als bislang jede CATWALK-CD ein Bijou geworden ist.»
Georg Modestin, Der Bund, 19.05.2011

«Seit Jahren treffen sich der Bieler Gitarrist Tomas Sauter und der Berner Bassist Daniel Schläppi zum intimen Pas de Deux, und sie haben mittlerweile eine Übereinstimmung gefunden, die unmittelbar anrührt. […] zwei wache und empathische Gesprächspartner im Dialog.»
Apéro DRS 2, 12.04.2011

«Gute Musik braucht nicht unbedingt viele Instrumente. Tomas Sauter und Daniel Schläppi beschränken sich auf ein paar Saiten, auf Gitarre und Kontrabass. Doch es fehlt nichts. Die Stücke auf ‹First Day In Spring› klingen leicht und warm wie der Frühling. Jazzig, manchmal bluesig, aber auch verträumt, harmonisch und sanft. Perfekt, um sich ins Gras zu legen und den Wolken nachzuschauen. Wem der Sound gefällt, sollte sich unbedingt auch ‹Indian Summer› anhören, die erste CD der beiden genialen Schweizer Musiker.»
Coopzeitung, 24.05.2011
 
 «Leichtigkeit, Lockerheit und Coolness. Allerdings ist das Saitenspiel der beiden so reichhaltig, dass drei Worte dazu kaum ausreichen.
Es gibt wenige Musiker, die aus zehn Saiten eine derart unendliche Fülle an Klangfarbe und Tiefe herauszupfen. Tomas Sauter und Daniel Schläppi gehören zweifellos zu diesen Raritäten. Mit ‹First Day In Spring› belegen sie einmal mehr ihre musikalische Reife. Aus der Essenz der Musik, der Einzigartigkeit einer jeden einzelnen Note, erzeugen sie vollendete Stimmungen, die den Hörer ins Träumen und Schwelgen versetzen. […]. ‹First Day in Spring› ist ruhig und melancholisch, keineswegs aber traurig. Im Gegenteil: Es verbreitet ein Gefühl der Liebe und Freude. Es versprüht Gelassenheit, versetzt uns in ein Klima des Wohlgefühls, lässt uns den Moment geniessen und die Dinge geschehen. […] Ein Dialog mit einer derartigen Klangfülle, dass das Werk ‒ von aussen betrachtet ‒ einen ganzheitlich-orchestralen Charakter erhält. […] einzigartig in seiner Art.»
Luca D’Alessandro, Jazz’n’more, 05.2011

Meister des Filigranen
«‹First Day In Spring› wurde im Edel-Studio von La Buissonne in der Nähe des südfranzösischen Avignon aufgenommen und gemischt und entfaltet ein weites Panoptikum der musikalischen Themen, Stile und Ideen. Das Spektrum reicht vom kammerjazzig Balladenhaften bis zum versteckten Blues, vom impressionistisch Fliessenden bis zur detailverliebten Miniatur, von folkinspirierten Klangassoziationen bis zum pfiffig verschmitzten Modern Sound. […] Über insgesamt 18 Kapitel hinweg fusionieren Sauters und Schläppis Gestaltungswelten auf diese Weise mit einer betörenden Selbstverständlichkeit und ermöglichen es den beiden Meistern des Filigranen, musikalische Gespräche abseits der gängigen Hörerwartungen zu entwickeln. Das ist vollendet harmonische Duo-Kunst, würdig, viel gehört zu werden.»
Magazin Koellefornia / D 09.06.2011
 
 «Wenn man eine Weile hineinhört in diesen Frühlingstag von Sauter und Schläppi, dann breitet sich in einem ein richtig luxuriöses Gefühl aus – wie wenn man seelenruhig in einer weichen Wiese liegen würde, unter einem blühenden Baum. Zwischen den jungen, frischgrünen Blättern tanzen die Sonnenstrahlen, und die Gedanken beginnen zu fliegen.»
Sara Trauffer, Klangfenster DRS 2, 10.05.2011

Fabelhafte Improvisatoren
«Die Schweizer Tomas Sauter und Daniel Schläppi sind nicht nur ganz fabelhafte Improvisatoren an Gitarre und Kontrabass, als Labelchefs liefern sie zuverlässig fabelhafte Produktionen ab. Diese Präziosen gelingen ihnen zuverlässig, weil sie nicht aktuellen Trends hinterherhecheln, sondern stattdessen auf zeitlos schöne, zumeist eher meditative Musik setzen, die Mut hat zu sprechenden Pausen, Intimität und Naturbelassenheit. Dennoch griffe es viel zu kurz, ihre vollkommen entschlackte Duomusik aufs Kontemplative einzugrenzen. Wunderbar variieren sie Tempi, Grundstimmungen und Haltungen, wieder denkt man an ‹Beyond the Missouri Sky›, Pat Methenys und Charlie Hadens Klassiker in gleicher Besetzung, auch wenn man weiss Gott keine Epigonen hört.»
Leipziger Volkszeitung / D, 05.2011


Königsklasse der Musik … herausragende Instrumentalisten
Duo ist die Königsklasse der Musik, kein Podium der Eitelkeiten wie das solistische Programm, auch kein Ensemble mit der Möglichkeit, sich hinter einem opulenten Gruppeneindruck zu verbergen. Es ist Kommunikation pur, unmittelbare, ehrliche und für jedermann nachvollziehbare Kreativität. Es ist Kommunikation pur, unmittelbare, ehrliche und für jedermann nachvollziehbare Kreativität. […] Tomas Sauter und Daniel Schläppi spielen seit 2005 im Duo. Der Gitarrist aus Biel und der Bassist aus Bern gehören zu den Autoritäten der Schweizer Jazzszene und beide haben sich über die vergangenen zwei Jahrzehnte hinweg einen internationalen Ruf als herausragende Instrumentalisten erarbeitet. […] So sind die Voraussetzungen ideal, dass aus zwei eigenständigen Klangwelten ein eigener gemeinsamer Kosmos entsteht.»
Herrenzimmer / D 06.2011

Einzigartige Magie
«Da ist sie wieder, diese einzigartige Magie, die entsteht, wenn zwei Musiker ganz beieinander sind und sich beim Spielen intuitiv verstehen. Schon auf ihrem Debüt ‹Indian Summer› haben Gitarrist Sauter und Kontrabassist Schläppi die hohe Schule des perfekten Zusammenspiels zelebriert. Auf ihrer zweiten CD machen sie fünf Jahre später wiederum alles richtig – und klingen dabei noch sicherer, zwingender, lockerer, ohne an Frische zu verlieren. Das Duo schafft es auf sympathische Art, Gegensätzliches zu vereinen: Seine Musik ist höchst komplex und doch ruhig fliessend, stark analytisch und doch frei, virtuos und doch ganz einfach. Kein Ton zuviel, kein eitles Solo weit und breit. Wärmer, erdiger und greifbarer als der Vorgänger, von Gérard de Haro im französischen Edel-Studio La Buissonne produziert, kann dieses Album auch klangtechnisch voll überzeugen. Wer die Werke von Ralph Towner, Pat Metheny und Charlie Haden schätzt, sollte diese Schweizer für sich entdecken. […]
Die vielleicht höchste Kunst von Sauter und Schläppi ist, wie sie es scheinbar mühelos schaffen, dem Hörer so viel Luft zum Nachsinnen und zum Reflektieren zu lassen; wie sie ihm somit die Chance geben, zu überlegen, was genau er da wahrgenommen hat.»
Andreas Boer, Akustik Gitarre / D, 05.2011

«Wie man sich am besten im Traum verliert
Man darf ruhig an ‹Beyond the Missouri Sky› denken, das traumverloren zweisame Album, das Pat Metheny und Charlie Haden 1997 veröffentlichten und das noch immer ein unikärer Meilenstein unbeflissener kontemplativer Versenkung ist. Man darf sich auch freuen, dass Tomas Sauter und Daniel Schläppi nun auf ‹Indian Summer› ein gar nicht epigonales Parallelereignis dazu parat haben. Kontrabassist Schläppi ist ein vielseitiger Aktivposten der eidgenössischen Impro-Szene, Sauter ein Akustikgitarrist von Gnaden. Gemeinsam agieren sie eng verzahnt.»
Dr. Ulrich Steinmetzger, Fuldaer Zeitung / D, 21.07.2007


«Höchst empfehlenswert
Die feinfühlige, intime und doch zwingende CD ‹Indian Summer› vom Gitarre/Bass-Duo Tomas Sauter und Daniel Schläppi ist eine sehr willkommene Veröffentlichung in diesen letzten Sommertagen. Allein schon der Klang der Aufnahme ist sinnlich und tönt überraschend ‹live›, obwohl es sich um eine Studioproduktion handelt. Im Entstehungsprozess erfolgte jeder Schritt höchst überlegt, angefangen mit der Aufnahme durch Benoît Piccand in der Schweiz, bis zum Schlussmix und dem Mastering durch Jan Erik Kongshaug im Rainbow Studio in Oslo/Norwegen (berühmt durch seine Produktionen für ECM).
Meist mit rein akustischem Spiel und nur wenigen Overdubs schaffen Sauter und Schläppi eine Atmosphäre voller Spontaneität, Lebensfreude, und schierer Lust am Musikmachen. Sie spielen ganz speziell für Dich, und zusammen spielen sie aus einem einzigen musikalischen Geist, der wirklich das Herz erfreut. Genau so, wie John Abercrombie in den Linernotes sagt: ‹Indian Summer ist eine wunderbare Aufnahme. Grossartige Kompositionen, hervorragend gespielt von zwei Musikern, die zusammen einen wunderschönen Sound kreieren. Neben dem ausserordentlichen Spiel trägt auch der Klang der Instrumente dazu bei, dass es eine Freude ist die Aufnahme zu hören.›
Die Kompositionen – die meisten von Sauter, eine von Rodgers und Hart (‹I Didn’t Know What Time It Was›) und zwei kurze freie Inventionen – verströmen ein vages Gefühl von Amerika. Einige rufen Bilder vom grossen Himmel hervor, andere tönen wie Country oder Blues, aber vor allem strahlt die Musik Offenheit, Schlichtheit und Geistesgrösse aus. Es gibt hier keinen Hauch von Zynismus, Pseudo-Hipness oder vorgetäuschter Coolheit, und dies ungeachtet der manchmal sehr komplexen Harmonien und Melodien!
Möglicherweise ist es die mit den Fingern, ohne Verstärkung und akustisch gespielte (Nylon und Steel-String) Gitarre oder der ebenso natürliche Basssound. Vielleicht ist es die schlicht verblüffende und totale Empathie zwischen Sauter und Schläppi, die Art wie sie sich den Taktstock gegenseitig übergeben, oder einfach wie sie der Musik solches Leben geben können. Ist es etwa die Kombination von nur zwei Instrumenten und der grandiosen Klanglandschaft, in welche die CD entführt? Vielleicht ist es die Mixtur offensichtlicher Präzision mit kaum hörbaren Saitengeräuschen, die doch immer noch zu hören sind.
Was auch immer es sei, diese Musik ist verlockend und verführerisch – in jeder der siebzig Minuten Spieldauer. Höchst empfehlenswert.»
Budd Kopman, All about Jazz / US, 05.09.2006


«Eleganter Dialog
‹Chill Out› heisst eigentlich gänzlich unnötig der letzte der zwölf Titel und zwei Intermezzi dieser CD, deren genussreiche 70 Minuten bis dahin bereits zum erstrebten Ziel des ‹Ausspanns› geführt haben. Durch und durch beruhigend vermittelt ‹Indian Summer› über das virtuose und ausserordentlich delikate Spiel des Schweizer Duos mit dem Gitarristen Tomas Sauter und dem Bassisten Daniel Schläppi Entspannung pur. ‹Indian Summer› ist ein dezentes Album, wie es in dieser Kombination der Instrumente und seiner exquisiten Qualität selten zu erleben ist. Ich benutze das Wort ‹erleben› mit Bedacht, denn das ist es, was einem beim Anhören widerfährt: ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art.
Beim ersten ‹Probehören› macht das Album aufmerksam, beim Wiederhören steigt man tiefer ein und beim erneuten Genuss entdeckt man seine ganze Delikatesse. Gestern hat es mir nach langem heissem Arbeitstag das apostrophierte ‹Chill Out› geschenkt, einen entspannten Ausflug mit ‹Crosscountry›, ‹Flytoget› (was das wohl heisst - ‹Fliegen, um’s zu kriegen› oder ‹Zug zum Flughafen›?), dem traumhaften ‹Sand›, wie das ebenso schöne Titelstück ‹Indian Summer›, ‹Leaving› und die überwiegende Mehrzahl der anderen Kompositionen von Tomas Sauter. Es ist das Bilderbuch einer weiten Reise, folgt man den Titeln.
Erfrischend zwischendrin der Swing von ‹The Most Important Things Aren´t Things› und passend als ‹Gast› eingebracht ‹I Didn´t Know What Time It Was› von Rodgers/Hart, zauberhaft die beiden intimen Intermezzi. Daniel Schläppi lotet die Möglichkeiten seines Kontrabasses ‹Hillman B7› beinahe seelisch aus, Tomas Sauter zaubert auf den Saiten der klassischen Jean-Mairet und der Lowden/Taylor (in ‹Chill Out› mit der Ahnung einer Sitar). Hier haben zwei höchst gediegene Musiker in wundervoll harmonischer Gemeinsamkeit zueinander gefunden. Eines der schönsten String-Alben seit langem - vornehm, sophisticated, perfekt.»
Frank Becker, Musenblätter / D, 17.07.2007


«Ohne Gefühlsduselei
Wenn der Sommer noch eine Erinnerung ist, aufsteigende Nebel aber schon erahnen lassen, was kommt: der Indian Summer, bei uns Altweibersommer genannt. Genauso klingt die Musik des Bielers Tomas Sauter (g) und des Berners Daniel Schläppi (b). Intime und kontemplative Klänge fern jeder Gefühlsduselei. Musik, die die Wärme des Nachsommers in kalte Winterabende trägt. Ruhige, doch intensive musikalische Zwiegespräche zweier Könner: besser als jedes Cheminéefeuer.»
Beat Blaser, Musikredaktor DRS 2 in Radiomagazin, 04.2006


«Schwerelose Atmosphäre»
«Ein bezwingender Mix aus Raffinesse und Simplizität.»
Tom Fuchs, Stereo / D, 08.2007


«Perfekt neben den Schubladen
Diese Musik fällt aus den gängigen Rastern, eben weil sie nichts Trendiges, Lautes oder Aufgeregtes hat. Das Licht gehört gedimmt, die Frage, ob Klassik oder Jazz, gehört vergessen. Das ist schön, sehr, sehr schön ohne Wenn und Aber. ‹Die Freude des Hörens› beschreibt John Abercrombie in den Liner Notes. Solche Platten gibt es nicht oft.»
Rheinischer Merkur / D, 48.2007


«Betörende Gitarren, dazu ein schöner Bass: Das Debüt-Album ‹indian summer› (Catwalk) von Daniel Schläppi und Thomas Sauter klingt federleicht, poetisch und jazzig. Die perfekte Gratwanderung zwischen der Melancholie und der Wärme eines Spätsommertages.»
Katalin Vereb, Coopzeitung, 22/2006


«Maximale Durchlässigkeit
Der Bieler Gitarrist Tomas Sauter und der Berner Kontrabassist Daniel Schläppi begeisterten.
Aus dem Stimmen heraus beginnt Gitarrist und Komponist Tomas Sauter fast absichtslos. Der Berner Daniel Schläppi am Kontrabass zeigt, über anfängliche Begleitmuster hinaus, eine Lust abzukanten, abzukürzen. Beiläufig die Temposteigerung, zuletzt nurmehr wenige Gitarrenakkorde, leise, jetzt ist der Bass ‹vorn›. Die Gitarre passt sich wieder ein, eine Freiheit im permanenten Finden.
Der 1974 in Zürich geborene, in Biel lebende Sauter und sein fünf Jahre älterer Partner haben sich auf ihrer ersten gemeinsamen CD ‹Indian Summer› von der starren Abfolge der Themen und Soli-Durchnahme gelöst. Die Klanglichkeit ist ihnen auch bei den anderen, auf dem eigenen Label CATWALK veröffentlichten Aufnahmen so wichtig, dass man sie zur Endbehandlung zum ECM-Meistermischer Jan Erik Kongshaug nach Oslo gibt. Nichts Geschmäcklerisches kommt dabei heraus, kein eitler, marktgängiger Personalstil.
Die Stücke bleiben ‹roh›, was für einmal ‹durchlässig› bedeutet: offen auf die ständige Selbstreflexion der Rollen im Duo, offen erst recht auf die Anleihen aus der klassischen Gitarren-Literatur, dem Blues, Irish Folk, ja noch Country. Sampling, einmal anders. Das Resultat: eine fast abstrakte Zugänglichkeit, ein In-der-Welt-Sein.
‹Slow Motion›, später, lässt Sauter die folkige Begleitung mit der Hand, Schläppi spitzt das Geschehen zu. Die Anlage ‹springt› mit brüsken Raffungen, stört die vermeintliche Vorwärtsbewegung. Dann ‹Fragment› von Tomas Sauters CD ‹Magic Carpet› als Unisono-Wagnis, mit Dissonanzen bravourös gestaffelt.
Nach der Pause beginnt Sauter ein eigenes Solostück auf der klassischen Gitarre. Zur Hart-/Rodgers-Nummer ‹I Didn’t Know What Time It Was›, stösst Schläppi dazu. Zunächst verharrt er auf der typisch schrubbenden Swing-Bewegung. Plötzlich ist Sauter draussen, Schläppi bleibt an einer Phrase kleben. Unglaublich, wie lange das dauern darf. Sauter hat an die Western Gitarre zurückgewechselt, zerpflückt zum neuen Sound Bossa Nova-Muster. Leichthändigst.
Die E-Gitarre zuletzt, wieder ein neuer Ansatz der Klanglichkeit, dieses Mal flüchtig-vieldeutiger. Wieder tastet sich Sauter um einen vagen Fluchtpunkt. Das hat etwas Trocken-Erdiges. Der Country-Blues nistet mit drin.»
Urs Grether, Basellandschaftliche Zeitung, 26.05.2007


«Klarer Klang
‹Indian Summer› spricht für sich und überzeugt durch Qualität. [...] Die Stücke auf ‹Indian Summer› machen rasch klar, weshalb Abercrombie grosse Freude daran hatte. Die ‹contemporary chamber music› von Sauter und Schläppi sprüht vor Spielfreude, gefällt durch ihre lyrische Grundstimmung und offenbart ein tiefes musikalisches Verständnis zwischen dem Gitarristen und dem Bassisten. In der Tat haben sich mit Sauter und Schläppi im wahrsten Sinn des Wortes zwei gefunden. [...] Der Klang der Aufnahme ist warm, äusserst klar und enorm voluminös - er lässt die ‹Kargheit› der Duo-Besetzung vergessen. Das ist das Verdienst von Jan Erik Konshaug, dem Soundingenieur im Rainbow Studio in Oslo. Er ist eine international anerkannte Kapazität, so lässt beispielsweise das Label ECM seine Aufnahmen dort abmischen.»
Bieler Tagblatt, 29.01.2006


«Jazzige Kammermusik
‹In ihrem Debutalbum ‹Indian Summer› sind beide Musiker gleichberechtigt. [...] Auch wenn das Album durchkomponiert tönt: ‹Live spielen wir absolut jazzmässig, vorgegeben sind nur die Harmonien und einzelne Themen, dazu wird improvisiert›, so Schläppi.
Überragender Klang
Auffallend ist der wunderbare Klang von ‹Indian Summer›. Verantwortlich dafür ist zu einem grossen Teil der norwegische Soundingenieur Jan Erik Kongshaug, dem auch der bekannte Gitarrist Pat Metheny vertraut. [...] Durch den schönen Klang finden auch Leute, die keine Jazz-Connaisseure sind, leicht Zugang zu der Musik von Schläppi und Sauter. Und: Die beiden haben – anders als manche technik- und innovationssüchtige Jazzmusiker – keine Angst vor musikalischer Schönheit. Sauter und Schläppi verzichten auf reine Technik- und Tempodemonstrationen. Trotzdem ist ihre Musik viel mehr als einfach nur schön. ‹Unser Ziel bei ‹Indian Summer› war, relaxed und souverän zu spielen›, sagt Schläppi. Das ist ihnen auf eindrucksvolle Art gelungen.»
Patrick Studer, Solothurner Tagblatt, 05.01.2007


«Leise und verspielte Töne
Bevor man die ersten Phrasen bewusst wahrgenommen hat, ergreift einen schon die gleichsam taktile Qualität dieser Musik. Jede Berührung von Holz und Saiten, jeder Griff am Instrument ist zu hören – und zu spüren. Klang und Melodie bilden auf diesem in Bern aufgenommenen und im renommierten Rainbow Studio in Oslo abgemischten Album eine bemerkenswerte Einheit. Verantwortlich dafür zeichnen aber in erster Linie die beiden Protagonisten, der 1974 in Zürich geborene und in Luzern ausgebildete Gitarrist Tomas Sauter, aus dessen Feder bis auf wenige Ausnahmen auch das Repertoire stammt, und der fünf Jahre ältere Bassist Daniel Schläppi, ein begnadeter Autodidakt und diesjähriger Anerkennungspreisträger des Kantons Bern.
Auf ‹Indian Summer›, so der Name der von Sauter und Schläppi für das gemeinsame Label Catwalk produzierten CD, dominieren leise, verspielte Töne und sangliche Melodien, zu denen man sich unwillkürlich Textzeilen hinzudenkt. Stilistisch ist die Musik nicht eindeutig zuzuordnen, was in diesem Fall ein Gütemerkmal ist: Jazz, Pop- und Folkelemente, ja auch klassische Einsprengsel lassen sich ausmachen. Auf Nummern, die sich durch Titel wie ‹Crosscountry› oder ‹4000 Miles› verraten, tauchen Sauter und Schläppi tief in eine mythisch verklärte ‹Americana› ein, an der auch ein Bill Frisell seine helle Freude hätte. Vom klanglichen und melodischen Wert der Platte abgesehen ist ‹Indian Summer› ein gelungenes Beispiel für eine partnerschaftliche Besetzung, die in der vorliegenden Instrumentalkombination nicht zum Jazzalltag gehört: Auf der CD gibt es denn auch weder ‹Solist› noch ‹Begleiter›, sondern musikalische Funktionen mit alternierenden Trägern.»
Georg Modestin, Der Bund, 15.11.2006


«Ungemein eigenständige Musik
Klangkultur im Grenzgebiet zwischen Klassik und Jazz. Welch ein Debut Album! Sauter und Schläppi sind Klangmaler an Gitarre und Bass. Ohnehin zwei wunderbar miteinander klingende Instrumente. Spätestens seit Pat Methenys und Charlie Hadens Kollaboration ein vertrautes musikalisches Symposium. Sauter (Gitarren) und Schläppi (Bass) sind die Fussstapfen der beiden Weltklasse-Protagonisten nicht zu gross. ‹Indian Summer› ist der gelungene Einblick in die musikalische Welt zweiter Poeten an ihren Instrumenten. Ihre Virtuosität wirkt niemals aufdringlich. Klassische Konzepte wie Metrik und Artikulation fliessen in die Improvisationslust und Spontaneität des modernen Jazz, so dass eine ungemein eigenständige, fast kammermusikalische Musik entsteht. Jan Erik Kongshaug in den ‹Rainbow Studios› in Oslo hat dieser CD obendrein den perfekten Klang verpasst.»
Klaus-Dieter Zeh, Concerto / A, 04.2007


«Neue musikalische Welt
Alles fängt ganz harmlos an, wenn der Kontrabass getragen den Melodielinien der Gitarre folgt. Doch dann werden die Melodien verziert und ausgeschmückt, mit Improvisationen versehen: eine neue musikalische Welt tut sich auf. Das Schweizer Duo von Tomas Sauter und Daniel Schläppi bewegt sich stilsicher in den Gefilden zwischen Jazz und Klassik. ‹Indian Summer› lautet das Programm, was nichts anderes meint als die lichten Klangfarben des Altweibersommers. Sie tauchen auf in den intimen Dialogen, mit denen die beiden Schweizer ihre Kompositionen vorstellen. Wohlgefühle auslösend. Wenn der kammermusikalische Rahmen allerdings aufgebrochen wird, Gitarre und Bass sich aneinander reiben, kommt Spannung auf. ‹Die Melodie löst sich nie dort auf, wo man es erwartet›, sagt Sauter, was seine Kompositionen kennzeichnet. Beim einzigen Jazz-Standard, ‹I didn’t know what time it was› von Rodgers und Hart, glänzt Schläppi mit Glissandi und anderen Basskunststücken. Auch die gelegentlich zum Einsatz gelangende E-Gitarre gemahnt ganz an den Jazz. Ihm sieht sich das seit zwei Jahren bestehende Duo Sauter / Schläppi verpflichtet.»
Reiner Kobe, Jazzpodium / D, 12/2006


«Essentielle Besetzung, Wohlklang und Subtilität
Im Duo mit akustischer Gitarre und Kontrabass haben die beiden Schweizer Musiker die essentielle Besetzung für ihre ganz eigene Form des kammermusikalischen Musizierens gefunden. Genau wie die überwiegend aus der Feder des Gitarristen Tomas Sauter stammenden Kompositionen auf ‹Indian Summer› bewegen sich die Duopartner auch spielerisch im Grenzland zwischen Klassik und Jazz; Artikulation und Dynamik treffen auf Spontaneität und Improvisation. ‹Indian Summer› ist eine schöne Platte, auf der zwei sanftmütige Spieler Wohlklang und Subtilität zelebrieren!
Bass Professor / D, 10.2007


«Wundervolle Töne, seltene Harmonie
Wundervolle Töne dringen da an unser Ohr, wenn Tomas Sauter und Daniel Schläppi in die Saiten von Gitarre bzw. Bass greifen, wie z.B. beim eben gehörten, hymnischen ‹Flytoget›. Welch seltene Harmonie in Klang und Abstimmung, welch wunderschöne Melodien zaubern diese Zwei aus den Bäuchen ihrer Instrumente. Es braucht hier auf ‹Indian summer›, so der Name ihrer CD, keine Kraftanstrengung zum musizieren; im Gegenteil, die Kraft dieses Werkes liegt in seiner ruhigen Gesamtheit, im Wesen der vertrauten Zweisamkeit von Rhythmus und Melodie.
Selbst ein John Abercrombie, seines Zeichens ein nicht gerade untalentierter Saitenkünstler, drückte seine Bewunderung für ‹Indian summer› aus: ‹… eine wunderbare Aufnahme. Grossartige Kompositionen, und ein Spiel von zwei Musikern, die zusammen einen schönen Sound erzeugen›. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, denn Genuss sollte man nicht zerreden.
Erschienen ist ‹Indian summer› auf dem musikereigenen Label Catwalk, welches die Beiden für diese CD gegründet haben, und auf dem auch in Zukunft hoffentlich ähnlich schöne Musik zu hören sein wird.»
Hermann Mennenga, Radio Ostfriesland / D, Jazzcorner 23.08.2006


«versponnene, filigrane, poetische Kammermusik»
Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 23.03.2008


«harmonisch vielschichtige Stücke voller melodischer Anmut»
Tom Gsteiger, Der Bund, 28.03.2008


«Siebzig Minuten mit stimmungsvoller akustischer Musik, viel zu gut gespielt, um als blosser Muzak abgetan zu werden. Diese Kompositionen gehen weit über eine Lektion in Gitarrenartistik oder einen Theoriekurs in Gitarrenstimmen hinaus.
Mein absolutes Lieblingsstück ist ‹4000 Miles› (comp. von Sauter), das aus dem Repertoire heraussticht. Ein schönes Thema, das Solo kombiniert Melodie, Dissonanzen, Blues und brilliante Sounds in den oberen Registerlagen. Zudem coole rhythmische Verschiebungen und rohe Anschläge auf der Gitarre. Ein Teil mit einem Gitarrenarpeggio, einem auffälligen Gitarrensound wird mehrmals wiederholt, wobei jeweils ein Glissando des Kontrabassspielers folgt. Alle diese Bausteine halten die verschiedenen Teile der Komposition zusammen.
Eines meiner liebsten Solos ist in der Komposition ‹Flytoget› (comp. von Sauter) zu hören. Grossartige Gitarrenläufe bar jeder stumpfsinniger Phrasendrescherei, und im Anschluss daran ein melodisches Basssolo.»
Jussi Huolman, Jazzrytmit / Finnland, 18.05.2006


«Gemeinsam haben Tomas Sauter und Daniel Schläppi in den letzten Jahren ihre Vorliebe für die akustische kammermusikalische Kleinstbesetzung kultiviert. Das Ergebnis dieser Arbeit auf zehn Saiten ist brillant.
Mit seinem Debütalbum ‹Indian Summer› legt das Duo nun ein echtes Kleinod vor. In Jahren intensiver künstlerischer Entwicklung haben zwei kreative Musiker zu einer unverwechselbaren Stimme gefunden, die auf gleichberechtigter Partnerschaft im musikalischen Dialog basiert. Tomas Sauter und Daniel Schläppi bewegen sich souverän und mit fliessenden Übergängen im Grenzgebiet zwischen Jazz und Klassik; sie beweisen, dass an klassischen Vorlagen orientierte Konzepte von Metrik, Artikulation und Dynamik im zeitgenössischen Jazz ihren Platz haben und die neue Musik um spannende Ausdrucksformen bereichern. Komposition und Improvisation werden in origineller Weise zu einer authentischen, innovativen, entspannten und ausserordentlich ästhetischen Musik in lyrischen Grundtönen verzahnt.»
«the bird’s eye» Basel, Vorschau 10.2006


«Kreativität, Innovation und Musikalität sind die Markenzeichen des Duos von Tomas Sauter und Daniel Schläppi. Mit ihrem Debütalbum ‹Indian Summer› legt das Duo eine echte Entdeckung vor. Beide seit Jahren als bestandene Bandleader etabliert, positionieren sich Tomas Sauter und Daniel Schläppi im Duo als Highlight der europäischen Jazzszene.
Auf der Produktion ‹indian summer› treffen zwei kreative Musiker aufeinander, die in Jahren intensiver künstlerischer Entwicklung zu einer unverwechselbaren Stimme gefunden haben. Als Einzelspieler beide authentisch und charaktervoll, kombinieren Sauter und Schläppi Gitarre und Bass als gleichberechtigte Partner im musikalischen Dialog. Diese neue Rollenverteilung bricht mit etablierten Mustern und eröffnet neue Möglichkeiten des Zusammenspiels.
Tomas Sauter und Daniel Schläppi bewegen sich souverän im Grenzgebiet zwischen Jazz und Klassik. Ohne ihre Ursprünge im Jazz zu verleugnen, beweisen die beiden Spieler meisterhaft, dass an klassischen Vorlagen orientierte Konzepte von Metrik, Artikulation und Dynamik im zeitgenössischen Jazz ihren Platz haben können und die neue Musik um spannende Ausdrucksformen bereichern.»
Bieler Tagblatt, 30.11.2006


«Mit seinem Debütalbum ‹Indian Summer› legt das Duo Tomas Sauter / Daniel Schläppi ein echtes Kleinod mit Kammermusik vor. Hier haben zwei kreative Musiker zu einem musikalischen Dialog zwischen Jazz und Klassik gefunden. 14 Stücke voller entspannender instrumenteller Musik zum Chillen. Mit der Musik von Sauter und Schläppi kann es nur ein schöner, verträumter Sommer werden!»
Rüdiger-René Keune, Off, Kulturmagazin / D, 06.2007


«Duo ganz bei sich
Man darf ruhig an ‹Beyond the Missouri Sky› denken, das traumverloren zweisame Album, das Pat Metheny und Charlie Haden 1997 veröffentlichten und das noch immer ein Meilenstein unbeflissener kontemplativer Versenkung ist. Man darf nicht nur daran denken, sondern sich freuen, dass diese weit ausgreifende CD der beiden Schweizer wie ein gar nicht epigonales Parallelereignis dazu ankommt und besteht. Diese Musik fällt aus den gängigen Rastern, eben weil sie nichts Trendiges, Lautes oder Aufgeregtes hat. Das Licht gehört gedimmt, die Frage, ob Klassik oder Jazz, gehört vergessen. Das ist schön, sehr schön sogar und perfekt neben den Schubladen. Solche Platten gibt es nicht oft.»
Dr. Ulrich Steinmetzger, Berner Zeitung, 12.07.2007


«Un remarquable duo
Un album haut en couleur qui fait vibrer nos sens et notre imagination! ‹Indian Summer› est un album d’une incroyable qualité musicale où conversent d’une manière saisissante guitare et basse. Chaque morceau a la faculté de nous faire vibrer, de nous transporter vers un univers différent. Notre imagination est ainsi fortement mise à contribution dans ce voyage musical.
Les connaisseurs auront sans doute remarqué les inspirations et les ressemblances de certains morceaux avec les fascinants et renommés jazzmen Pat Metheney, Ralph Towner et Brad Mehldau. Il faut noter ici que ce style de musique demande du temps, du calme et de la patience pour être écouté et apprécié à sa juste valeur. Pour entrer dans l’univers de ce duo, il faut écouter encore et encore ces morceaux pour en comprendre la véritable essence.»
Newzik, 11.2006


«Deux délicats musiciens, le premier guitariste, le second contrebassiste, proposent un CD absolument appréciable dès la première note. Ainsi présentent-ils des compositions qu’ils ont conçues d’une façon remarquable. Toutest empreintes de jolies mélodies où le charme est constant. Mettant en relief l’énorme talent qui les anime. Une prise de son remarquable digne d’ECM permet de découvrir la magnifique chaleur des instruments. Cet été indien est un ravissement avec des dialogues de la part des deux musiciens. Un très beau disque.»
Jazz Notes / F, 05.2006


«Douceur et harmonie pour le jazz d’Indian Summer
L’un et l’autre sont des musiciens jazz confirmés ayant déjà une belle discographie derrière eux. Mais c’est la première fois que le guitariste Tomas Sauter et le contrebassiste Daniel Schläppi sortent un album en commun, intitulé Indian Summer. Une rencontre réussie, qui donne un jazz tout doux, à écouter lors d’une belle soirée d’été. Les notes rondes de la guitare s’égrènent tranquillement, accompagnées par la contrebasse. Oscillant entre mélancolie et sérénité, la guitare prend volontiers des accents classiques ou folk, pour des morceaux qui coulent comme un ruisseau. […] Puis on retrouve des morceaux bien différenciés, dont la mélancolie de ‹The Most Important Things Aren’t Things›, ‹Leaving› et ‹4000 Miles› situés vers le milieu du disque et qui comptent parmi les meilleurs de l’album. Le tout donne un très bon jazz, harmonieux, rafraîchissant et atypique dans le bon sens du terme.»
Hélène Koch, www.swissdisc.ch, 16.06.2006


«Un grand moment en perspective!
Ces deux talentueux artistes vous proposent une musique touchante dès les premières notes. Leurs compositions, conçues remarquablement et portées par des mélodies marquantes au charme affirmé, mettent en relief l’énorme talent qui anime Tomas Sauter et Daniel Schläppi. Leur dernier disque, ‹Indian Summer›, est un véritable poème musical, couvert d’éloges par le guitariste américain John Albercombie. Un grand moment en perspective!»
«Ferme Asile» Sion, Vorschau 10.2006


«Deux délicats musiciens, le premier guitariste, le second contrebassiste se sont rencontrés afin de concevoir l’album Indian Summer. Les compositions y sont remarquables, empreintes de jolies mélodies où le charme est constant mettant en relief l'énorme talent qui les anime. Le tout donne un très bon jazz, harmonieux, rafraîchissant et atypique.»
«Fnac-Balexert» Genève, Vorschau 10.2006


«Créativité, innovation et musicalité caractérisent le duo Tomas Sauter et Daniel Schläppi. Leur programme «indian summer» est une véritable découverte. Ils louvoient avec aisance entre jazz et musique classique. Sans renier leur origine jazzy, les deux musiciens démontrent que des démarches classiques peuvent avoir leur place dans le jazz contemporain et nous font découvrir des formes d’expression très intéressantes. Tous deux reconnus depuis des années comme leaders de groupes, Tomas Sauter et Daniel Schläppi forment un duo de marque sur la scène européenne du jazz.»
«Haute école bernoise spécialisée bernoise», Vorschau 11.2006


«Ein ganz feines Herbstalbum!
Ein ganz feines und irgendwie auch schlichtes ‹Herbstalbum› haben die zwei Saitenartisten Tomas Sauter (Gitarre) und Daniel Schläppi (Akustischer Bass) aufgenommen. Der Titel hätte besser nicht gewählt sein können, denn so relaxed und entspannt klingt nur der Herbst. Die neutrale und unsentimentale Spielweise der beiden trägt den Klang zum Horizont. Wir, die Zuhörerinnen, erhalten dadurch viel Luft zum Atmen und um unsere eigenen Bilder zu projizieren. Die Musik erinnert mich ein wenig an das frühere Schaffen von Pat Metheny – und just las ich in den Beilagen, dass der Soundingenieur Jan Erik Kongshaug, der bevorzugte Techniker von Metheny, diese Aufnahmen in Oslo, im Rainbow-Studio aufegenommen hat. Und je länger wir in dieser Musik zuhören, umso wertvoller, berührender und tiefer versinken wir in ihr. Die zwei Musiker haben alle Ehrungen verdient.»
Lukas Vogelsang, ensuite – kulturmagazin, Nr. 47, 11.2006


«Für einmal nicht Jazz, sondern Kammermusikalisches
Der Kontrabassist Daniel Schläppi ist bestens bekannt als exzellenter Jazzmusiker. Im Praxiskeller Rothrist tritt er aber am kommenden Sonntag im Rahmen einer Matinee zusammen mit dem Gitarristen Tomas Sauter mit einem kammermusikalischen Programm auf. Das dürfte etwas ganz Besonderes für die Musikfreunde sein.
Daniel Schläppi aus Bern am Kontrabass und Tomas Sauter aus Biel an der Gitarre präsentieren ‹short stories in contemporary chamber music›. Beide Künstler haben ihre Ausbildung im Jazzbereich absolviert und zählen heute zu den wohl besten Musikern der Schweiz auf ihrem jeweiligen Instrument.
Aktuell nehmen sie für Radio DRS Zürich eine CD auf und mit diesem Material sind sie aktuell auf einer kleinen Tournee im Schweizer Mittelland. Am Sonntag, 13. Februar um 11 Uhr findet im Praxiskeller an der Bernstrasse 81 in Rothrist eine Matinee mit einem zeitgenössischen kammermusikalischen Programm statt.
In den Jazzclubs Europas zuhause
Daniel Schläppi (geb. 1968) hat rund 270 Auftritte in den renommierten Jazzclubs Europas zu verzeichnen. Es gibt insgesamt vier CD-Produktionen von ihm sowie Konzert-Mitschnitte im Radio-Studio Zürich. Mehrere Auftritte hatte er auf den internationalen Leverkusener Jazztagen und dem ‹Street-Live›-Festival Leverkusen, den Jazzfestspielen Bayreuth sowie den Jazzfestivals von Mannheim und Cully. Er war auch Teilnehmer am Projekt ‹Suisse Diagonale› (Austauschprojekt mit Musikern aus der Suisse romande). Schläppi hat auch in verschiedenen Bands mitgespielt und eine rege Konzerttätigkeit entfaltet. Ausserdem ist er als Instrumentalist und Komponist hervorgetreten.
Das Zofinger Tagblatt schrieb 1996 über ihn: ‹Die kleine bühne zofingen verwandelte sich am Samstag für einige Stunden in einen intimen ‹Elite-Jazzclub›. Das Trio bewies einmal mehr, dass es zu den Besten der Schweizer Jazzszene gehört ...›.»
Aargauer Zeitung, 11.02.2005


«Gegenseitiges Gespür im Duo
Der Kontrabassist Daniel Schläppi aus Bern und der Gitarrist Tomas Sauter aus Biel wurzeln beide auf einer fundierten Jazz-Ausbildung, und sie weisen eine jahrelange Konzertätigkeit im In- und Ausland in diversen Formationen auf. Sie haben sich neu als Duo installiert zur Präsentation von ‹short stories› im Rahmen einer ‹contemporary chamber music›. ‹Reduce to the max› heisst ein gängiger Werbeslogan, er kann aber auch für ihr Konzertprogramm und ihre laufende Tournee mit Zwischenhalt am letzten Sonntagmorgen im Praxiskeller Rothrist benutzt werden.
Das Duo als kleinste Einheit des Zusammenspiels und ein kammermusikalisches Konzept mit neben Jazz-Standards vor allem Eigenkompositionen mit viel Improvisationen verlangen ein immenses gegenseitiges Gespür zur Optimierung einer Musik der leisen und lyrisch-sanften Art, die auch vom Publikum ein Einfühlungsvermögen in ein weitab der gängigen Mainsteam-Wellen angesiedeltes Terrain verlangt. Tomas Sauter zauberte abwechselnd aus insgesamt drei Gitarrentypen (Steel-, Nylonstring- und eine speziell angefertigte Baritone-Guitar) mit nur dezenter Verstärkung neue ungewohnte Klangwelten und der ausgezeichnet konturierte Double Bass von Daniel Schläppi ergänzte ihn in idealer Weise.»
Zofinger Tagblatt, 17.02.2005


«Herbstliche Melancholie
Tomas Sauter und Daniel Schläppi sind bestens bekannt in der Schweizer Jazzszene. Mit ‹Indian Summer› legten sie letztes Jahr eine aussergewöhnliche CD vor. Der Albumtitel suggeriert Wärme, und diese strahlt die Musik auch tatsächlich aus. Anklänge an spanische und südamerikanische Gitarrenmusik sind das, gepaart mit einer guten Portion Melancholie. Dann wieder eine heimelige Wohlfühlmelodie und viele beschwingte Zwiegespräche. Nie schwer verdaulich aber auch nie banal. Wie ein guter Rotwein, der dazu passen würde.»
Valerio Benz, Klangfenster DRS 2, 08.07.2007


«Sehr konzentrierte und persönliche Duette.»
Budd Kopman, Jazzpublizist, All about Jazz / US, 06.2006


«Il Duo, come più piccola unità di complesso, e un concetto di musica da camera che offre non solo jazz-standard, ma soprattutto produzioni proprie con molta improvvisazione, richiedono un’immensa sensibilità reciproca, alfine di ottimizzare una musica fine e lirica, e anche dal pubbilco la capacità di entrare in un terreno musicale lontano dal mainstream.»
«Teatro Dimitri» Verscio, Vorschau 10.2005


«Poetisches Erstlingsalbum»
Tomas Sauter und Daniel Schläppi ist «mit ‹indian summer› ein sehr poetischer und melodiöser Erstling geglückt [...]. Dem amerikanischen Gitarristen John Abercrombie, der auf die Zusendung einer Demo-CD mit einem Statement reagierte, in dem die Adjektive wonderful und beautiful kurz aufeinander folgen, darf in diesem Fall vorbehaltlos zugestimmt werden.»
Der Bund, 19.01.2006


«Äusserst facettenreiche CD»
«Während Sauter der Gitarren-Melodiker ist, nimmt Schläppi seine Rolle als souveräner Begleiter wahr. Mit seinem satten Bass-Sound geht er auf jede Nuance von Sauters virtuosem Spiel ein. [...] Saitenkunst der besonderen Art.»
jazz’n’more, 11.2006


«Zwei gestandene Bandleader, deren Dialog zwischen Bass und Gitarre rasch zu einem der Highlights der europäischen Jazz-Szene geworden ist, legen ihr gemeinsames Debüt album vor.»
ci-magazin, nr. 9 / D, 11.2006



Tomas Sauter Magic Carpet

The new CD,"Magic Carpet", by Tomas Sauter and his quartet is truly beautiful.
Great compositions, and playing throughout! Contemporary, sensitive, and intense music;
a real group! I hope you enjoy it, as much as i have.
John Abercrombie/New York


Raumbildende Kompositionen. Der Bieler Gitarrist Tomas Sauter präsentiert in Bern ein jazzmusikalisches Bijou.Es gibt Alben, die eine solche Vorfreude wecken, dass darob jegliche kritische Distanznahme infrage gestellt wird. Genau dies geschieht im Fall der CD «Magic Carpet», die der Bieler Gitarrist Tomas Sauter auf dem Label Catwalk im Eigenverlag vorlegt.
Wenn dieser letzte Umstand eigens erwähnt wird, so deshalb, weil das Label «Selbst produziert» zu Misstrauen Anlass geben könnte. Nicht aber hier: Catwalk ist zu einem Qualitätsgaranten geworden, und zwar in Sachen Design, Klangqualität – nicht umsonst vermeint man, auf dem titelgebenden Teppich mitzufliegen – und natürlich Musik. Daher die eingangs angesprochene Vorfreude, die auch diesmal nicht enttäuscht wird, zumal Sauter mit dem Tenoristen und vermehrt auch Klarinettisten Domenic Landolf, dem Bassisten Patrice Moret und dem Schlagzeuger Samuel Rohrer eine Crew zusammengestellt hat, die hält, was sie verspricht.

Spiritus Rector der Band ist aber unbestritten Sauter, von dem sämtliche Kompositionen stammen. Und die haben es in sich: skizzenhaft anmutende Entwürfe, die einerseits den von der Band einzuschlagenden Weg vorgeben, andererseits jedoch so flexibel sind, dass sich ein meisterlicher Improvisator, wie es Landolf einer ist, darin verwirklichen kann. In der Regel heisst es, dass Kompositionen «Freiräume lassen» – Sauters Stücke schaffen solche. Anders ausgedrückt: Der Leader bringt das Kunststück fertig, das Beste aus seinen Partnern herauszuholen, was in dieser Art nur einem gelingen kann, der selbst ein geborener Stegreifspieler ist.
Intime Klangpoeme Das Ergebnis sind eine Reihe von intimen, rhythmisch fallweise aber durchaus animierten
Klangpoemen, die sich melodisch nach und nach entfalten und somit beinahe zögerlich mit ihren Reizen umgehen. Das heisst auch, dass die musikalischen Mittel ausgesprochen ökonomisch eingesetzt werden, was aber mitnichten auf Kosten des Ausdrucks geschieht; vielmehr ist das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag optimiert. Die einzelnen Tunes wirken äusserst transparent, was selbstverständlich nicht nur, aber doch auch der exzellenten Tonqualität zugute zu halten ist: Je leiser die Töne, desto mächtiger der Sound.
Georg Modestin, Der Bund / CH, 05.08

Meister der Klangfarben. Der Schweizer Gitarrist Tomas Sauter ist ein Meister der Klangfarbenspiele. Eine Vorliebe für Unisono-Passagen mit dem sensiblen Saxophonisten Domenic Landolf prägen die Kompositionen ebenso wie die Verfremdungen durch den sparsamen Einsatz der Elektronik auf der E-Gitarre. Melodiöse, aber akzentuierte, schneidende Single-Note-Linien wirken auch dann luftig, wenn sie sich in rasend schnellen Läufen verdichten und mit Akkordeinwürfen versetzt werden. Im Einsatz verlängerter Notenwerte und überraschender Harmonievariationen gleicht er seinem offensichtlichen Lehrmeister John Abercrombie.
Beim „Jazzcafé“ im „Rind“ präsentierte der Gitarrist mit seinem Quartett jene zwischen Bebop und modernem Swing angesiedelten Eigenkompositionen, die besonders dann impressionistisch wirken, wenn Landolf sein Tenorsaxophon gegen die warm und sanft klingende Klarinette tauscht.
Eine kammermusikalische Preziose genießen die Zuhörer im gut gefüllten Jazzcafé beim akustischen Duo-Stück „Piuki“, mit dem der Komponist seine Erinnerungen an ein kroatisches Dorf im melodischen Führungswechsel mit dem Bassisten Daniel Schläppi in Klangimpressionen umsetzt. Ebenso assoziativ gestaltet Sauter mit der akustischen Gitarre „First day in spring“. Schwebende Sounds auf der Gitarren und gedehnte Akkorde auf dem Tenorsaxophon, einander umspielende Linien der beiden Instrumente sowie ein gestrichener Bass und ein flexibles, teilweise im Metrum wechselndes Spiel des Schlagzeugers David Meier kennzeichnen „Magic Carpet“, das Titelstück der neuen CD des Gitarristen. In seinen oftmals leicht rauen, eruptiven Soli mit Stakkati, meist aber in locker verteilten Akkordfolgen ist Landolf ein adäquater Partner für Sauter, der selbst seine virtuosen Schnellläufe auf der Gitarre nicht zum Selbstzweck werden lässt. Selbst das mit Schlagzeug und Bass nervös pulsierende „Fragment“ mit seinen hart angerissenen Akkordfolgen auf der Gitarre und dem überblasenen Saxophon klingt wie die meisten Kompositionen mit schwebenden Sounds aus. Ein Genuss für Klangästheten.
Konzertkritik Jazzfabrik, Rüsselsheim, Klaus Mümpfer / D, 24.11.09

Der Bieler Gitarrist Tomas Sauter hat mit «Magic Carpet» ein intimes und sehr vielfältiges Album geschaffen. Heute Abend ist Plattentaufe im Nidauer Kreuz. Der erste Tag im Frühling ist der schönste. Vielleicht liegt noch etwas Schnee, doch die Blumen recken ihre Köpfe der wärmenden Sonne entgegen, alles erwacht, streckt sich, es herrscht vielleicht noch etwas Ungewissheit, aber auch Vorfreude, es ist nicht mehr Winter, aber auch noch nicht Sommer.
Die tönende Interpretation eines solchen Tages findet sich auf dem selbstbetitelten Debütalbum von Tomas Sauters Formation Magic Carpet - minus der Kitschkomponente, die bei einer kurzen Beschreibung eines solchen «First Day In Spring» unweigerlich auftaucht. Das Zwischenhafte aber, das etwas Unbestimmte, das gilt auch für das Stück, und nicht nur für dieses auf dem überaus vielseitigen Album. «Jazz» als der Raum, in dem diese Musik verortet werden soll, mag natürlich gelten, welche Schublade in welcher Kommode in Frage kommt, ist dagegen deutlich weniger klar. Aber so ist das eben beim Bieler Gitarristen Tomas Sauter - es sei ihm auch schon passiert, erzählt er lachend die Anekdote, dass ihm ein renommierter deutscher Jazzkritiker nach einem Konzert vorgehalten habe, dies sei doch zeitgenössische klassische Musik, die er da spiele.

Sensibles Verständnis «New Textures in Jazz» nennt Sauter selber den Stil, den er im Quartett mit dem Namen Magic Carpet pflegt. «Der Begriff Textur bedeutet Aufbau, Gewebe und Faserung. Er trifft auf die musikalischen Begebenheiten zu. Ich experimentiere in den neuen Kompositionen stark mit musikalischen Bildern», sagt Sauter. Sämtliche Kompositionen auf dem Album stammen von ihm. Er erweist sich wiederum als begnadeter Schreiber, und die hochkarätigen Mitmusiker leisten das Ihre zum Gelingen. «Wir haben ein ähnliches Verständnis von Musik», sagt Sauter. Seine Kompositionen setzen die Grundstimmung, das «thematische Material», wie er es nennt, dieses dient als Ausgangslage der Improvisationen. «Es sind sehr sensible Mitspieler», so der Gitarrist, «sie hören, was passiert, und können entsprechend reagieren.»
Kein «L’art pour l’art» Die Qualität aller vier Musiker ist unbestritten. Zum musikalischen Gewinn wird diese aber, wenn sie nicht zur blossen Selbstdarstellung genutzt wird, sondern zur Kreation einer eigenen Klangsprache der Band. Im Pop/Rock-Bereich würde man sagen, die Musiker agierten «songdienlich», für Magic Carpet gilt, dass Technik und Virtuosität nicht um ihrer selbst willen hervorgehoben werden: «Wir müssen sie nicht in jedem Stück zur Schau stellen», so Sauter.
So darf das Album ohne falsche Scheu auch als «schön» bezeichnet werden, auch wenn durchaus ungerade Metren und Dissonanzen zum Zug kommen. Sauter, in den letzten Jahren vor allem als sensibler Duo-Musiker auffiel, sagt dazu: «Es geht mir nicht um Schönheit oder Wohlklang als solches. Wichtig ist mir aber, eine Ordnung in die Arrangements zu bringen - darum werden auch dissonante, einander fremde Elemente als ästhetisch schöne Musik wahrgenommen.»
Einen guten Anteil am «schönen» Gesamtresultat hat der Norweger Jan Erik Kongshaug, der schon dem Duoalbum «Indian Summer» den idealen Klang verpasste und den Sauter auch dieses Mal extra in Oslo aufsuchte: «Die meisten Tontechniker wissen, was passiert, wenn sie an diesem oder jenem Knopf drehen. Kongshaug hat zusätzlich eine musikalische Vorstellung einer Produktion.»
Wie der Architekt eines Kunstmuseums schafft Kongshaug den Raum, in dem das Kunstwerk - die Musik - ideal zur Geltung kommen kann. Es ist ein Raum mit viel Platz, so dass die Stimmen sich darin bewegen und interagieren können, so dass das Klangbild auch in den stürmischeren Passagen stets klar bleibt.
Poesie und Wildheit finden bei Sauter eine gemeinsame Form. So macht nicht nur der erste Frühlingstag Spass.
Bieler Tagblatt / CH, 05.08


Kulturkopf Tomas Sauter, Gitarrist „Auf dem Album ‚Magic Carpet’ meines Jazz-Quartetts lebt die Musik von Bildern. Die Stücke betören mit unaufdringlicher Raffinesse, sind abgerundet, formvollendet und machen vergessen, dass sie formal, metrisch und harmonisch höchste Anforderungen stellen. Der Titel der CD spielt einerseits auf die Märchenwelt von 1001 Nacht an, und andererseits aber auch auf die Musik, die wie ein fliegender Teppich abhebt, einen auf eine spannende Reise mitnimmt, um andernorts wieder sicher zu landen. Wir verweben Komposition und Improvisation auf subtile Art und Weise und schaffen so intensive Musik ohne Floskeln und Effekthascherei. Das Repertoire reicht von fragmentartigen Stücken, über Contemporary Jazz, bis zu dichten Kollektivimprovisationen, die auch mal rockig und wild werden.
An der Plattentaufe bei Bejazz werden Domenic Landolf (Sax), Daniel Schläppi (Bass) und Julian Sartorius (Schlagzeug) mit mir auf der Bühne stehen. Mit Daniel Schläppi habe ich in den letzten Jahren viel im Duo mit dem Programm „Indian Summer“ gespielt.. Wir haben ein ähnliches Verständnis von Musik und arbeiten auch in anderen Bereichen gut zusammen. Er ist ein sensibler Musiker, der sich sehr engagiert und die Musik mitgestaltet. Julian Sartorius ist ein agiler Schlagzeuger mit grosser Klangpalette und wachen Sensoren. Der Saxophonist Domenic Landolf ist für mich einer der herausragenden Improvisatoren der Schweizer Jazzszene überhaupt. Es macht mir jedes Mal grosse Freude mit diesen tollen Musikern zu spielen.
Neben dem Quartett trete ich auch im Duo mit Daniel Schläppi auf. Da verwende ich eine klassische Gitarre, eine Westerngitarre und eine eigens modifizierte Baritongitarre. Das Spiel im Duo ist vergleichbar mit einem Hochseilakt. Die Musik hört sich kinderleicht an, erfordert jedoch höchste Konzentration und bestes Reaktionsvermögen, um nicht aus dem Gleichgewicht geraten und abstürzen. Vor kurzem habe ich das Trio „Tranceactivity“ meine älteste Formation, die lange auf Eis gelegt war reaktiviert. Wir spielen eine von zeitgenössischen Trends und der Jazztradition beeinflusste, vielschichtige Gitarrentriomusik, die mit ausgetüftelten Klangflächen, progressiven Harmonien und verschlungenen Melodien aufwartet.

Neben meinen künstlerischen Projekten arbeite ich als Dozent für Jazzgitarre an der Hochschule der Künste in Bern. Die Arbeit mit den Studenten ist sehr interessant, weil es einen regen Ideenaustausch gibt und man als Lehrperson entsprechend gefordert ist, selber am Ball zu bleiben.
Kulturagenda / CH, 05.08


«Magic Carpet» präsentiert ein sehr interessantes Porträt eines Komponisten und Musikers, der es liebt musikalische Grenzen auszuloten. Das Album begeistert schon beim ersten Anhören und vermag bei jedem weiteren Mal neue Facetten zu enthüllen. Sauter ist ein grossartiger Komponist, der mit einer ständig grösser werdenden musikalischen und emotionalen Palette viel zu sagen hat.
All About Jazz / US, 19.08.07


Lodernd
Aus der lebhaft loderndenden Schweizer Jazz-Szene kommt diese CD des Bieler Gitarristen Tomas Sauter zu uns, die so gar nicht nach dem klingt, was man mit der Schweiz verbinden mag. Hier fliegen einem die hippesten Rhythmen um die Ohren, und die Melodien sausen mindestens im Viereck. [...] Dass Ton-Altmeister Jan Erik Kongshaug die Schweizer Aufnahmen in seinem Osloer Studio mit einer neuen Mischung versehen hat, trägt wohl auch dazu bei, dass wir hier eine CD hören können, die aus der Masse heraussticht.
Fono Forum / D, 10.07


Als zweite Veröffentlichung des Schweizer Gitarrenspielers möchten wir «Magic Carpet» vorstellen, eine CD, die Sauter in Quartettbesetzung mit Domenic Landolf (Tenor Saxophon, Klarinetten), Patrice Moret (Kontrabass) und Samuel Rohrer (Schlagzeug) aufgenommen hat. Die Reise auf dem fliegenden Teppich geht natürlich ins Land des modernen Jazz, offen und interaktiv gespielt, mit vielen spielerischen und kompositorischen Überraschungen. Das bodenständige Spiel von Patrice Moret bewahrt den magischen Teppich stets vor davor, bei dieser fragilen Reise abzustürzen. Eine Interessante Palette mit vielen Ecken und Kanten, die auch in klanglicher Hinsicht – sie wurde von Jan Erik Kongshaug gemischt – voll überzeugt.
Bassprofessor/ D, 10-12.07


Der Schweizer Gitarrist Tomas Sauter scheint vom Orient fasziniert zu sein. Auf «Magic Carpet», der Debüt-CD seines neuen Quartetts, legen neben dem Titelstück auch «Aladdin’s Wonderlamp» und «Sinbad Sets Sail» eindeutige Fährten in Richtung Osten, die allerdings in die Irre führen, denn in der Musik finden sich keine entsprechenden Einflüsse. Sie bewegt sich zwischen zwischen modernem Jazz und versonnener Klangmalerei. Wer mag, kann im Sound der E-Gitarre Anklänge an John Scofield finden (allerdings mit weniger eingängigen melodischen Themen), kann sich aber auch bei einigen der Rubato-Stücke an die Paul Motian Band erinnert fühlen, woran der einfallsreiche Schlagzeuger Samuel Rohrer grossen Anteil hat. Mit Domenic Landolf an Saxofon und Klarinette hat Sauter einen ebenbürtigen Partner an seiner Seite. Das Zusammenspiel der beiden, bei dem sich die Stimmen aus dem Unisono heraus entwickeln, miteinander verschränken, die Soli des jeweils anderen kommentieren, mal unterstützens, mal ins Wort fallend, ist abwechslungsreich und hörenswert. Mit seinen 33 Jahren ist Tomas Sauter ein reifer Komponist und Bandleader, der vermutlich noch einiges vor sich hat. Es dürfte sich lohnen, den ehemligen Schüler von John Abercrombie, der mittlerweile selbst eine Gitarren-professur in Bern innehat, und sein gemeinsam mit dem Bassisten Daniel Schläppi gegründetes Catwalk-Label im Auge zu behalten. Und dies gilt nicht nur für Gitarristen. 
Jazzthetik / D, 10.07


„Magic Carpet“ ist eine exotische Mischung aus zeitgenössischem Modern Jazz, jeder Menge kontemplativer Momente und einer ordentlichen Portion frecher Energie.
Jazzthetik / D, 01.08


Mit dem jungen Gitarristen Tomas Sauter und dem Saxofonisten/Klarinettisten Domenic Landolf haben zwei Musiker aus der Schweiz in wundervoll harmonischer Gemeinsamkeit zueinander gefunden. Dazu flechten der Bassist Patrice Moret und Schlagzeuger Samuel Rohrer eine Menge rhythmischer und melodischer Finessen ins gemeinsame Spiel. Wüsste man nicht, dass alle hier erst in ihren Dreissigern sind, würde man ältere, in den Zeiten des modalen Jazz der 60er Jahre gereifte Tonkünstler hinter dieser wunderbaren Musik vermuten.
Stereo / D, 11.07


Der Hörer erliegt unmittelbar der Romantik der geheimnisumwobenen Kompositionen von Tomas Sauter. „Magic Carpet“ – das ist Wunderwerk, Abenteuer und Wohlklang in Reinkultur !
Radio Dreyeckland / D, 4.11.07


This young Swiss guitarist’s quartet creates an ethereal soundscape not dissimilar to the Motian-Lovano-Frisell trio, perhaps a little more rugged, but it all gels very effectively.
Jazzwise / GB, 03.08
Lyrische Klangbilder, die Zeit steht fast still, von Grooves keine Spur, dann und wann ein Aufleuchten: Ein gewagter Beginn für eine Jazz-CD im Zeitalter der Schnellzapper. Auf dem «Magic Carpet» von Tomas Sauter lässt es sich nicht herumflitzen, da muss man sich schon niederlassen und sich von den zwölf Kompositionen mittragen lassen. Der Bieler Gitarrist (33) ist ist auf dieser CD mit seinem Quartett endgültig beim akustisch-lyrischen Jazz angekommen, wo die Klangkultur gepflegt, die Harmonien gehegt und die feinen Nuancen ausgelotet werden. Sauters Gitarre klingt manchmal nach Abercrombie manchmal nach einem eigenen jazz-folkigen Sound, gerade auf dem akustischen Instrument. Er spielt behutsam, dosiert die Schübe, legt Wert auf nachvollziehbare Entwicklungen. Landolf spielt einen guten Tenor, so forsch wie relaxed grundiert er seine Linien, während auf der Klarinette eine eher Europäische Note anklingt. Tadellos diskret die Rhythmus-Sektion mit Moret und Rohrer. «Magic Carpet» macht nicht mit scharfen Kanten und Formen Furore, diesen Jazz muss man sich wie balsam in die Ohren träuffeln lassen. Eine Wohlklang-Musik, die vieles ausspart und Ruhe ausstrahlt.
Jazz’N’More / CH, 09.07


In sich verschlungene Themen, spannungsgeladene, emotionale Soli, mit federndem Beat unterlegt - anspruchsvoller Contemporary-Jazz der besten Art!
jazz-links.org/ CH, 07.07


Mit «Magic Carpet» knüpft Tomas Sauter einen Zauberteppich der Extraklasse und die Band fliegt, von freien Klanglandschaften über groovige, atonale Gebilde bis zu hitverdächtigen Songs. It‘s magic!
Schweizer Radio DRS 2


Guitarist Tomas Sauter, whose last release was the wonderful duo recording Indian Summer (Catwalk, 2006) with bassist Daniel Schlaeppi, now gives us a quite different sound and vision with Magic Carpet. As before, the sound is superb, having been recorded by Daniel Dettwiler and mixed and mastered by Jan Erik Kongshaug (of ECM fame).
For these compositions, Sauter has assembled a quartet consisting of reedman Domenic Landolf, bassist Patrice Moret and drummer Samuel Rohrer. Given the extra supporting resources, Sauter stretches out and plays electric as well as acoustic guitar on compositions that range from contemplative and introverted through sonic sound painting and into driving jamming.
While Indian Summer had a distinct emotional point of view, Magic Carpet varies considerably in the direction from which the intensity comes, as well as the kinds of images and emotions that are created. Given an album title that evokes ideas of mysterious powers, far away places and the exotic, tunes such as “Shift,” “Aladdin's Wonderlamp,” “Sinbad Sets Sail” and “Fragment,” as well as the title tune, fit right into the vibe.
Each tune creates distinct imagery and takes its time in setting up the sonic stage. “Shift,” which is played without a strong pulse and with shimmering harmony underneath Landolf's dry saxophone sound, has the feeling of being entirely an introduction, despite the thematic recapitulation. The exploration of this sound-space is continued with “Magic Carpet.” The thematic materials sound distantly related to the former tune, but with a bit of the sinister, or at least the unknown added in.
”Sinbad Sets Sail,” with its bass introduction that sets up the tune's feel, also has mystery and danger as its central emotion, while “Fragment,” on which Landolf uses the bass clarinet and is joined by Moret in unison, floats in dark empty space, with flashes of light injected by Sauter's acoustic finger-picking.
Interspersed between these tunes are “Yawney's Lines,” which evokes nothing but John Abercrombie in its twisted bebop-ish lines and the wicked groove that follows, and “Out Of Town,” that pits the different meters of its bass vamp and line against each other, after which Landolf really takes off.
The tenderness and sensitivity that marked Indian Summer has not been forgotten by Sauter. The last three tracks of the album, as well as “First Day In Spring,” bring to mind images that are more pastel and warmer. “117” feels like a bridge between the large, dark distances from before and the closer intimacy that follows.
The melody of “With Love In Veins” sounds related to “Shift” and “Magic Carpet,” but with a center and more flowing structure, while the title of “You Still Fascinate Me” might be referring to the reworked but familiar motive of the three previous tunes that appears once again.
Sauter is a very fine composer who has a lot to say with an ever growing musical and emotional palette.
All About Jazz/ US, 19.08.07


Tatsache ist, dass Sauter neue Lust auf Jazz in der unmittelbaren ehrlichen Form
der akustischen Quartettbesetzung bekundet. Doch auch hierbei kommt die
bereits unverkennbare Klangsprache des Impressionisten Tomas Sauter zum
Klingen, der lieber mit wenigen, aber klaren Linien dichte Stimmungen erzeugt,
als opulent auf den Putz zu hauen.
Züritip


 
Eine junge Formation, welche die Interaktion ins Zentrum ihrer spannenden Aktivitäten
stellt und den gemeinsamen Bandsound gekonnt zelebriert.
Bird’s Eye Jazz Club


Gitarristen sind oft selbstverliebte Gesellen; je flinker ihre Fingerchen, desto
grösser wähnen sie die Aufmerksamkeit, die ihnen zuteil wird. Nicht von diesem
Schlag ist der Berner Tomas Sauter, dessen ohrenscheinlichste Qualität im konsequenten
Auslassen gängiger Floskeln liegt.
Der Bund


Hervorstechendes Merkmal des Quartetts ist seine wirklich beeindruckende Eingespieltheit,
das ihm ein sowohl reichhaltiges wie auch sehr intensives Interplay
unter den einzelnen Instrumenten ermöglicht. Technisch überaus abgeklärt und
voll in seiner Musik aufgehend, gab Sauter jeweils thematisch den Lead an.
Bieler Tagblatt


Sauter gehört zu einer jungen Garde von bestens geschulten Schweizer Jazzmusikern,
die ihren eigenen Stil suchen und finden.
Neue Mittellandzeitung