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TOMAS SAUTER "DOUBLE LIFE"

Ralph Alessi –trumpet
Luzius Schuler –keyboards
Tomas Sauter -bass
Dominik Burkhalter –drums


Groove Reloaded

You only live twice … mit diesem Slogan warben vor einem halben Jahrhundert die Kinotrailer zum gleichnamigen James-Bond-Klassiker. Zur gleichen Zeit stiess Joe Zawinul am Fender Rhodes zur Band von Miles Davis, der damals mit Wah-Wah-Trompete gerade sein zweites oder schon drittes Leben als stilbildender Künstler begann. Der E-Bass war neuerdings im Jazz etabliert, das Zeitalter der Fusion eingeläutet. Alles längst Geschichte, werden manche sagen. Aber vielleicht trotzdem nicht zum Vergessen, möchte man einwenden. Denn trotz beängstigender Mengenausweitung im Jetztjazz schaffen es immer weniger Künstler, aus dem Schatten der Überväter herauszutreten, und nur ein noch erlauchterer Kreis lässt uns dank Authentizität und Identität auch im Nachhall grosser Tradition hinhören.

Tomas Sauter zählt zweifellos zu diesem illustren Zirkel. Begnadeter Komponist, Interpret, Gitarrist, der über Jahre immer wieder mit herausragenden Projekten und umwerfenden Alben aufhorchen macht und unterdessen ein beachtliches Oeuvre vorweist. Charakterstarker Kontrapunkt im marktschreierischen Jazzgewerbe, hat sich der stille Arbeiter als Garant für grosse Töne etabliert. Und plötzlich überrascht er als Bassist mit einem tiefgründigen Doppelleben!

… and twice is the only way to live! Vielleicht offenbart der bedeutsamere Nachsatz des alten Bondslogans ja das Geheimnis wahren Künstlertums: In Möglichkeiten leben, auswählen dürfen, worauf man Lust hat, weil man das Können – das war mit «Kunst» früher ja mal gemeint – und das Potential hat, seinen Neigungen freien Lauf zu lassen und die Freude am Kreativen der Karriereplanung voran zu stellen. Sauter münzt seine stupende Vielseitigkeit in Musikalität von seltener Leichtigkeit um, wechselt sein Instrument wie das Chamäleon die Farbe und bleibt doch Musiker durch und durch, getrieben von der Lust am Spiel.

Licence to play … Bass ist ja nun wirklich eine ganz andere Geschichte als Gitarre. Sauters Odyssee in die unbekannte Welt hätte leicht zur ziellosen Irrfahrt mit ungutem Ausgang ausarten können, wäre er nicht ein wahrer Musiker, der in jedem klanglichen Kontext den richtigen Platz und die passende Stimme findet. Bei allem technischen Potential als fingerfertiger Melodiegitarrist taucht Sauter in seinem neuen Quartett voll und ganz in die Rolle des Bassisten ein, der die Musik trägt und sich in keinem Moment in den Vordergrund spielt. Am Grund der Dinge und am Puls des Geschehens, fühlt sich Sauter in der neuen Rolle als Motor und Begleiter hörbar wohl wie ein Fisch im Wasser. Was auch immer er anfasst, wird Musik.

Ganz Boss am Bass, hat Sauter alle Stücke seines neuen Albums geschrieben und beweist damit, dass ganz andere Musik entsteht, wenn sie vom Bass her gedacht ist. Gestaltungswille und -vermögen des Leaders manifestieren sich hier über sublimere Kanäle, als wenn sich profilneurotische Trompeter ihre Themen entlang ihres High Ranges zurechtlegen. Sauters Tunes fliessen aus der Magie von Modalitäten und andersartigen, plastisch-dreidimensionalen Basspatterns, bei denen das Gitarristische als Inspirationsquelle Pate steht. Dazu kommen tänzerischer Touch und samtig-erdener, knurrender Sound, wie sie jedem Vollzeitbasser gut anstehen würden.

In den Fussstapfen eines Paul Jackson oder Darryl Jones legt Sauter einen zum wohligen Versinken einladenden Tieftonteppich, auf dem seine Band unwillkürlich alles richtig macht, um die guten Geister von «Bitches Brew» herauf zu beschwören und im besten Sinn dieser Tradition eine fulminante Musik zu kreieren, die unsere Hörgewohnheiten pulverisiert. Vergegenwärtigt man sich, wie wenig Bleibendes aus dem Grenzgebiet zwischen Rock, Pop und Jazz nach fünf Dekaden einer unüberschaubaren Schutthalde von übel gealterter Fusion gegenübersteht, so zeugt solch zeitgemässes Anknüpfen an die Geschichte von ganz tiefem musikalischem Verständnis.

Auch deswegen hebt Ralph Alessi auf «Double Life» total ab. Es will ja schon viel heissen, wenn der Trompeter der Stunde – das ist Alessi ja nicht erst seit seinem von der europäischen Fachpresse bejubelten ECM-Erstling von 2013 – für ein Projekt zu Seite steht, bei dem sich ein europäischer Bandleader auf seinem «Zweitinstrument» verlustiert. Doch wie er es tut, ist geradezu umwerfend. Schon bei der ersten Phrase zum Solo von «Heat Conversion» geht man zu Boden, um danach lange und genussvoll an- und schliesslich ausgezählt zu werden. Überhaupt muss bei der Session beste Laune geherrscht haben, so dass sich Alessi sogar zu ein paar Takes auf seinem ursprünglichen Erstinstrument, dem E-Bass, hinreissen liess! Herausgekommen sind dabei verblüffende Spontanduette mit Sauter. Und nebenbei erfährt man, dass dessen Ersatzbass genau gleich gut klingt wie Nummer eins …

Zwei zu Unrecht unbekannte Grössen runden das erstaunliche Quartett ab: Als «Double Life» aufgenommen wurde, drückte Luzius Schuler nebst Keyboard-Tasten vor allem noch die Schulbank an der Kunstakademie. Trotzdem beeindruckt er mit grandiosen Improvisationsbögen, melodiösen Höhenflügen über modale Moods und souveränem Comping. Dass ein Novize in einer Studiosession an der Seite von Ralph Alessi so viel Inspiration und Abgeklärtheit an den Tag legt, ist schlicht beeindruckend.

Dominik Burkhalter hat seinen Ruf als eine der ersten Adressen für knackige Beats in zahllosen und auch eigenen Bandprojekten zementiert. Mit dem Herz von Bernard «Pretty» Purdie und der technischen Supplesse von Marvin «Smitty» Smith glänzt Burkhalter einmal mehr durch druckvolle Präzision, irrwitzige Patterns und freche Fills. Was sich zeitweise nach einer spastischen Stolperpartie anhört, entlarvt genaues Hinhören als halsbrecherische Drum-Stunts, mit denen Burkhalter köstlich absurde Tanzbeats kreiert, die einzig ein reiferer John Travolta in Höchstform an Tarantinos Marionettenfäden sauber aufs Parkett legen würde.

Groove reloaded wäre die passende Stilschublade für das Album «Double Live». Wie ein unaufhaltbarer grosser Strom pulsiert, perlt und mäandriert diese Musik durch die Gefühlswelten, lässt uns abdriften, in uns versinken und uns schliesslich im Ätherischen verflüchtigen. So klingt Tanzmusik für die Zukunft. Ein Wechselspiel von unterkühlten Electronica und Herz erweichenden Mitsingrefrains, die den «Bee Gees» alle Ehre machen, alles mit jazziger Attitüde lässig, aus dem Moment heraus, offen für Überraschungen und mit unvergleichlichem Klangbewusstsein gespielt.






TOMAS SAUTER/ DANIEL SCHLÄPPI
contemporary chamber music

tomas sauter g, comp
daniel schläppi b


pressetext:

[flash]:
Betörende Kammermusik
Gemeinsam haben Tomas Sauter und Daniel Schläppi in den letzten Jahren ihre Vorliebe für die akustische kammermusikalische Kleinstbesetzung kultiviert. Das Ergebnis dieser Arbeit auf zehn Saiten ist brillant.
Mit seinem Debütalbum ‹Indian Summer› legte das Duo ein echtes Kleinod vor. In Jahren intensiver künstlerischer Entwicklung haben zwei kreative Musiker zu einer unverwechselbaren Stimme gefunden, die auf gleichberechtigter Partnerschaft im musikalischen Dialog basiert. Tomas Sauter und Daniel Schläppi bewegen sich souverän und mit fliessenden Übergängen im Grenzgebiet zwischen Jazz und Klassik; sie beweisen, dass an klassischen Vorlagen orientierte Konzepte von Metrik, Artikulation und Dynamik im zeitgenössischen Jazz ihren Platz haben und die neue Musik um spannende Ausdrucksformen bereichern. Komposition und Improvisation werden in origineller Weise zu einer authentischen, innovativen, entspannten und ausserordentlich ästhetischen Musik in lyrischen Grundtönen verzahnt.


[lang]:
Betörende Kammermusik
Das Debütalbum «indian summer» des Duos Tomas Sauter / Daniel Schläppi wurde in den Medien in Superlativen als echte Entdeckung und Kleinod gefeiert, mit der sich die beiden Musiker als Highlight der europäischen Musikszene etabliert haben. Seit Jahren sind Sauter und Schläppi als erfolgreiche Bandleader unterwegs. Die dabei gewonnen Erfahrungen sind vollumfänglich in das erste gemeinsame Projekt eingeflossen, das sich durch Kreativität, Innovation und Musikalität auszeichnet.
Zwei authentische, charaktervolle Musikerpersönlichkeiten haben auf «indian summer» ihre gemeinsame Stimme gefunden. Das Zusammenspiel zweier gleichberechtigter Partner lebt von musischer Poesie, unaufdringlicher Virtuosität und untrüglichem Gespür für Spannungsbögen und Interaktion. Kontemplativ-ruhige und intensivste Passagen gehen nahtlos ineinander über. Die Spielweise und Rollenverteilung des Duos sind neu und brechen mit bekannten Mustern.

Klangkultur im Grenzgebiet von Klassik und Jazz
Tomas Sauter und Daniel Schläppi passen in keine Stilschublade. Mit viel Spielfreude und Leichtigkeit navigieren sie souverän und geschmacksicher durch das Grenzgebiet zwischen Klassik und Jazz. Sie verbinden klassische Konzepte von Metrik, Artikulation und Dynamik mit der Spontaneität und der Improvisationslust des zeitgenössischen Jazz und kreieren so eine lebendige Einheit.
In bemerkenswert stimmiger Synthese bereichern sich hier Klassik und Jazz um spannende Ausdrucksformen. Komposition und Überraschung werden in origineller Weise zu einer authentischen und innovativen Musik verzahnt, in der die Übergänge zwischen Klassik und Jazz verfliessen. Auch deshalb messen die beiden Musiker einem vollendeten Klang höchste Bedeutung bei. Diese Prioritätensetzung erklärt, weshalb Sauter und Schläppi ihre Aufnahmen mit dem weltberühmten Soundingenieur Jan Erik Kongshaug im «Rainbow-Studio» in Oslo abgemischt haben. Ein Glücksfall!

Schnitt- und Fluchtpunkt künstlerischer Entwicklung
In den letzten Jahren entwickelten Sauter und Schläppi eine Vorliebe für akustische kammermusikalische Kleinstbesetzungen. Im Duo von Gitarre und Bass haben sie zur essentiellen Besetzung gefunden. Richtig zum Klingen gebracht, reichen den zwei Musikern gerade mal zehn Saiten, um in agilem Zusammenspiel entspannte Stimmungen, spontane Steigerungen, sphärische Klangwelten und pulsierende Beats zu kreieren – gefühlvolle Musik für Gemüt und Seele. Die beiden Musiker profilieren sich als Spezialisten in Sachen Wohlklang und Subtilität. Zwei sanftmütige Sanguiniker finden auch in Soloexkursen von epischem Format stets zu formaler Stringenz.

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Pressestimmen zu Sauter Schläppi / Indian Summer



Tomas Sauter/Daniel Schläppi/Jorge Rossy
Starkes Zeichen
Auf der ersten CD-Veröffentlichung mit Jorge Rossy seit seiner legendären Zeit im «Brad Mehldau Trio» ist der geniale Schlagzeuger im Trio mit Tomas Sauter (g) und Daniel Schläppi (b) zu hören, die sich beide als virtuose Instrumentalisten und kreative Bandleader in Europa seit Jahren einen hervorragenden Namen gemacht haben. Sauter und Schläppi haben unzählige Konzerte im Duo gespielt und mit Indian Summer (2006) und First Day in Spring (2011) zwei CDs herausgebracht, die von Publikum und Fachwelt euphorisch gefeiert wurden. Das Zusammenspiel im Trio mit Jorge Rossy klappte vom ersten Ton an wunderbar. Und auch im Verbund mit dem unvergleichlichen Rhythmiker bleibt die langjährige Arbeit im Duo spür- und hörbar. Alle Beteiligten lassen in dieser fluiden Musik ihrer künstlerischen Intuition freien Lauf, und so finden drei Persönlichkeiten zu einem umwerfend kompakten und eigenständigen Bandsound. Mit der CD Wonderland gibt die europäische Jazzszene ein starkes Zeichen an die Neue Welt.

Inspiriert und zeitlos schön
Dieses Trio lässt aufhorchen. Nicht nur wegen des beeindruckenden Spiels der drei Musiker, sondern auch wegen der erfrischenden und authentischen Kompositionen von Tomas Sauter. Seine Stücke sind bald druckvoll modern, bald von balladesker Leichtigkeit – immer aber eingängig und zeitlos schön. Der pulsierende Groove des Openers The Same But Not The Same ist inspiriert vom lebhaften Treiben im New Yorker Stadtteil China Town, wo Sauter längere Zeit gelebt hat. Im Morgengrauen verhüllen Nebelschwaden die Manhattenbridge mit einem dichten Schleier. Die Komposition Eos beginnt in dieser Stimmung. Doch bald klart es auf über dem East River, und wir spüren die Wärme der ersten Sonnenstrahlen auf der Haut.
Blue Demon II ist eine würdige Hommage an Gitarrengott Jimi Hendrix. Bereits im Intro evozieren raffinierte Flageolet-Ketten der Gitarre metaphysisches Gruseln. Der druckvoll treibende Drumbeat, die monochrome Basslinie und ein orgiastisches Gitarrensolo mit Reverse-Delay lassen alte Zeiten aufleben, als Musik und Drogen noch ein unzertrennliches Paar waren. Doch selbst vom wildesten Trip kommt man irgendwann herunter. Die feinfühlige, sensationell gespielte Ballade No Sleep Till Wonderland ist der ideale Soundtrack zum Wohlgefühl der Stunden danach.

Mit Zwischentönen ins Delirium
Den Titel First Day In Spring haben Sauter und Schläppi bereits für ihre gleichnamige Duo-CD aufgenommen. In der Trio-Version offenbart diese vollendete Komposition neue Facetten. In rein akustischer Besetzung werden auch leise Zwischentöne hörbar. Die luftige Atmosphäre des Stücks öffnet Raum für unaufdringliche musikalische Interaktion auf höchstem Niveau und gibt den Spielern Gelegenheit, ihren Ruf als Meister des Filigranen zu bekräftigen.
Kontrapunktisch wirken die darauf folgenden Miniaturen Crossing 1 und 2. Sie bringen den Augenblick zum Klingen, machen die Flüchtigkeit des Moments greifbar und kreieren intensive Stimmungen, bevor die CD Wonderland mit Bei 40 Grad Im Schatten zu ihrer paradoxen Klimax kommt. Von der Gluthitze in einem mexikanischen Provinzkaff gelähmt, kapitulierten selbst hartgesottene Gauchos vor den Mücken und dämmern unter mannshohen Sukkulenten dem Abend entgegen. Die Zeit steht still … und dann entführt sie ein magischer Slow Blues ins Delirium.
Diese Trance schärft die Sinne ‒ genau richtig für Crossing 3. In diesem Kabinettstück lässt Bassist Schläppi seinem musikalischen Ideenfluss freien Lauf und erkundet mit technischer Raffinesse und Eleganz die Höhen und Tiefen seines mehr als 200 Jahre alten Instrumentes. Stupende Soundtechnik macht den Atem des Spielers, die Finger auf dem Griffbrett, die unter der Hörgrenze gelegenen Vibrationen des Resonanzkastens und singende Obertöne hörbar. In jeder einzelnen Note wartet ein halluzinogenes Sinneserlebnis.

Als spielten sie Kinderlieder
Seinen eigenen genialischen Weg zu kollektiver Bewusstseinserweiterung ist auch John Coltrane gegangen, als er Ende der 1950er Jahre den bahnbrechenden Klassiker Giant Steps komponierte und damit nicht nur Tommy Flanagan, sondern ganze Generationen von Jazzmusikern ins Schlingern gebracht hat. Sauter hat sich jahrelang in dieses Masterpiece vertieft. Diese Arbeit klingt in seiner sophistizierten Reharmonisation Minor And Major Steps nach, die beim ersten Hören kaum mehr an die Akkordfolge von Giant Steps erinnert. Trotzdem passt sie perfekt auf Coltranes Melodie und lässt Sauter, Schläppi und Rossy in atemraubenden Tempo und doch vollkommen relaxt und leichtfüssig über diese komplexe Form hinweg fliegen, als spielten sie ein Kinderlied. Der Kontrast zu Piuki, einer melancholischen Weise über ein kroatisches 10-Seelen-Dorf, könnte nicht grösser sein. Sauter und Schläppi tragen die ruhige Walkingballade im Duo vor. Bei aller Intimität ist kein Bruch zu spüren, denn die Musiker bleiben der für die ganze CD charakteristischen Mixtur von Intensität und Entspanntheit treu. Der Bass übernimmt das erste Solo und setzt damit ein weiteres Glanzlicht auf dieser in allen Belangen schillernden Produktion.
Für den Ausklang bittet dann nochmals das Trio zum Tanz. Obwohl Sauter Petit Dance schon als zwanzigjähriger Jungspund geschrieben hat, ist es alles andere als ein Gesellenstück und zeugt im Gegenteil vom Potential des Komponisten. Die Nummer mutet an wie ein simples Volkslied, hat aber eine verzwickte Form mit verschlungenen Takt- und Harmoniewechseln. Vielleicht musste es deshalb 15 Jahre in der Schublade schlummern, bis es jetzt endlich von diesem hellhörigen Trio wach geküsst wurde.

Sound aus dem und Musik fürs Wunderland
Wie alle Produktionen, die das Label CATWALK bisher herausgebracht hat, besticht auch Wonderland mit hervorragendem Klang. Das erstaunt nicht, denn Tomas Sauter und Daniel Schläppi betreiben CATWALK in Eigenregie, und für die zwei Ohrenmenschen steht bestmöglicher Sound an erster Stelle. Die beiden sind nicht nur ausgewiesene Soundperfektionisten an ihren Instrumenten, sie machen auch bei der Wahl des Studios keine Kompromisse. Konsequenterweise wurde auch die neue CD wieder im Studio La Buissonne mit Gérard de Haro, bekannt von seiner Arbeit für ECM, produziert.
Musikalische Meisterschaft manifestiert sich im Jazz, wenn das Gehörte die handwerklichen Schwierigkeiten, die schwindelerregende Fallhöhe der Kunst im Moment und die Individuen hinter den Tönen völlig vergessen lässt. Zu solchem sind nur Musiker fähig, die sich nicht mehr als Hochleistungssportler oder Bürgerschreck beweisen müssen. Wahre Könner ordnen sich und ihr Ego der Stimmigkeit des Kollektivs unter und konzentrieren sich auf das Atmosphärische der Musik. Bei aller unaufdringlichen Virtuosität und Souveränität tut das auch dieses Trio von Tomas Sauter, Daniel Schläppi und Jorge Rossy in jeder Sekunde und entschwebt so in Dimensionen, wo ihm keine andere Kunstgattung Konkurrenz macht. Dorthin, wo ehrliche menschliche Emotionen darauf warten, geweckt zu werden ‒ ins Wunderland!


TOMAS SAUTER MAGIC CARPET

new textures in jazz

Tomas Sauter – elecric & acoustic guitars
Domenic Landolf – tenor sax, clarinets
Daniel Schläppi – bass
Julian Sartorius – drums
oder David Meier – drums

 

Pressetext:

Der Gitarrist Tomas Sauter lässt seit geraumer Zeit mit beseelten Kompositionen aufhorchen. Bei ihm tönt selbst das Neue und Fremde vertraut. Vertieft man sich in der Musik, fesselt ein mystischer Schleier exotischer Schönheit. Die Stücke betören mit unaufdringlicher Raffinesse, sind abgerundet, formvollendet und machen vergessen, dass sie formal, metrisch und harmonisch höchste Anforderungen stellen. Sauter ist ein Magier der Motive und Melodien, aber auch ein Groovehexer, der Komposition und Improvisa-tion in einzigartiger Weise zu verweben versteht.

«Magic Carpet» heisst soviel wie: Tomas Sauter, der begnadete Schreiber rollt mit seinen kompositorischen Vorlagen einem topdotierten Quartett von Musikern europäischen Formats den roten Teppich zum Tanz aus. Als Primaballerina entschwebt der Überflieger Domenic Landolf an Saxophon und Klarinette, ein echter Erfinder und stupender Improvisator. In den Ideenfluss dieses Jazz-derwischs einzutauchen, ist ein reines Vergnügen, ein spektakuläres und bleibendes Erlebnis. Von geradezu berückender Schön-heit sind die Duos von Klarinette und Gitarre. Weiter an Bord der kernige Schlagwerker Julian Sartorius. Sein stilsicherer Umgang mit Formen, Grooves und Dynamik haben ihn zum gefragten Sideman von renommierten Formationen gemacht. Sein Alter Ego und antreibendes Aggregat dieser Section ist der Bassist Daniel Schläppi, der eine solide Basis legt und auch als Solist Akzente setzt. Der langjährige Weggefährte Sauters hat selber schon als Leader eigener Gruppen Aufsehen erregt – ein Bassist, der die Musik mitzugestalten versteht.

In diesem illustren Kreis agiert Sauter als Primus inter Pares. Der Kapitän profiliert sich in seinen elegischen Soloexkursen als unprätentiöser Erzähler, weicht nie von der kompositorischen Idee ab, entwickelt sie in ungeahnte Dimensionen und zeichnet mit un-missverständlichen Statements starke Bilder, frei von Kitsch und Klischee.

Der norwegische Meisteringenieur Jan Erik Kongshaug hat den Aufnahmen den letzten Schliff gegeben. «magic carpet» ist Wunderwerk und Wohlklang in Reinkultur.

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Pressestimmen zu Tomas Sauter Magic Carpet




TOMAS SAUTER TRANCEACTIVITY

Tomas Sauter - g, loops
Urban Lienert - b
Christoph Staudenmann - dr


Pressetext:

Tomas Sauter «Tranceactivity»


Findling - die Trouvaille des Jahres

Und dann liegt - wie in einem Futuremovie von Tarkowski - wie aus dem Nichts plötzlich dieser «Findling», Baujahr 2011, vor uns. Mit dieser umwerfenden CD hat der Gitarrist und Komponist Tomas Sauter einen Markstein, einen erratischen Block gesetzt: unverrückbar und doch voller fluider und ätherischer Inspiration, so dass die Musik vom ersten Ton weg gewohnte ästhetische Dimensionen sprengt. «Findling» ist kein Relikt aus verblichener Zeit, vielmehr ein Fundstück zeitgenössischer Kreativität. In seinem Trio Tomas Sauter «Tranceactivity» mit Christoph Staudenmann am Schlagzeug und Urban Lienert am Bass offenbart Sauter bewundernswertes Schöpfertum, Gespür und Wissen, Intuition und Intelligenz.

Vielseitig auf höchstem Niveau

Tomas Sauter ist über die letzten Jahre durch verschiedenste musikalische Projekte aufgefallen. Ob im kammermusikalischen Duo, Trio oder Quartett in völlig unterschiedlichen Kontexten, immer haben wir Sauter als schöpferischen Komponisten und versierten Instrumentalisten erlebt. Er hat Villa Lobos, Hendrix, Metheny, Frisell und Scofield verinnerlicht und bei Abercrombie studiert. Sein vielseitiges Schaffen belegt, dass einer, der auf den Schultern von Giganten steht, weiter sehen kann als der Durchschnitt. Sauter schwimmt nicht mit dem Strom - er modelliert ihn. In seinen Händen verwandeln sich Verzerrer, Ringmodulator, Wahwah und Bitcrusher von Lärmquellen zur ästhetischen Haltung - und der Soundalchemist geht weiter, lässt sich Effektgeräte nach eigenen Vorstellungen massschneidern.
Auf der Entdeckungsreise vom Präkambrium ins 21. Jahrhundert ziehen Low Level Passagen, trashige Lo-Fi Grooves, mutierende Klangflächen, dröhnende Verzerrerorgien vorüber und in Bann. Vertikal geschichtete Loops, gegenläufige rhythmische Patterns und odd Meters katapultieren die Musik in orchestrale Dimension. «Tranceactivity» klingt urständig und urban, barock und sachlich, geistvoll und groovig, zeitlos und modern zugleich - und entwickelt einen unwiderstehlichen Sog.

Hochspannung zwischen Ekstase und Kontemplation

Die wenigsten Bands können die Balance zwischen Ekstase und Kontemplation halten und sich bewusst für die eine oder andere Seite entscheiden. Das Schicksal herausfordern, den Moment kreieren und ihn dann zu musikalischer Identität werden lassen, das ist wahre Kunst im Jazz. In solchen Passagen hört man, dass das Trio, das in der Schweiz längst Kultstatus geniesst, in fünfzehn gemeinsamen Jahren einen unverwechselbaren Klangkosmos geschaffen hat.
Unabhängig vom musikalischen Umfeld trommelt Staudenmann komplexeste Beats selbstverständlich-stupend herunter und profiliert sich mit erlesenen Gongs und Cymbals als sensibler Klangmaler. Lienert unterlegt mit knurrendem Elekto-Bass ein erdbebensicheres Fundament und verschiebt mit dezenter Elektronik das Epizentrum im Dreieck. Im Team besticht Tomas Sauter «Tranceactivity» durch lebendiges Interplay und souveräne Soundexperimente - eine der innovativsten Formationen der aktuellen Jazzszene!


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Pressestimmen zu Tomas Sauter Tranceactivity